„Digitale Agenda“: Stärkerer Fokus auf Gigabit-Ausbau, Strukturwandel und künstliche Intelligenz

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Magdeburg, STK/LSA. Papier ist geduldig – die digitale Welt nicht. Mit Blick auf neue Herausforderungen wie die Corona-Pandemie, den anstehenden Kohle-Strukturwandel oder die wachsende Bedeutung künstlicher Intelligenz (KI) hat das Digitalisierungskabinett heute die vom Wirtschaftsministerium erarbeitete Fortschreibung der „Digitalen Agenda“ beschlossen. Der Fahrplan für Sachsen-Anhalts Weg in die digitale Zukunft stammt ursprünglich von Ende 2017 und ist nach gut drei Jahren jetzt in mehreren Punkten ergänzt und nachjustiert worden. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie KI, Gigabit- und 5G-Ausbau, intelligente Vernetzung, Cybersicherheit, Smart Energy oder die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung und für den Strukturwandel.

In die Fortschreibung eingeflossen sind neben Impulsen anderer Ministerien auch Empfehlungen des Digitalisierungsbeirates, die „Digitale Jugendagenda“ sowie Ergebnisse mehrerer Workshops. Zudem wird Bilanz gezogen: Von den Maßnahmen, die Ende 2017 in der „Digitalen Agenda“ definiert wurden, sind 17 abgeschlossen, darunter die Machbarkeitsstudie für die Glasfaser-Anbindung aller Schulen, das neue Gründerportal www.hier-we-go.de, das Tourismusnetzwerk Sachsen-Anhalt oder das Landeskonzept „Bildung in der digitalen Welt“. Zusammen mit 39 neuen Maßnahmen umfasst die Fortschreibung 128 Maßnahmen, die sich in der Umsetzung oder Planung befinden.

Zur Umsetzung der „Digitalen Agenda“ soll auf dem neuen Digital-Portal des Wirtschaftsministeriums in Kürze eine Online-Datenbank mit tagesaktuellem Dashboard entstehen. Das Portal unter www.digital.sachsen-anhalt.de war Ende 2020 offiziell gestartet worden und bietet neben Informationen zur „Digitalen Agenda“ auch Wissenswertes zu Förderangeboten rund um die Digitalisierung in Sachsen-Anhalt sowie zum Breitbandausbau.