Corona-Virus: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident zu Entwicklungen und weiteren Schritten

Landespressekonferenz Sachsen-Anhalt
Bild: Screenshot YouTube / Kanal Land.Sachsen.Anhalt.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hatheute in einer Pressekonferenz über die aktuellen Entwicklungen und weiteren Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus’ hinsichtlich der bevorstehenden Bund-Länder-Beratung berichtet.

Kurzinhalt seines Statements:

  • Rücksprache mit Frau von der Leyen (Brüssel) erfolgte heute
  • um 16 Uhr wird die Entscheidung der EMA zum weiteren Umgang mit AstraZeneca-Vakzin erwartet
  • die Einbeziehung der Haus- und Betriebsärzte hängt von der gelieferten Impfstoff-Menge ab: Mengen müssen sichergestellt werden; eine Impfreihenfolge muss in diesem Bereich ebenfalls erstellt werden
  • wenn die EMA-Entscheidung positiv ausfällt – möglicherweise mit Alterseinschränkungen – dann könnten die Hausärzte schon ab Ende März 2021 einbezogen werden (nicht erst Mitte April)
  • Impfstoff-Mengen müssen dennoch lohnend sein, wenn die Erweiterung der Impf-Kampagne mit Einbeziehung der Arztpraxen erfolgt, um weitere Rückschläge und weiteren Unmut von Impflingen zu vermeiden

  • Es erfolgten auch Rücksprachen zur Exportsteuerung von in Deutschland und der EU produziertem Impfstoff: die Hersteller-Firmen sind international aufgestellt, dennoch sind die Standorte in der EU angesiedelt – ein robusteres Vorgehen der Europäischen Union wurde empfohlen; für autarke und langfristige Vorsorgeimpfungen müssen Produktionskapazitäten aufgebaut werden, da die Notwendigkeit von Impfungen auf lange Sicht bestehen bleibt

  • Weiterhin gab es Überlegungen, noch nicht genehmigte Impfstoffe zu optionieren: Frühzeitige Vorbereitungen und Vorsorge zur Herstellung müssen im Falle einer Genehmigung geschaffen werden (alle medizinischen und klinischen Tests und Studien müssen durchlaufen sein; EMA-Genehmigung muss vorliegen)

  • Rücksprachen zu weiteren oder verzögerten “Corona-Öffnungen” und/oder möglichen Rücknahmen von bereits  erfolgten Lockerungen finden in der nächsten Kabinettssitzung statt

  • Kritik am Auswärtigen Amt zur “Öffnung von Mallorca”: Die Diskussion zu Öffnungen ist schwierig, wenn tausende Flüge stattfinden und im Gegenzug keine Klarheit über Rückkehrmodalitäten (Tests, Quarantäne) herrscht; die Entscheidung des Auswärtigen Amtes ist insofern unfair für Kreise mit niedriger Inzidenz, als dass in diesen weiterhin Beherbergungsverbote gelten – homogene Lösungen vom Bund sind gefordert


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