Digitale Bildung und digitales Rathaus Hand in Hand

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Magdeburg. MB/LSA. Die Grundschule in Lüderitz hat heute sechs digitale Tafeln erhalten, kann damit die eigene digitale Grundausstattung weiter verbessern. Das ist kein Zufall: Denn die Grundschule will auch für andere Schulen da sein. Sie ist Netzwerksschule – eine von 17 Netzwerkschulen in Sachsen-Anhalt und Teil des LINDIUS-Netzwerkes. Das Bildungsministerium hat zur Umsetzung des DigitalPaktes Schule die „Landesinitiative für nachhaltige digitale Infrastrukturen in Unterricht und Schule“ (LINIDUS) ins Leben gerufen – mit 17 Netzwerkschulen, die als regionale Fortbildungszentren wirksam werden sollen. Hinzu kommen zwei Netzwerkzentren in Magdeburg und Halle sowie ein Multiplikatorennetzwerk.

„Vernetzung und Kommunikation zwischen den Schulen und den Lehrkräften sind die Schlüssel zum Erfolg bei der Umsetzung der Digitalen Agenda des Landes und der KMK-Strategie „Bildung in der digitalen Welt“, so Bildungsminister Tullner. „Die neuen digitalen Tafeln unterstützen die Lehrkräfte der Grundschule Lüderitz dabei, neue Unterrichtskonzepte zu erarbeiten und zu erproben. Diese werden wir im Ergebnis allen Lehrkräften und Schulen zur Verfügung stellen“, so Tullner. „Wir wollen die Schülerinnen und Schüler fit machen für das mündige Leben in einer digitalen Welt.“

Die LINDIUS-Netzwerkschulen erhalten über das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) zusätzliche technische Ausstattung für den Unterricht und für besondere Projekte im Gegenwert von 150.000 € je Schule. Insgesamt werden auf diesem Weg für die LINDIUS-Schulen 2,4 Mio. € bereitgestellt. Diese Mittel werden aus den landesweiten Vorhaben des DigitalPaktes Schule aufgewendet. Sie sind unabhängig von Ausstattungsmitteln der Schulträger.

Bereits im November 2019 erhielt die Grundschule 21 Tablet-Computer. Diese Initiative von Bürgermeister Andreas Brohm profitierte vom Bundesmodellprojekt Land(auf)Schwung. Darauf kann jetzt die moderne digitale Ausstattung der Schule im Rahmen des DigitalPakts und der LINDIUS-Netzwerkarbeit aufbauen. „Das ist die Unterstützung, die wir vor Ort brauchen – insbesondere auch in Zeiten der Pandemie“, so Bürgermeister Andreas Brohm. „Diese digitale Unterstützung nützt der Schule als Bildungsgemeinschaft. Sie passt auch zum „digitalen Weg“, den wir als Kommune gehen, zum digitalen Rathaus, wo man online Termine vereinbaren, Anfragen stellen, digitale Verwaltungsleistungen abrufen und ein Bürgerkonto nutzen kann. Die Schülerinnen und Schüler gehen diesen Weg von Anfang an. Die Kommune und das Land sind dabei verlässliche Partner.“