Statistik: Sterblichkeit im I. Quartal 2021 deutlich gesunken

Grabstein

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Laut heutigem Datenstand ist die Sterblichkeit nach der Übersterblichkeit zu Jahresbeginn in Sachsen-Anhalt im I. Quartal 2021 deutlich gesunken. Das Jahr 2020 endete im Dezember mit einer Übersterblichkeit in Höhe von 33 % im Vergleich zum Durchschnitt der Dezemberwerte 2016 bis 2019. Im Januar 2021 stieg die Übersterblichkeit weiter auf 46 % und sank im Februar 2021 auf 10 %. Im März 2021 wurde eine Untersterblichkeit in Höhe von 7 % erreicht.

Quelle: Statistisches Landesamt/LSA.

Im Januar 2021 starben mit 4.352 Personen so viele Menschen wie in keinem anderen Monat der letzten Jahre. Selbst der bisherige Höchstwert mit 4.014 Sterbefällen während der Grippewelle im März 2018 wurde deutlich überschritten. Auch im Februar 2021 starben mit 3.180 Personen mehr Menschen als in den Vorjahresmonaten (Durchschnitt 2016 bis 2019: 2 896). Lediglich der Februar 2017 hatte mit 3.231 Sterbefällen einen höheren Wert durch eine ausgeprägte Grippesaison. Im März 2021 starben nach bisherigen Erkenntnissen 3.030 Personen und damit weniger als im Durchschnitt der Vorjahre 2016 bis 2019 (3.239).

Die Kalenderwochen 1 bis 6 im Januar und in der ersten Februarhälfte dieses Jahres waren noch durchweg durch eine Übersterblichkeit im zweistelligen Bereich gekennzeichnet. Dabei war die 3. Kalenderwoche mit 1.033 Sterbefällen die bisher tödlichste Woche in den letzten Jahren. Nur in der direkt davorliegenden 2. Kalenderwoche 2021 und in der 10. Kalenderwoche 2018 wurden mit 1.007 bzw. 1.013 Sterbefällen ebenfalls mehr als 1.000 Tote pro Woche in Sachsen-Anhalt gezählt.

Ab der 7. Kalenderwoche 2021 sank die Übersterblichkeit und lag seither bis zur 13. Kalenderwoche im Übergang vom März zum April 2021 deutlich im unterdurchschnittlichen Bereich. So wurde in der 13. Kalenderwoche eine Untersterblichkeit von 1 % verbucht.

Hintergrund
Die Angaben zu Werten aus dem Jahr 2020 und 2021 sind vorläufig und fortlaufenden Änderungen ausgesetzt, da hierzu weiterhin Nachmeldungen und Korrekturen der Standesämter eingehen. Die angegebenen Verhältniszahlen, welche als Datenbasis Werte aus dem Jahr 2020 oder 2021 enthalten, stellen entsprechend ebenfalls vorläufige Angaben dar. Werte für die Jahre 2016 bis 2019 sind endgültig.