Klare Perspektive für die Förderung der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt

Staatskanzlei Politik Magdeburg

Magdeburg. STK/MK/LSA.Die Landesregierung hat in der heutigen Kabinettssitzung einem Konzept zur Weiterentwicklung und Förderung der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt (MMA) zugestimmt. Das Konzept ist durch eine Steuerungsgruppe, die im November 2019 unter Federführung der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur gebildet wurde, erarbeitet worden.

Demnach soll das von der MMA betriebene Berend Lehmann Museum Halberstadt über eine mehrjährige Projektförderung zu einer Einrichtung weiterentwickelt werden, in der verschiedenste Adressaten – von Schülerinnen und Schülern, über Studierende, Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesverwaltung bis hin zu Touristen – jüdische Geschichte und jüdisches Leben lebensnah erfahren und sich entsprechendes Wissen zeitgemäß aneignen können.

Die Stadt Halberstadt und die MMA sollen sich mit jeweils mindestens 20 Prozent an den Gesamtosten beteiligen. Die konsequente Umsetzung der im Konzept verankerten Vorgaben und langfristigen Ziele wird durch museumsfachliche Kompetenz begleitet.

Staats- und Kulturminister Rainer Robra erklärte: „Mit diesem Konzept liegt nunmehr eine klare Perspektive für die künftige Landesförderung der Moses Mendelssohn Akademie Halberstadt vor. Damit setzt die Landesregierung ein wichtiges Zeichen und unterstreicht ihre Verantwortung für den Erhalt und die Pflege des jüdischen Erbes in Sachsen-Anhalt. Ich danke der Steuerungsgruppe für ihre engagierte Arbeit.“

Auch künftig werde die Zusammenarbeit der in der Steuerungsgruppe beteiligten Ressorts, insbesondere die enge Abstimmung bei zusätzlichen Förderungen für die MMA, erforderlich sein.

Hintergrund
Der Landtag hatte im November 2018 den Auftrag an das Land erteilt, ein Konzept vorzulegen, in dem dargestellt wird, wie das Land mittelfristig die MMA finanziell unterstützen kann. Diesen Auftrag nahm die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur zum Anlass, im März 2019 eine Expertise zur fachlichen Arbeit der MMA in Auftrag zu geben. Auf der Grundlage dieses Gutachtens wurde durch eine Steuerungsgruppe eine tragfähige Vorlage für die Weiterentwicklung und perspektivische Förderung der MMA erarbeitet.

Der Steuerungsgruppe haben neben der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur Vertreterinnen und Vertreter des Bildungsministeriums, des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung, des Ministeriums für Inneres und Sport, der Ansprechpartner für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus, der Museumsverband des Landes Sachsen-Anhalt, der Landesverband Jüdischer Gemeinden sowie die Stadt Halberstadt angehört. Ebenfalls war die MMA zur Mitarbeit in der Steuerungsgruppe eingeladen worden.