Ministerium fördert Glasfaserausbau in Salzwedel mit gut vier Millionen Euro

Schnelles Internet für 325 Haushalte & 62 Unternehmen

Magdeburg. MW/LSA. Freie Fahrt auf der Datenautobahn: In der Hansestadt Salzwedel (Altmarkkreis Salzwedel) werden in den nächsten Monaten die letzten „weißen Flecken“ beseitigt. Ende 2019 verfügten 91,2 Prozent aller Haushalte der Stadt über schnelles Internet mit Downloadraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde – damit liegt Salzwedel deutlich über dem Landesschnitt (78,3%). Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums in Höhe von 4,04 Millionen Euro wird die Stadt jetzt 325 Privathaushalte und 62 Unternehmen in aktuell noch unterversorgten ländlichen Ortsteilen und Gewerbegebieten mit gut 162 Kilometer Glasfaser erschließen. Im EU-weiten Auswahlverfahren hatte sich dabei die Avacon Connect GmbH durchgesetzt. Inklusive der Eigenmittel von 110.000 Euro investiert Salzwedel insgesamt 4,15 Millionen Euro in den Breitbandausbau.

Dazu sagte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann: „Der Zugang zur Datenautobahn ist heutzutage vor allem für Unternehmen unverzichtbar; das hat zuletzt die Corona-Pandemie ganz deutlich gemacht. Die vom Ministerium geförderte Erschließung mit Glasfaser ebnet nun auch den letzten unversorgten Haushalten und Betrieben in Salzwedel den Weg in die digitale Zukunft. Und auch das Wirtschaftsministerium kann Highspeed: So ist der Förderbescheid für das schnelle Internet gerade einmal zwei Wochen nach Antragstellung bewilligt worden.“

Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel zeigte sich erfreut, dass die Bemühungen des Stadtrates und der Verwaltung um eine Förderung für zukunftsfähige Internetanschlüsse erfolgreich waren. „Die Hansestadt Salzwedel setzt damit einen weiteren wichtigen Baustein für ein attraktives Umfeld, sowohl für Privathaushalte als auch für Unternehmen.“ Die Bürgermeisterin betonte, dass dieses Thema für sie im Blickfeld bleibt. „Ich habe immer gesagt, dass die Breitbandversorgung in der Kommune ein wesentliches Anliegen ist, das wird natürlich auch weiterhin der Fall sein.“ Sie dankte dem Wirtschaftsminister für die Fördermittelzusage und hofft, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu einem Glasfaseranschluss entschließen. „Die Grundlagen wurden geschaffen, nun heißt es gemeinsam starten“, so Sabine Blümel.

Hintergrund
Ende 2019 verfügten 78,3 Prozent der Privathaushalte in Sachsen-Anhalt über einen Internetanschluss mit Downloadgeschwindigkeiten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde. Zur Ergänzung der Investitionen privater Netzbetreiber stehen in Sachsen-Anhalt rund 350 Millionen Euro zur Verfügung. Durch Kombination der Fördertöpfe von EU, Bund und Land beträgt der kommunale Eigenanteil höchstens 10 Prozent. Finanzschwache Kommunen können sogar 100 Prozent Förderung erhalten. Privathaushalte werden mit Download-Geschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde angeschlossen – Unternehmen in Gewerbegebieten erhalten symmetrische 100 Mbit pro Sekunde.

Die Landesregierung hatte darüber hinaus Mitte Mai 2019 die vom Wirtschaftsministerium erarbeitete Gigabit-Strategie des Landes beschlossen. Danach sollen allen Unternehmen und Haushalten bis 2025 ultraschnelle Glasfaseranschlüsse mit Downloadgeschwindigkeiten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde zur Verfügung stehen – Voraussetzung dafür sind eine erhöhte Bundesförderung, die Beschleunigung der Förderverfahren sowie eine hohe Akzeptanz der Glasfaseranschlüsse in der Bevölkerung.