Sachsen-Anhalts Gemeinden: Knapp 20 Mill. Euro weniger Gewerbesteuer als vor der Pandemie

Kleingeld Stapel

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Die Gemeinden des Landes Sachsen-Anhalt verzeichneten im 1. Quartal 2021 Einzahlungen an Gewerbesteuer in Höhe von 194,432 Mill. Euro. Das waren 0,892 Mill. Euro mehr als im ebenfalls von der Corona-Pandemie beeinflussten Vergleichszeitraum des Vorjahres.

2019 betrug das Istaufkommen bis zum 31. März 214,095 Mill. Euro. Im 1. Quartal 2021 standen demnach den Kommunen 19,663 Mill. Euro weniger als im 1. Quartal 2019 zur Verfügung. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, entsprach das einem Rückgang von 9,2 %.

Zwischen den Gemeinden zeigte sich das für die Gewerbesteuer typische, unterschiedliche Bild. 57,3 % der Gemeinden (125) verbuchten im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres im 1. Berichtsquartal 2021 gestiegene Einzahlungen, zusammen 41,810 Mill. Euro. In den anderen 42,7 % der Gemeinden (93) sanken die Einzahlungen um 40,918 Mill. Euro.

In den kreisfreien Städten gab es gegenläufige Entwicklungen. Die höchsten Einzahlungen an Gewerbesteuer verbuchte die Stadtkasse der Landeshauptstadt Magdeburg mit 26,424 Mill. Euro (+0,643 Mill. Euro), gefolgt von der Stadt Halle (Saale) mit 20,209 Mill. Euro (+2,691 Mill. Euro). Trotz der Steigerung erreichten die beiden großen kreisfreien Städte nicht das Niveau von 2019. In Dessau-Roßlau sanken bis zum 31. März 2021 die Einzahlungen im Vergleich zum Vorjahr, lagen aber über dem Wert von 2019.