Neue Sonderausstellung in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale)

Halle. StGSt/RO/LSA. Ab Donnerstag, dem 01. Oktober 2020 ist in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) die Sonderausstellung „In Lagern – Schicksale deutscher Zivilisten im östlichen Europa 1941 – 1955“ zu sehen.

Im Zuge der Niederlage des nationalsozialistischen Deutschlands im Zweiten Weltkrieg wurden über eine Million deutscher Zivilisten in Lager verschleppt. Sie stammten aus den deutschen Ostgebieten, aus Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Jugoslawien, aber auch aus der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR. Die Gesamtzahl der deportierten Deutschen innerhalb der Sowjetunion wird auf rund 1,1 Millionen Menschen geschätzt.

Die Ausstellung will das Schicksal der Betroffenen ins öffentliche Bewusstsein bringen. Sie beschreibt die politische Ausgangssituation, die Motive für die Lagerbildung, einzelne dieser Lager sowie die dortigen Lebensbedingungen. Mit Zitaten von Zeitzeugen und deren Erinnerungen in dokumentarischer und literarischer Form macht die Ausstellung das persönliche Empfinden erlebbar.

Sie wird in Kooperation mit der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen und dem Bund der Vertriebenen präsentiert und ist bis zum 15. Dezember 2020 während der Öffnungszeiten der Gedenkstätte zu sehen.

Öffnungszeiten
Montag und Freitag 10:00 – 14:00 Uhr
Dienstag bis Donnerstag 10:00 – 16:00 Uhr
Jedes erste Wochenende im Monat 13:00 – 17:00 Uhr
(Samstag und Sonntag)

Es gelten die coronabedingten Vorgaben beim Besuch der Gedenkstätte: Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Maske, Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m sowie der Hygieneregeln.

Der Eintritt ist frei.