Landtagswahl 2021: Durchführung der repräsentativen Wahlstatistik

Wahlen

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Wie bereits bei früheren Landtagswahlen wird auch am 06. Juni 2021 auf der Grundlage des § 55 des Wahlgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (LWG) zusätzlich zur Feststellung des allgemeinen Wahlergebnisses eine wahlstatistische Sonderauszählung in ausgewählten Wahlbezirken des Landes vorgenommen.

Anhand der repräsentativen Wahlstatistik erfolgt eine Analyse der Wahlergebnisse unter demografischen Gesichtspunkten. Sie vermittelt ein spezifisches Bild der politischen Willensäußerung der Wählerinnen und Wähler. Erhoben werden Angaben über die Wahlbeteiligung und die Stimmenabgabe jeweils nach Geschlecht und Altersgruppen. Um die Wahlstatistik durchführen zu können, wird auf den amtlichen Stimmzetteln ein Unterscheidungsmerkmal nach Geschlecht und Geburtsjahresgruppe angebracht:

Quelle: Statistisches Landesamt/LSA.

Die Kennzeichnung der Stimmzettel lässt keine Rückschlüsse auf das Stimmverhalten einzelner Wählerinnen und Wähler zu, da die Wahlbezirke in ihrer Größe so ausgewählt wurden, dass die Stimmabgabe in keinem Fall erkennbar wird. Außerdem erfolgt die statistische Auszählung der Stimmzettel der repräsentativen Wahlstatistik nicht im Wahllokal selbst, sondern nach der Wahl im Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt in Halle (Saale). Sowohl das Wahlgeheimnis als auch der Datenschutz bleiben damit gewahrt.

Im Unterschied zu den Wählerbefragungen, die die Wahlforschungsinstitute entweder vor dem Wahltag oder am Wahltag selbst nach der Wahlhandlung durchführen, spiegelt die repräsentative Wahlstatistik die tatsächliche Wahlbeteiligung und Stimmabgabe wieder. Sie beruht nicht auf Umfragedaten, sondern auf der Auswertung der Stimmzettel in den ausgewählten Wahlbezirken. Sie bildet somit anonym das Wahlverhalten zum Zeitpunkt der Stimmabgabe ab.