„Digitale Agenda“: Wirtschaftsministerium fördert Digitalisierung von Musikschulen

„Digitale Agenda“: Wirtschaftsministerium fördert Digitalisierung von Musikschulen mit 200.000 Euro. Foto: Wirtschaftsministerium.

Magdeburg. MW/LSA. Um öffentliche Musikschulen in Sachsen-Anhalt fit für die digitale Zukunft zu machen, fördert das Wirtschaftsministerium ein entsprechendes Projekt des Landesverbandes der Musikschulen Sachsen-Anhalt e.V. (LVdM) im Rahmen der „Digitalen Agenda“ mit 200.000 Euro. Dadurch können alle 20 LVdM-Einrichtungen mit entsprechender Technik ausgestattet werden; so werden u. a. alle fest angestellten Lehrkräfte ein digitales Endgerät erhalten. Darüber hinaus sollen im Rahmen einer Studie in Kooperation mit der Hochschule Magdeburg-Stendal vor Ort Workshops stattfinden, um den Einsatz digitaler Medien bei der musikpädagogischen Arbeit zu optimieren. Inklusive eines Eigenanteils von 50.000 Euro investiert der LVdM insgesamt 250.000 Euro.

Digitalisierungs-Staatssekretär Thomas Wünsch hat den Förderbescheid über 200.000 Euro an LVdM-Geschäftsführer Dr. Christian Reineke überreicht. Wünsch sagte: „In Corona-Zeiten spielt die Musik vor allem online. Die Pandemie stellt Musikschulen und -schüler vor große Herausforderungen. Deshalb unterstützen wir den Landesverband dabei, in die technische Basis für digitalen Unterricht zu investieren und diesen an die musikpädagogischen Bedürfnisse anzupassen. Von diesem Schritt in die digitale Zukunft werden die Musikschulen und deren Unterrichtsqualität auch nach Corona profitieren.“

Christian Reineke betonte: „Unser Ziel ist es, die Akteure an den Musikschulen zu vernetzen und ihre digitalen Kompetenzen zu stärken. Hierzu wird das Projekt inhaltlich durch Prof. Dr. Michael Herzog und seine Forschungsgruppe SPiRIT von der Hochschule Magdeburg-Stendal begleitet. Durch Ideen- und Kreativwerkstätten sowie Vor-Ort-Workshops sollen die spezifischen Herausforderungen der einzelnen Musikschulen mit Blick auf Leitbild, Standort oder pädagogisch-didaktische Schwerpunkte berücksichtigt werden. Das Ergebnis wird dann in einer wissenschaftlichen Studie veröffentlicht.“

Der Leiter der Forschungsgruppe SPiRIT der Hochschule Magdeburg-Stendal, Prof. Dr. Michael Herzog, sagte: „Dieses Projekt passt sehr gut zu unserem Forschungs- und Entwicklungsportfolio der Bildungstechnologien für Kunst und Kultur. Die Zusammenarbeit mit einem der bundesweit am besten aufgestellten Musikschulverbände war von Anfang an eine große Bereicherung für uns.“