277 Bewerbungen auf einen Studienplatz im Rahmen der Landarztquote

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Magdeburg. MS/LSA. Für die ab Oktober 2020 zur Verfügung stehenden 21 Studienplätze im Rahmen der Landarztquote Sachsen-Anhalt sind 277 Bewerbungen eingegangen. „Die große Resonanz freut uns sehr“, so Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne und Burkhard John, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Kassenärztliche Vereinigung führt das Bewerbungsverfahren für das Land Sachsen-Anhalt durch. Rund 200 Bewerberinnen und Bewerber erfüllen die Voraussetzungen, um am weiteren Bewerbungsverfahren teilzunehmen. Sie werden zu einem Studierfähigkeitstest eingeladen, der Mitte Mai stattfindet. Grimm-Benne: „Das Bewerbungsverfahren ist eine Chance für diejenigen, die Medizin studieren wollen, aber keinen Abiturschnitt von 1,0 vorweisen können. Denn hier zählen – neben der Abiturnote, die nur mit 10 Prozent gewertet wird – vor allem die Berufserfahrung und das Testergebnis.“

Im Rahmen des Tests – der dieses Jahr situationsbedingt online stattfindet – wird neben der allgemeinen Studierfähigkeit die Motivation und persönliche Eignung der Bewerberinnen und Bewerber für eine hausärztliche Tätigkeit in einer ländlichen Region geprüft. „Die Landarztquote ist ein wesentlicher Baustein, um auch zukünftig die hausärztliche Versorgung in ländlich geprägten Regionen Sachsen-Anhalts sicherstellen zu können. Bereits heute sind über 300 Hausarztstellen in Sachsen-Anhalt unbesetzt“, so Dr. Burkhard John. Die Bewerber und Bewerberinnen, die einen der Studienplätze an den Universitäten Magdeburg und Halle erhalten, verpflichten sich zu einer zehnjährigen hausärztlichen Tätigkeit in Sachsen-Anhalt nach Absolvierung ihres Studiums und der Facharzt-Weiterbildung.

Sachsen-Anhalt hatte als eines der ersten Bundesländer ein Landarztgesetz beschlossen und im Februar 2020 erstmals 5 Prozent der Studienplätze an den Universitäten Magdeburg und Halle im Rahmen der Landarztquote ausgeschrieben. Eine Bewerbung war bis Ende März möglich.