Industrie war 2019 größter Wärmeabnehmer in Sachsen-Anhalt

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Halle. Statistisches Landesamt/LSA. 2019 erzeugten die Heizkraftwerke und Heizwerke der Energieversorgungsunternehmen in Sachsen-Anhalt 8 773 Mill. kWh Wärme für die Versorgung von Letztverbrauchern (Rückgang zum Vorjahr: -9,9 %).

Mit 63,4 % bzw. 5 566 Mill. kWh überwog die Erzeugung durch Heizkraftwerke der Stromversorger. Hierbei wurden 90,7 % (5 046 Mill. kWh) in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) erzeugt. Die Wärmeerzeugung in den Anlagen der Wärmeversorgungsunternehmen umfasste 35,8 % und lag bei 3 137 Mill. kWh.

Darüber hinaus steuerten Industriebetriebe (Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) 1 578 Mill. kWh zur allgemeinen Wärmeversorgung bei.

Nach Brennstoffen betrachtet, hatte Erdgas den größten Anteil an der Wärmeerzeugung (Heizkraftwerke 58,9 %; Heizwerke einschl. wärmegeführter Blockheizkraftwerke 35,4 %). An 2. Stelle rangierte der Einsatz von Abfall und verdrängte die Braunkohle auf den 3. Platz. Die Wärmeversorgungsunternehmen betrieben in Sachsen-Anhalt 148 Wärmenetze mit insgesamt 1 463 km Trassenlänge. Bei der Übertragung der Wärme an die Letztverbraucher traten hierbei durchschnittlich 7,0 % Verluste auf (569 Mill. kWh). An Letztverbraucher in Sachsen-Anhalt wurden insgesamt 9 488 Mill. kWh Wärme geliefert. Die Industrie war mit 68,6 % (6 510 Mill. kWh) der größte Wärmeabnehmer. Haushaltskunden wurden mit 21,1 % (1 997 Mill. kWh) der Wärme beliefert und 10,3 % (980 Mill. kWh) gingen an sonstige Verbraucher (u. a. Handel, öffentliche Einrichtungen, Verkehr).