Ministerin Grimm-Benne: Beherbergungsverbot wichtiger Baustein

Magdeburg. MS/LSA. Sachsen-​Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-​Benne hat das in Sachsen-​Anhalt seit dem Sommer geltende Beherbergungsverbot als wichtigen Baustein der Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-​Virus gewertet.

„Das Beherbergungsverbot hat dazu beigetragen, dass sich die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen-​Anhalt immer noch auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen. Wir sollten es beibehalten“, sagte Grimm-​Benne vor dem Hintergrund der aktuellen bundesweiten Debatte.

Es handele sich dabei nicht um ein allgemeines Reiseverbot. „Reisen in und nach Sachsen-​Anhalt sind unabhängig vom Anlass möglich“, stellte Grimm-​Benne klar. Untersagt sei die Beherbergung von Personen zu touristischen Zwecken, wenn sie ihren Wohnsitz in einem Landkreis oder kreisfreien Stadt haben, in denen in den letzten 7 Tagen mehr als 50 Corona-​Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gemeldet wurden. Eine Ausnahme gelte auch hier: kann der Gast einen aktuellen negativen Corona-​Test vorlegen, kann er übernachten.

Grimm-​Benne: „Die Einschränkung trifft Touristen und Urlauber. Übernachtungen auf Geschäftsreisen sind erlaubt, auch die Übernachtung aufgrund von Familienbesuchen.“

Was bundesweit jetzt für innerdeutsche Reisen in der Diskussion ist, gelte in Sachsen-​Anhalt bereits seit dem Sommer und habe sich bewährt. Grimm-​Benne mahnte zugleich zur Vorsicht: „Achten Sie auf Abstand und Hygiene, im Alltag, ganz besonders aber auch bei Ausflügen in beliebte Regionen. Vermeiden sie möglichst größere Menschenansammlungen.“

Ergänzend wies Grimm-​Benne darauf hin, dass es bei Einreisen aus Hotspots innerhalb Deutschlands keine Quarantänepflicht in Sachsen-​Anhalt gebe.

Diese gilt generell nur bei Einreisen aus dem Ausland, nicht innerhalb des Bundesgebiets.