Für die Wälder der Zukunft: Was wir jetzt tun müssen

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Dalbert stellt bei Regierungserklärung den Aufbau klimastabiler Mischwälder, nachhaltige Bewirtschaftung und die stoffliche Nutzung von Holz in den Mittelpunkt

Magdeburg. MULE/LSA. Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert hat heute im Landtag von Sachsen-Anhalt eine Regierungserklärung zum Thema „Für die Wälder der Zukunft: Was wir jetzt tun müssen“ gehalten. Sie schilderte die aktuelle Schadenssituation aufgrund der Klimakrise und appellierte erneut eindringlich, klimastabile Mischwälder aufzubauen und diese nachhaltig zu bewirtschaften. Darüber hinaus forderte sie, die stoffliche Nutzung von Holz, zum Beispiel beim Bauen, weiter voranzubringen.

„Seit 2017 befindet sich die Forstwirtschaft in Sachsen-Anhalt und Deutschland in einer Extremsituation, die niemand erwartet hätte. Diese Extremsituation kam nicht zufällig, sondern ist eine Folge der Klimakrise. In unseren Wäldern müssen großflächige Wiederaufforstungen stattfinden. Dies muss an einen klimastabilen Waldumbau gekoppelt sein. Mehrere Baumarten gemeinsam bilden den klimastabilen Mischwald. Damit wird das Risiko auf mehrere Baumarten verteilt. Das ist die einzig sinnvolle Strategie. Die bisherige Forstwirtschaft und Monokulturen sind gescheitert“, sagte sie.

Mit Blick auf Holz als heimischen Rohstoff ergänzte sie: „Der Wald der Zukunft braucht Ideen und Innovationen. Ich bin überzeugt, dass bei der stofflichen Nutzung von Holz noch mehr möglich ist. Weitere Unternehmensansiedlungen könnten gerade dem Strukturwandel im Süden Sachsen-Anhalts große Impulse geben. Wir haben jetzt die einmalige Chance, die Wälder Sachsen-Anhalts zukunftsfest zu machen, damit sie der Klimakrise trotzen können. Dabei sitzen Holzwirtschaft und Ökologie in einem Boot. Der Wald der Zukunft wird am besten nachhaltig bewirtschaftet.“