Zahl der Woche: 1 234 699

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Sachsen-Anhalt bietet viele Urlaubsmöglichkeiten. Das beliebteste Reisegebiet ist seit Jahren das Gebiet Harz und Harzvorland. Landschaftlich geprägt ist dieses Gebiet durch den Harz mit dem höchsten Berg in Sachsen-Anhalt, Flusstälern, Burgen, Schlössern, Klöster und historischen Stadtzentren mit Fachwerkbestand. Die Welterbestadt Quedlinburg liegt in diesem Reisegebiet. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, konnten 2019 im Reisegebiet Harz und Harzvorland 1 234 699 Gäste aus dem In- und Ausland begrüßt werden. Das waren 34 % aller Gäste in Sachsen-Anhalt.

Der Harz und das Harzvorland ist vor allem bei deutschen Gästen beliebt. Ihr Anteil machte sowohl bei den Gästen (1 183 604) als auch bei den Übernachtungen (3 196 291) jeweils 96 % aus.

Die Hauptreisezeit für dieses Reisegebiet war wie in den Vorjahren der August bis Oktober. Auf diesen Zeitraum entfielen 30 % aller Ankünfte (127 388). Mit 36 % erzielten die Beherbergungsbetriebe die höchste durchschnittliche Auslastung in Sachsen-Anhalt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag im Harz und Harzvorland bei 2,7 Tage. Damit lag die Aufenthaltsdauer über dem Schwarzwald gesamt (2,6 Tage) aber unter dem Wert für das Erzgebirge (2,9 Tage).

Die Orte Wernigerode mit Schloss und Fachwerkhäusern, Thale mit dem Hexentanzplatz in der Nähe und die Welterbestadt Quedlinburg konnten 2019 insgesamt 681 690 Ankünfte und 1 899 802 Übernachtungen verzeichnen. Mehr Ankünfte als Wernigerode (374 655) verzeichneten im gesamten Land nur die Landeshauptstadt Magdeburg (420 011) und die kreisfreie Stadt Halle (Saale) (251 227). Bei den Übernachtungen lag Wernigerode mit 1 019 015 an der Spitze der touristischen Zielorte in Sachsen-Anhalt.

Bedingt durch die Corona-Krise gingen die Ankünfte von Januar bis Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte (-55 %) auf 198 719 zurück. Die Übernachtungen sanken um 51 % auf 564 360. Damit lag das beliebteste Reisegebiet deutlich über den Rückgang von 52 % bei den Ankünften im Landesdurchschnitt und noch deutlicher über dem von 46 % bei den Übernachtungen.