Anstieg der Baukosten um 47,9 % bei Baugenehmigungen im Hochbau 2020

Riebeckplatz

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. 5.098 Bauvorhaben wurden 2020 in Sachsen-Anhalt genehmigt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stellte dies einen Zuwachs um 10,1 % zum Vorjahr dar. Die geplanten Baukosten kletterten auf 2.250,8 Mill. EUR und legten damit um 47,9 % zu. Dies war der höchste Wert der letzten 10 Jahre.

Die veranschlagten Kosten im Wohngebäudebereich stiegen mit 22,4 % (1 020,4 Mill. EUR) weniger kräftig als im Nichtwohngebäudebereich (+78,6 % auf 1 230,4 Mill. EUR).

Auf Wohngebäude entfielen 4.186 Baugenehmigungen (+9,1 %), wovon 2 730 (+8,9 %) neu errichtetet wurden. Die darin insgesamt geschaffenen Wohnungen beliefen sich auf 5.882 (+16,6 %).

Die in Nichtwohngebäuden geschaffenen 29 Wohnungen fielen hingegen kaum ins Gewicht.

Die mit Abstand dominante Wohngebäudeform blieb das Haus mit einer Wohnung. 91,6 % (2.500) aller Baugenehmigungen im Neubau entfielen auf diese Gebäudeform. Wohnheime wurden im vorigen Jahr gar nicht genehmigt.

Im Nichtwohngebäudebereich war bei sogenannten Warenlagergebäuden eine markante Entwicklung zu beobachten. Obwohl mit 133 genehmigten Bauvorhaben 10,7 % weniger als 2019 erfasst wurden, verdoppelte sich deren Nutzfläche auf 609.270 m2. Die geplanten Kosten stiegen sogar um über das Vierfache auf 424,9 Mill. EUR. In diesem Bereich sind offensichtlich einige Großvorhaben im Entstehen. Diese liegen vor allem in den beiden kreisfreien Städten Magdeburg und Halle (Saale).