Europa-Woche: 25 % Studierende aus dem Ausland im Jahr 2019

MLU Martin-Luther-Universität Studium Uniplatz

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. 2.118 Studierende in Sachsen-Anhalt hatten 2019 eine europäische Staatsangehörigkeit (ohne Deutschland). Wie das Statistische Landesamt anlässlich der Europawoche mitteilt, entsprach dies einem Anteil an allen Studierenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit von 25 %. Gegenüber 2015 sank dieser Anteil um 6 Prozentpunkte. Rund 41 % der 2.118 Studierenden stammten aus einem Mitgliedsstaat der EU (mit Vereinigtem Königreich). Am häufigsten besaßen europäische Studierende eine Staatsangehörigkeit der Russischen Föderation (337), der Ukraine (329) oder der Türkei (177).

1.602 Studierende mit europäischer und 281 mit deutscher Staatsangehörigkeit erwarben ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland. Andererseits hatten 516 europäische Studierende diese Berechtigung in Deutschland erhalten. Darunter waren auch 79 Studierende mit russischer, 71 mit türkischer sowie 64 mit ukrainischer Staatsangehörigkeit. Insgesamt hatten 24 % aller Studierenden mit europäischer Staatsangehörigkeit bereits die Zugangsvoraussetzungen für ein Hochschulstudium in Deutschland erlangt.

Als erstes Studienfach wählten Studentinnen und Studenten aus Europa (ohne Deutschland) 2019 am häufigsten Betriebswirtschaftslehre (195), Wirtschaftswissenschaften (147), Agrarwissenschaft/Landwirtschaft (116), Allgemeinmedizin (111) und Architektur (103). Die Studienfächer waren bei den europäischen Studierenden unterschiedlich beliebt. Besonders hervorzuheben: von 45 europäischen Studierenden, die im ersten Studienfach Psychologie wählten, stammten 21 aus Österreich. Ähnlich verhielt es sich im Studienfach Soziale Arbeit. 41 Studentinnen und Studenten von 59 aus Europa besaßen die schweizerische Staatsangehörigkeit. Ebenfalls deutlich war dies im Studienfach Maschinenbau/-wesen, welches von 34 Studierenden (von insgesamt 41) aus der Ukraine belegt wurde.