Sachsen-Anhalt: Baupreise im Februar 2021 um 3 % gestiegen

Baustelle

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude erhöhten sich im Februar 2021. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lagen sie um 3,0 % höher als im Vorjahresmonat. Der Indexstand betrug 120,0 (Basis: 2015 = 100). Der seit Anfang des Jahres wieder gültige Mehrwertsteuersatz von 19 % verursachte im Vergleich zum letzten Erhebungszeitpunkt (November 2021) einen deutlicheren Preisanstieg von 4,0 %.
Für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen die Preise im Februar 2021 um 3,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die größten Preiserhöhungen wurden für Verbauarbeiten (+6,7 %), Zimmer- und Holzbauarbeiten (+5,5 %) sowie für Entwässerungskanalarbeiten (+5,0 %) festgestellt. Niedrigere Preise wurden lediglich für Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten ermittelt (-2,0 %).

Ausbauarbeiten an Wohngebäuden waren im Jahresvergleich um 3,1 % teurer. Beeinflusst wurden die Teuerungen zum Vorjahr vor allem durch Preisentwicklungen für Betonwerksteinarbeiten (+5,4 %), Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (+5,2 %) sowie Verglasungsarbeiten (+4,2 %). Bei den Ausbauarbeiten gab es bei keinem Gewerk Preisrückgänge

Im Straßenbau zogen die Preise für Bauleistungen im Februar 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat im Schnitt um 3,4 % an. Der Index für die Bauleistungen im Straßenbau erreichte einen Stand von 124,3 (Basis: 2015 = 100).
Die höchsten Preissteigerungen über alle Bauleistungen hinweg wurde bei den Preisen für Außenanlagen für Wohngebäude ermittelt. Hier erhöhten sich die Kosten für die Kunden im Durchschnitt um 4,7 % zum Februar 2020. Die größten Steigerungen in diesem Segment ergaben sich bei den Landschaftsbauarbeiten (+6,7 %) sowie im Verkehrswegebau, Pflasterdecken, Plattenbelege in ungebundener Ausführung, Einfassungen (+5,6 %). Auch bei den Arbeiten an Außenanlagen wurden keine Dienstleistungen günstiger angeboten.

Die Preise für Schönheitsreparaturen in Wohnungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,1 %. Der Index für diese Bauleistungen erreichte ein Niveau von 128,3 gegenüber dem Basiszeitraum (2015 = 100).
Alle Preisentwicklungen beziehen sich auf Preise für Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Mehrwertsteuer. Berechnungsgrundlage hierfür bilden Preise für Bauleistungen ohne Mehrwertsteuer. Die Mehrwertsteuer wird programmgestützt hinzugerechnet.