“Karl Lagerfeld. Fotografie. Retrospektive” als digital erweiterte Ausstellung mit integriertem Medienguide

Halle. KStM/LSA. Nicht zuletzt ausgelöst durch die coronabedingte Schließung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) entstand in den vergangenen Wochen und Monaten in Zusammenarbeit mit der Firma Betacom ein neuer digitaler Guide durch die noch bis 6. Januar 2021 laufende Lagerfeld-Retrospektive. Dieser Guide liefert schon während des Rundgangs im Museum viele zusätzliche Bild-, Text-, Audio- und Video-Informationen, die bei Nutzung der webbasierten Plattform ortsunabhängig zudem mit einem 360°-Rundgang durch die Ausstellung verbunden sind. Damit wird die Präsentation, die aufgrund der internationalen Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie nicht wie im angestrebten Maß für Interessierte aus der ganzen Welt zugänglich ist, einem noch breiteren Publikum weltweit eröffnet.

Screenshot pocket.art. Bild: Dropbox/pocket.art/KStM.

In Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) und vielen weiteren Partnern entwickelte die Firma Betacom eine neue Software: pocket.art. Diese ist nicht nur ein Tool für die Erstellung von Audio- und Text-Guides sowie eine volle digitale Version der jeweiligen Ausstellung mit zusätzlichen Inhalten, sondern darüber hinaus auch ein Tool für Kuratoren zur digitalen Organisation von Ausstellungsprojekten. Die derzeit erfolgreich im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) laufende Ausstellung „Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“ ist Pilotprojekt und bietet den Auftakt für die Veröffentlichung von „pocket.art“.

Thomas Bauer-Friedrich, Direktor des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) zum neuen Medienguide: „Ich freue mich sehr, dass es mit diesem Tool gelingt, Ausstellungen, in denen sehr viel Arbeit und Logistik steckt, künftig – und vor allem auch in Zeiten von pandemiebedingten Reisebeschränkungen – global erfahrbar zu machen und somit noch mehr Menschen die Möglichkeit zu bieten, unser Museum und weitere Museen zu entdecken!“

Pocket.art bietet die Inhalte auch auf Englisch (und natürlich weiteren Sprachen) und beinhaltet zusätzlich Module mit vielfältigen Möglichkeiten zur Kunstvermittlung sowie offene Schnittstellen, die anderen Softwarehäusern erlauben, weitere Module zu entwickeln. „Auf diese Weise kann pocket.art eine leistungsstarke und vor allem unabhängige Alternative zu Google Arts & Culture werden“, so Simeon Kazianis, Entwicklungschef bei Betacom in Frankfurt am Main.

In der Einführungsphase bis zum 18. Oktober 2020 ist die App kostenlos nutzbar. Ab dem 19. Oktober 2020 steht die webbasierte Nutzung weltweit gegen ein einmaliges Nutzungsentgelt von 3,99 Euro zur Verfügung. Für Besucher der Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) ist die Nutzung während des Ausstellungsrundgangs kostenfrei.