Baugenehmigungen im II. Quartal 2020 ohne erkennbare Auswirkungen der Corona-Krise

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Von April bis Juni 2020 wurden in Sachsen-Anhalt 1 232 Genehmigungen für Neu- und Umbauten erteilt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ist die Entwicklung gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum wieder aufwärtsgerichtet (+5,3 %), der Rückgang des Vorquartals fand keine Fortsetzung. Für das gesamte 1. Halbjahr verbleibt kumuliert ein Minus von 1,1 %.

Aus diesen Zahlen nicht unmittelbar erkennbar ist die deutliche Zunahme des Umfanges der Bauaktivitäten. Die veranschlagten Kosten aller Bauten verdoppelten sich nahezu im II. Quartal (+91,8 %), im 1. Halbjahr lag das Plus bei 44,8 %. Bezogen auf die Wohnfläche betrug der Zuwachs im II. Quartal 27,2 %, bei der Nutzfläche sogar 168,8 % (1. Halbjahr: +10,6 % bzw. +33,1 %). Die Zahl der Wohnungen nahm um 42,7 % zu (1. Halbjahr: +26,5 %).

Für die Kostendynamik sorgten im Bereich der Wohngebäude vor allem die öffentlichen Bauherren (+243,9 %) und Unternehmen (+93,8 %), weniger die privaten Bauherren. Von den 992 Genehmigungen im Bereich Wohngebäude entfielen nur 24 auf öffentlichen Bauherren und 119 auf Unternehmen. Die Kosten pro Bauwerk lagen mit 406 Tsd. EUR bzw. 629 Tsd. EUR erheblich über denen der 849 privaten Haushalte (190 Tsd. EUR).

In den Genehmigungen für Neu- und Umbauten sind auch die nach dem Genehmigungsfreistellungsverfahren erfasste Baumaßnahmen enthalten.