Stadtmuseum lädt zum nächsten „Treffpunkt Stadtgeschichte” ein

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Halle. Stadtmuseum. Unter dem Thema „Solebad und Fürstengarten – Halle als Kurort” lädt das Stadtmuseum Halle am Mittwoch, 3. Juni, 10 Uhr, zum nächsten „Treffpunkt Stadtgeschichte“ ein. Der Rundgang mit anschließender Diskussion führt an diesem Vormittag durch die Dauerausstellung „Entdecke Halle!“.

In der Ausstellung erinnern Stadtmodell, Souvenirgläser, Trinkbecher und ein Ölgemälde von Bad Wittekind aus dem Jahre 1854 an eine Zeit, als die Saalestadt mit Kurangeboten touristisch zu punkten versuchte. Vor über 200 Jahren sollte die einheimische Wirtschaft durch den Kurbade-Betrieb angekurbelt werden. Zunächst die Reil´sche Badeanstalt, später die Anlagen um den Wittekind-Solebrunnen lockten zahlreiche Badegäste nach Halle.

Neben gesundheitsfördernden Sole-Anwendungen waren zusätzliche Unterhaltungsangebote für die Kurgäste gefragt. So öffnete eigens dafür 1811 in der vormaligen „Schulkirche“ – dem heutigen Standort des Universitäts-Hauptgebäudes – das erste Theater in Halle seine Pforten. Tagsüber lud der großzügig wieder angelegte „Fürstengarten“ zwischen Saale und heutigem Robert-Franz-Ring lud zum Flanieren ein. Erst die Industrialisierung ließ Ende des 19. Jahrhunderts aus dem „Kurort Halle“ eine Stadt der Fabriken und rauchenden Schlote werden.

Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass auch im Stadtmuseum Halle die aktuellen Bestimmungen zur Eindämmung von SARS-CoV-2 und zum Schutz der Besucher*innen und Mitarbeiter*innen gelten. Alle Abstands- und Hygieneregeln sind strikt einzuhalten sowie entsprechenden Hinweisen und Anordnungen des Besucherservice Folge zu leisten.