Sachsen-Anhalt: Bevölkerungsrückgang 2020 geringer als 1 %

Bevölkerung

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Am 31.12.2020 lebten in Sachsen-Anhalt 2.180.684 Einwohnerinnen und Einwohner, davon waren 1.108.089 weiblichen und 1.072.595 männlichen Geschlechts. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, verringerte sich die Einwohnerzahl Sachsen-Anhalts innerhalb eines Jahres um 14.098 Personen bzw. 0,6 %. Im Vergleich dazu lag 2019 der Bevölkerungsrückgang bei 13.539 Personen.

Die Differenz zwischen Lebendgeborenen und Gestorbenen, auch als Geburtendefizit bezeichnet, stellte mit 17.691 Personen die Hauptursache für den Bevölkerungsrückgang 2020 dar. Von Januar bis Dezember 2020 kamen 16.113 Kinder zur Welt, das waren 505 weniger als 2019. Die Zahl der Gestorbenen erhöhte sich um 1.505 auf 33.804 Personen.

2020 zogen 51.775 Menschen nach Sachsen-Anhalt. Das waren 6.077 weniger als 2019, denn die Zuzugszahlen der Ausländerinnen und Ausländer (einschließlich Asylbewerberinnen und -bewerber) nahmen binnen Jahresfrist um 5.372 Personen ab. Im gleichen Zeitraum verließen 47.936 Personen das Bundesland. Im Ergebnis führte das dazu, dass die Fortzüge aus Sachsen-Anhalt 2020 durch die Zuzugszahlen mehr als ausgeglichen werden konnten. Die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen wird als Wanderungsgewinn bzw. -verlust bezeichnet. Der Wanderungsgewinn fiel 2020 mit 3.839 Personen im Vergleich zum Vorjahr (2.428 Personen) höher aus.

Regional verbuchten alle kreisfreien Städte und Landkreise Bevölkerungsrückgänge. Die prozentual größten Bevölkerungsverluste wurden im Landkreis Harz (1,1 %) sowie in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau und in den Landkreisen Mansfeld-Südharz und Salzlandkreis (je 0,9 %) registriert. Die geringsten Verluste verzeichneten die Landkreise Börde, Jerichower Land und Saalekreis mit je 0,2 %.

Einwohnerreichste Stadt Sachsen-Anhalts war weiterhin die kreisfreie Stadt Halle (Saale) mit 237.865 Personen gefolgt von der Landeshauptstadt Magdeburg mit 235.775 Personen.

In die Berechnung der Bevölkerungsentwicklung fließen auch Korrekturen (-246), die von den Kommunen gemeldet werden und zu sogenannten Rücknahmen von Bewegungen führen, ein.