Wohngeldhaushalte in Sachsen-Anhalt 2020: In Halle (Saale) die meisten Bewilligungen

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Halle. StatLa. Am Jahresende 2020 bezogen in Sachsen-Anhalt 22.880 Haushalte Wohngeld. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg die Zahl der Empfängerhaushalte im Vergleich zum Vorjahr um 24,7 % (2019: 18 344).
Die überwiegende Mehrheit der betroffenen Haushalte (21.145) erhielt Wohngeld als Zuschuss zur Miete, den übrigen 1.740 Empfängerhaushalten wurde es als Zuschuss zu den Kosten selbst genutzten Wohneigentums gewährt (Lastenzuschuss).

Ende 2020 hatten in 21.825 Wohngeldhaushalten alle Haushaltsmitglieder einen Anspruch auf Wohngeld (reine Wohngeldhaushalte). Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch erhöhte sich auf 130 EUR (2019: 107 EUR). Bei 1.055 wohngeldrechtlichen Teilhaushalten (Mischhaushalte) lag der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch bei 152 EUR (2019: 147 EUR). Mischhaushalte sind Empfängerhaushalte, in denen Personen mit und ohne Wohngeldanspruch gemeinsam leben.

Mit 2.845 Haushalten wurde am häufigsten Wohngeld in der kreisfreien Stadt Halle (Saale) gewährt (2019: 2.438). Im Landkreis Jerichower Land wurden mit 645 Fällen die wenigsten Wohngeldanträge bewilligt (2019: 513).

Mit den Wohngeldreformen in den Jahren 2016 und 2020 wurden die Wohngeldleistungen jeweils erhöht und an die Entwicklung der Einkommen und der Warmmieten angepasst. Dadurch stieg die Zahl der Wohngeldberechtigten 2016 und 2020 vorübergehend an.

Wohngeld ist ein vom Bund und Ländern je zur Hälfte getragener Zuschuss zu den Wohnkosten. Er wird einkommensschwächeren Haushalten gewährt, damit diese die Kosten für angemessenen und familiengerechten Wohnraum tragen können.

Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung sind die Absolutwerte ab dem Berichtsjahr 2020 auf ein Vielfaches von 5 gerundet. Die Summe der gerundeten Werte kann von der ebenfalls gerundeten Gesamtsumme abweichen.