Sachsen-Anhalts Bauhauptgewerbe verzeichnet Umsatzrückgang im I. Quartal 2021

Baustelle
© H@llAnzeiger

Mehr Auftragseingängen im Wohnungsbau und Straßenbau

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Die Betriebe des Bauhauptgewerbes in Sachsen-Anhalt verbuchten im Zeitraum Januar bis März 2021 einen baugewerblichen Umsatz in Höhe von 380 Mill. Euro und damit einen Umsatzrückgang von 83,5 Mill. Euro bzw. 18,0 % im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresumsatz. Zu diesem Minus haben alle Bausparten beigetragen, darunter am stärksten der gewerbliche und industrielle Tiefbau (-26,2 Mill. Euro bzw. -19,7 % gegenüber dem I. Quartal 2020 auf 107,0 Mill. Euro).

Mit insgesamt 17.075 tätigen Personen waren Ende des I. Quartals 2021 etwa 0,4 % weniger Menschen im sachsen-anhaltischen Bauhauptgewerbe beschäftigt als zum vergleichbarem Zeitpunkt 2020. Diese Beschäftigten leisteten an 62 Arbeitstagen (I. Quartal 2020: 63 Arbeitstage) insgesamt gut 3,9 Mill. Arbeitsstunden und bezogen Entgelte in Höhe von 139,2 Mill. Euro (-8,3 % bzw. -1,9 %). Dabei wies der Wirtschaftszweig „Bau von Straßen“ die meisten Beschäftigten auf (4.388 tätige Personen; +1,8 %), deren geleistetes Arbeitspensum und Entlohnung belief sich aufgrund von saisonalen Einflüssen auf insgesamt 0,9 Mill. Arbeitsstunden bzw. auf insgesamt 33,5 Mill. Euro (-11,2 % bzw. -1,0 %).

Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalts bezifferten sich im I. Quartal 2021 auf einen Gesamtwert von 537,1 Mill. Euro, der damit nominal um 0,9 % höher lag als vor Jahresfrist. Während der gewerbliche und industrielle Hochbau sowie der öffentliche Hochbau rückläufige Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresquartal erfuhren, hatten die anderen Bausparten des Wirtschaftssektors um zumindest 10,0 % (Wohnungsbau) höhere Auftragseingänge als im vergleichbarem Vorjahreszeitraum aufzuweisen.

Bei den befragten Betrieben handelt es sich um Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr tätigen Personen.