Sachsen-Anhalt: 41 % Gesamtimport-Anteil aus Nachbarstaaten

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Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Im Wert von 6,4 Mrd. Euro wurden 2020 Waren aus den unmittelbaren Nachbarstaaten von Deutschland nach Sachsen-Anhalt importiert. Dies entsprach einem Anteil am Gesamtimport von 41 %. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich der Europawoche mitteilt, stieg somit der Anteil der Waren, die auf kürzerem Weg nach Sachsen-Anhalt importiert wurden an der Gesamteinfuhr um 11 Prozentpunkte gegenüber 2010. Waren, die in die deutschen Nachbarländer exportiert wurden, hatten 2020 einen Wert von 7,4 Mrd. Euro und einen Anteil am Gesamtexport von 46 %. Gegenüber 2010 war dies nahezu unverändert.

Im Außenhandel lagen 2020 die Anteile der Importe wie auch der Exporte zwischen allen europäischen Ländern und Sachsen-Anhalt am jeweiligen Gesamtwert gleich auf bei etwa 80 %. Gegenüber 2010 gab es nur eine Veränderung bei den Importen (-3 Prozentpunkte). Bei der Betrachtung der Warenbewegungen zwischen den Ländern der Europäischen Union (seit 2020 ohne das Vereinigte Königreich) und Sachsen-Anhalt betrug 2020 der Anteil der Importe 57 % und der Exporte 64 % am jeweiligen Gesamtwert. Gegenüber 2010 (ebenfalls ohne das Vereinigte Königreich) gab es einen deutlichen Anstieg bei den Importen (+17 Prozentpunkte) und die Exporte blieben konstant.

Neben dem Außenhandel war auch der Tourismus europäisch geprägt. Die meisten Gäste kamen 2020 aus den Nachbarländern Niederlande (21.022), Polen (14 851) und Dänemark (13.200). Der Anteil der Gäste dieser Länder an allen ausländischen Gästen betrug 42 %. Die längste durchschnittliche Aufenthaltsdauer hatten europäische Gäste aus Litauen (8,3 Tage), Kroatien (7,3 Tage) und Slowenien (6,6 Tage). 2010 verweilten am längsten die Gäste der europäischen Länder Ungarn (5,9 Tage), Zypern (5,1 Tage) und Rumänien (5,0 Tage).