Neuer Bußgeldkatalog für Sachsen-Anhalt: Wer illegal Abfall entsorgt, muss zahlen

Primel

Neuer Bußgeldkatalog gilt seit 08. Mai 2021 – Dalbert weist auf Gefahren für Mensch und Umwelt hin, sie wirbt für ordnungsgemäße Entsorgung

Magdeburg. MULE/LSA. In Sachsen-Anhalt gibt es seit heute einen neuen Bußgeldkatalog „zur Ahndung der illegalen Beseitigung von Abfällen“. Der Bußgeldkatalog schafft einen einheitlichen und transparenten Rahmen mit dem Ziel, illegale Abfallentsorgung zu ahnden und einzudämmen. Die Behörden der Landkreise und kreisfreien Städte sind berechtigt, die Bußgelder zu verhängen.

Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert appellierte an die Verantwortung der BürgerInnen:
„Abfall gefährdet Mensch und Natur. Abfälle am Straßenrand und Plastikmüll auf den Wegen sind kein Kavaliersdelikt, sondern eine ernstzunehmende Umweltverschmutzung. Zum Schutz unserer Umwelt und zur Schonung endlicher Ressourcen müssen Abfälle ordnungsgemäß entsorgt werden. Nutzen Sie die dafür bestehenden Möglichkeiten! Wer seinen Abfall ordnungsgemäß entsorgt, schützt aktiv die Umwelt.“

Illegale Beseitigung von Abfällen verursacht neben Umwelt- und Gesundheitsgefahren auch zusätzliche Kosten. In Sachsen-Anhalt müssen allein die Kommunen rund 1 Million Euro pro Jahr aufwenden, um die illegal abgelagerten Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen. Diese Kosten tragen alle Bürgerinnen und Bürger durch höhere Abfallgebühren.

Hintergrund
Der Bußgeldkatalog tritt mit Veröffentlichung im Ministerialblatt in Kraft. Informationen zum Bußgeldkatalog und ein Informationsflyer stehen auf der Webseite des MULE bereit.
Rechtsvorschriften und Organisation der Abfallentsorgung in Sachsen-Anhalt (via sachsen-anhalt.de)

Einige Beispiele aus dem Katalog:
Zigarettenkippe/ Zigarettenfilter: 20 bis 40 Euro
Hausmüllsäcke: 80 bis 400 Euro
Waschmaschine: 250 bis 700 Euro
Auto: 800 bis 3.500 Euro
Asbesthaltige Bauabfälle: 1.500 bis 15.000 Euro