Statistik-Zahl der Woche: 79.200

Familie

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Insbesondere für die 79.200 Alleinerziehenden stellt die Pandemie eine besondere Herausforderung dar. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai 2021 mitteilt, ist der Anteil Alleinerziehender an allen Familien in Sachsen-Anhalt seit 2009 um 1 Prozentpunkt auf 29 % gestiegen. Insgesamt lebten 2019 im Durchschnitt 878.500 Personen in 272.600 Familien. Im 10-Jahresvergleich verringerte sich die Anzahl der Familien um 19 %. Im Jahr 2009 hatte es noch 335.900 Familien in Sachsen-Anhalt gegeben.

Eine Familie im „statistischen Sinn“ umfasst im Mikrozensus alle Eltern-Kind-Ge-meinschaften mit ledigen Kindern, die gemeinsam in einem Haushalt leben. Familien bestanden in Sachsen-Anhalt 2019 aus durchschnittlich 3,2 Familienmitgliedern.

Quelle: Statistisches Landesamt/LSA.

Rund 61 % (absolut: 166.000) aller Familien waren “Ein-Kind-Familien”. Zwei Kinder fanden sich im selben Jahr in knapp einem Drittel der Familien (31 % bzw. 83 700 Familien). Die 22.900 Familien mit 3 und mehr Kindern hatten einen Anteil von 8 % an allen Familien. Rund 412.400 Kinder lebten in einer Eltern-Kind-Gemeinschaft, 76 % (315.000) der Kinder in Familien waren unter 18 Jahre alt.

Gut die Hälfte der Familien (53 %) in Sachsen-Anhalt lebten als Ehepaar mit mindestens einem Kind im Haushalt (2009: 59 %). Der Anteil der nicht ehelichen Lebensgemeinschaften lag bei 18 % und hatte sich seit 2009 um 4 Prozentpunkte erhöht. Der Anteil der Alleinerziehenden stieg in diesem Zeitraum von 28 % auf 29 % leicht an.

Bei rund 76 % (147.400) der Ehepaare und Lebensgemeinschaften mit Kindern gingen beide Elternteile einer Erwerbstätigkeit nach. In 14 % der Familien war nur ein Elternteil erwerbstätig. Von den 68.700 alleinerziehenden Müttern waren 66 % erwerbstätig und 34 % erwerbslos oder Nichterwerbspersonen.

Rund einem Viertel (26 %) der Familien stand ein Familiennettoeinkommen zwischen 3.200 Euro und 4.500 Euro durchschnittlich im Monat zur Verfügung, 21 % verfügten über 2.300 bis 3.200 Euro. Mit durchschnittlich 900 bis 1.300 Euro im Monat lebten 5 % der Familien.

Der Mikrozensus ist eine jährliche 1%ige Stichprobenerhebung der Privathaushalte.