Teuerungsrate der Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt lag im Mai 2021 bei 2,6 %

Getränke Bier

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Das Statistische Landesamt in Sachsen-Anhalt ermittelte im Mai 2021 einen Anstieg der Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,6 %. Im Vergleich zum April 2021 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,5 % auf einen Wert von 108,5 (2015 = 100).

Der seit Beginn des Jahres zu beobachtende Anstieg der Inflationsrate setzte sich auch im Mai fort. Eine Inflationsrate um +2,6 % und darüber wurden zuletzt 2008 gemessen, als die durchschnittliche Jahresteuerungsrate +2,7 % erreichte.

Die maßgeblich treibende Kraft für den Preisauftrieb lag im Bereich Verkehr mit einer Teuerung von +8,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat. So war Benzin um 29,3 %, Dieselkraftstoff um 27,7 % und Autogas um 11,8 % teurer als vor einem Jahr. Für die Wartung und Reparatur von Kraftfahrzeugen lag das Preisniveau um 2,5 %, für die Miete von Garagen und Stellplätzen für Fahrzeuge um 10,8 % über dem Vorjahreswert.

Für Güter und Dienstleistungen im Bereich Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe stieg das Preisniveau um 2,0 %, fast ein Drittel der durchschnittlichen Haushaltsausgaben fallen hier an. Gegenüber dem Vorjahr stieg die überwiegend an Bestandsmieten gemessene Nettokaltmiete um 1,4 %, Preise für Strom um 2,8 % und für Erdgas (einschließlich Umlage) um 3,9 %. Heizöl verteuerte sich im Schnitt um 12,6 %.

Gebremst wurde die Entwicklung der Teuerung u. a. durch gegenüber dem Vormonat gesunkene Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (-0,3 %). Günstiger waren u. a. Gemüse (-4,5 %) und Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (-1,9 %). Dagegen verteuerte sich Kaffee (z. B. Bohnenkaffee, Instantkaffee oder Pads) im Durchschnitt um 4,4 % zum Vormonat. Untergäriges Bier wurde im Monatsverlauf um 7,4 % teurer.

Die Preisstatistik in Sachsen-Anhalt arbeitete auch im Mai 2021 unter den eingeschränkten Bedingungen der durch die Pandemie und die geltenden Verordnungen beeinflussten Situation, um durch die zuverlässige Arbeit aller Beteiligten, insbesondere der Preiserhebenden vor Ort in Sachen-Anhalt, die Entwicklung der Verbraucherpreise darzustellen. Für sehr viele Güter und Dienstleistungen konnten die Preise in Folge geschlossener Geschäfte entweder gar nicht, nicht vor Ort, oder nur im Angebot von „click-and-collect“, „click-and-meet“ oder gänzlich online erhoben werden. Sofern die Erhebung nicht im vollem Umfang durchgeführt werden konnte und mehr als die Hälfte der Preise geschätzt wurden, ist die eingeschränkte Aussagekraft der Ergebnisse mit Klammern gekennzeichnet.