Landkreis Jerichower Land hatte 2018 höchste Pro-Kopf-Arbeitszeit

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. 2018 wurden im Land Sachsen-Anhalt insgesamt 1 458,9 Mill. Arbeitsstunden geleistet. Dies entsprach 1 450 Stunden je Erwerbstätigen (Bundesdurchschnitt 1 390 Stunden). Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, gab es innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt deutliche regionale Unterschiede beim Arbeitsvolumen. Der Landkreis Jerichower Land erreichte mit einer jährlichen Pro-Kopf-Arbeitszeit von 1 472 Stunden den höchsten Wert. Es folgten die Landkreise Saalekreis mit 1 470 Stunden, Börde mit 1 467 Stunden und Anhalt-Bitterfeld mit 1 463 Stunden. Die geringsten jährlichen Pro-Kopf-Arbeitszeiten wiesen die kreisfreie Stadt Halle (Saale) mit 1 417 Stunden und die Landeshauptstadt Magdeburg mit 1 433 Stunden sowie der Landkreis Mansfeld-Südharz mit 1 437 Stunden auf.

2017 betrug die Pro-Kopf-Arbeitszeit in Sachsen-Anhalt 1 453 Stunden (Bundesdurchschnitt 1 391 Stunden). Hier reichte die Spannweite innerhalb des Landes von 1 419 Stunden in der kreisfreien Stadt Halle (Saale) bis 1 474 Stunden im Landkreis Jerichower Land. 2014 wurden jährlich noch 1 464 Stunden je Erwerbstätigen gearbeitet (Bundesdurchschnitt 1 400 Stunden). Die höchsten Pro-Kopf-Arbeitszeiten hatten hier die Landkreise Anhalt-Bitterfeld mit 1 490 Stunden und Jerichower Land mit 1 488 Stunden, die niedrigsten Werte verzeichneten die kreisfreie Stadt Halle (Saale) mit 1 421 Stunden und die Landeshauptstadt Magdeburg mit 1 448 Stunden.

Die große Spannweite der Arbeitszeiten innerhalb des Landes ist maßgeblich auf die Größenordnung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, der Teilzeitarbeit und des Anteils der Selbstständigen im jeweiligen Kreis zurückzuführen. Dabei ist vor allem die Wirtschaftsstruktur des Kreises entscheidend. So ist die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit dort höher, wo Minijobs und Teilzeitbeschäftigung eine eher untergeordnete Rolle spielen. Regionale Sondereinflüsse, wie beispielsweise stark vom Durchschnitt abweichende Arbeitszeitregelungen eines die Region bestimmenden Unternehmens, können bei dem mit Hilfe von Indikatoren regional aufgeteilten Arbeitsvolumen jedoch nicht berücksichtigt werden. Aus diesem Grund wird hier auch vom Standard-Arbeitsvolumen gesprochen.

Basis für die Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ zu den geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen ist die Zahl der Erwerbstätigen auf Kreisebene und des Arbeitsvolumens auf Länderebene zum Berechnungsstand August 2019. Dabei wurden die Ergebnisse der Jahre 2014bis 2017 im Rahmen der Generalrevision 2019 überarbeitet und auf die neuen Eckwerte abgestimmt sowie das Jahr 2018 erstmals berechnet. Revidierte Ergebnisse für die Jahre 2000 bis 2013 liegen voraussichtlich zum Jahresende 2020 vor.

Quelle: Statistisches Landesamt/LSA.
Quelle: Statistisches Landesamt/LSA.