Todesursachenstatistik 2019: 30 Todesfälle durch illegale Drogen

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Halle. StatLa. Nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik 2019 verstarben durch illegale Drogen 8 Frauen und 22 Männer, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich des Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch am 26. Juni mitteilt.

Darunter fallen insbesondere Todesfälle infolge von Überdosierung, Todesfälle infolge langzeitigen Missbrauchs, Selbsttötungen aus Verzweiflung über die Lebensumstände oder unter der Einwirkung von Entzugserscheinungen. Tödliche Unfälle von unter Drogeneinfluss stehenden Personensind hierbei allerdings nicht erfasst.

Damit stieg die Zahl der an illegalen Drogen Verstorbenen im Land gegenüber 2009 um 21 und gegenüber 2018 um 7 Personen an. Im Zeitraum von 2009 bis 2019 waren durchschnittlich knapp 3/4 der an illegalen Drogen Verstorbenen männlich und überwiegend im Alter zwischen 25 und 45 Jahren (55,3 %). 5,1 % waren jünger als 20 Jahre und 11,1 % hatten bereits ihren 60. Geburtstag. Das durchschnittliche Sterbealter lag bei 39 Jahren.

2019 wurden 1.883 Männer und 668 Frauen aus Sachsen-Anhalt bundesweit in Krankenhäusern aufgrund illegaler Drogen behandelt. Das waren 0,4 % aller Klinikaufnahmen. Weit größer war allerdings die Anzahl derer, welche durch alkoholbedingte Krankheitszustände versorgt werden mussten. So wurden 2.515 Frauen und 8.859 Männer aus Sachsen-Anhalt bundesweit in Krankenhäusern betreut. Dies entsprach 1,8 % der Klinikaufnahmen.

Der illegale Drogenmarkt in Deutschland wird seit Jahren durch die auf Pflanzen basierenden Rauschgifte Heroin, Kokain und Cannabis sowie durch synthetische Betäubungsmittel dominiert. Alle Betäubungsmittel erzeugen spezifische Wirkungen, weitgehend gemeinsam ist ihnen ein euphorisierender Effekt.