Sachsen-Anhalt plant Maßnahmen zum “pandemiefesten Schulbetrieb”

Staatskanzlei Kultusministerium

Das Landeskabinett hat sich hinsichtlich des künftigen Schulbetriebes mit entsprechenden Maßnahmen im Land befasst. Die beste Voraussetzung für eine pandemiefeste Schule sieht Ministerpräsident Haseloff im Impfen und damit in einer Herden-Immunität.

Haseloff sprach sich in der heutigen Landespressekonferenz deutlich gegen eine Impf-Pflicht aus, diese werde es per Gesetz auch nicht geben. Allerdings spekulierte der Ministerpräsident in einer Randbemerkung, dass Wirtschaft und Kultur sowie auch andere gesellschaftlichen Bereiche die Wahrnehmung von Dienstleistungen und Angeboten nur mit Impfnachweis ermöglichen könnten. Beispielsweise könnte die Inanspruchnahme von Veranstaltungen oder Terminen seitens des Veranstalters dann nur mit Impfnachweis möglich sein.

Da eine Impfung nicht per Gesetz verfügt werden kann, braucht es für den Bereich Schule/Kita/Hort andere Möglichkeiten.

Das Credo „Abstand, Maske und Lüften“ solle nunmehr technisch gestützt werden. Denkbar wären hier beispielsweise Lüftungsanlagen für etwa 20.000 Schulklassen im Land.

Weiterhin wäre eine „CO2-Ampel“ für jede Klasse und auch die 2.000 Räumlichkeiten in Kitas/Horten vorstellbar: Ein Meldemechanismus, welcher akustisch signalisiert, wenn die CO2-Konzentration im Raum zu hoch und es Zeit zum Lüften ist. Das UBA hat hierfür 3 Kategorien für Klassenräume festgelegt: gut / schlecht / gar nicht lüftbar. Aufgrund unterschiedlicher Beschaffenheiten der Klassenräume ist im Laufe der Sommerferien eine Bestandsaufnahme der Kategorien 2 und 3 geplant.

Die Landesregierung ist bestrebt, allen im kommenden Schuljahr bestmögliche Bildungs-Chancen unter bestmöglichen gesundheitlichen Rahmenbedingungen zu gewähren.

 

Alle Angaben ohne Gewähr.