Updates der Stadt Halle (Saale) zum Corona-Virus

+++ Aktuelle Informationen der Stadt Halle (Saale) +++
Die Stadtverwaltung bittet Bürgerinnen und Bürger, auf die amtlichen Informationen der Stadt Halle (Saale) zu achten. Diese, von der Stadtverwaltung bekannt gegebenen Informationen, finden Sie auf dieser Seite. Alle Video-Pressekonferenzen finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Stadt.

   » zur 8. Allgemeinverfügung für Halle (Saale) vom 16.11.2020
   » Testmöglichkeiten in Halle (Saale) und im Saalekreis
   » Corona-Virus: Verordnungen im Überblick

27. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Neuinfektionen am heutigen Freitag: 27

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 27. Die Altersaufteilung der 12 Frauen und 15 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18:   3
19-29:   5
30-49:   7
50-69:   5
Über 70:   7

2. Infizierte in der Stadt: 332 (-15)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 82,33 (+/-0). Identisch, weil auch vorige Woche Freitag 27 Fälle gemeldet wurden. Bleibt aber Höchstwert. Die Warnstufe bleibt bei Rot.

4. Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 40 (+2)
davon Intensivbehandlungen: 18 (+4)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 21 (+1)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 6 (+1)
Leider haben wir heute von einem weiteren Todesfall erfahren. Gestern ist ein 83-jähriger Mann an einer Covid-19-Infektion im Bergmannstrost gestorben.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 309 (+38 im Vergleich zum Vortag)  
(davon 9 Reiserückkehrer)
Gesamtsumme der Infizierten: 1.547 (+27)
Anzahl der Geheilten: 1.194 (+41)
Anrufe gestern an den Hotlines: 1.729
(Corona: 357; Bürgertelefon: 1.372)

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:
Privates Umfeld: 14 Neuinfektionen;
Hier bestehten direkte Kontakte zu Infizierten innerhalb der Familie oder innerhalb des Freundeskreises.

Alten und Pflegeeinrichtungen: 4 Neuinfektionen
– 3 Fälle Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung in der Werrastraße
– 1 Fall betrifft Mitarbeiterin im Cura-Seniorencentrum

Medizinischer Sektor: 5 Neuinfektionen;
– 2 Fälle medizinisches Personal Uniklinik und Bergmannstrost
– 2 Fälle niedergelassene Ärzte (1x Allgemeinmediziner, 1x Zahnärztin)
– 1 Fall Patient mit Kontakt zu anderem positiven Patient

Schulen und Kitas (Gemeinschaftseinrichtung): 4 Neuinfektionen; betroffen sind:
– Kita Frohsinn – Hier ist ein Kind betroffen.
– Albrecht Dürer Schule – Der Fall betrifft eine Lehrkraft.
– Sport-Sekundarschule – Betroffen ist hier ein Schüler der Klasse 5s.
– Schule „Am Lebensbaum“ – Auch hier ist eine Lehrkraft betroffen.

Zudem hat das Thomas-Müntzer-Gymnasium darüber informiert, dass es heute alle Schülerinnen und Schüler im Homeschooling unterrichtet. Hintergrund sind zwei Infektionen bei einem Schüler und einer Lehrkraft. Die Schulleitung erstellt nun genaue Kontaktlisten und stimmt die Maßnahmen mit dem Fachbereich Gesundheit ab.
Auch die Leitungen der eingangs genannten Gemeinschaftseinrichtungen stehen allesamt im Kontakt mit dem Fachbereich Gesundheit. Die Leitungen können Auskunft geben über den Umfang von Quarantänen. Zum Teil galten an den Schulen bereits Quarantänen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 19 Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 13 Kontrollen, in…
– 4 Gaststätten,
– 1 Geschäft,
– 1 Freizeiteinrichtung,
– 2 Beherbergungsstätten,
– 2 Kosmetikstudios
– 3 Personengruppen.
Dabei gab es keine Verstöße.

Zur 9. Allgemeinverfügung:
Der Pandemiestab hat gestern Abend die 9. Allgemeinverfügung beschlossen. Die Verfügung wird nötig, da die 8. Allgemeinverfügung am kommenden Montag ausläuft.

Die Ziele der neuen Verfügung sind:

– Es geht um Maßnahmen, die dazu beitragen, dass wir die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt wieder auf unter 50 senken und eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern.
– Diese Maßnahmen müssen wirksam, aber zugleich verhältnismäßig sein.
– Dies ist gerade mit Blick auf die Weihnachts-Feiertage und die zu erwartenden Feierlichkeiten zum Jahreswechsel eine große Herausforderung.
– Deshalb wird die Allgemeinverfügung einen etwas längeren Gültigkeitszeitraum umfassen als die Vorgänger-Verfügung. Sie tritt am Dienstag, 01.12.2020 in Kraft und gilt bis zum 15. Januar 2021.

Was ändert sich nun konkret in der neuen Allgemeinverfügung? Ich möchte gern die wesentlichen Punkte nennen:
– Unverändert bleiben die Vorgaben zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an den bekannten Orten: Altstadt, Leipziger Straße, Genscher-Platz. Uhrzeit: 8-20 Uhr.
– Zudem im öffentlichen Raum immer dann, wenn 1,5 Meter nicht eingehalten werden können.
– Stichworte zu den Neuerungen:
– Quarantäne-Zeiträume   [Anmerkung der Redaktion: Verkürzung auf 10 bzw. 5 Tage]
– Präzisierungen zu Kohorten und Abstrich-Orten (Gemeinschaftseinrichtungen)

Zu Einzelheiten der Allgemeinverfügung:
Die Allgemeinverfügung ergänzt die landesweit geltende Eindämmungsverordnung. Die Landesregierung arbeitet hier gegenwärtig ebenfalls an einer modifizierten Fassung.
Grundsätzlich mein Appell: Die Pandemie fordert weiterhin viel von uns ab. Ich bitte Sie: Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.
Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!

Corona-Held*in des Tages
Unsere Corona-Heldin ist heute Kathrin Langheinrich. Sie betreibt in der Großen Brunnenstraße 63 einen Bio-Lebensmittel-Laden.
Frau Langheinrich steht von Montag bis Samstag täglich in ihrem Geschäft. In diesen Tagen bietet sie für ihre ältere Kundschaft noch einen weiteren Service an: Für Senioren, die nicht selbst in den Laden kommen können, liefert sie die Lebensmittel nach Hause. Und der Hund wird in abendlicher Runde auch noch ausgeführt. Diese Hilfe leistet sie – quasi als 2. Schicht – nach ihrer Arbeit im Geschäft – kostenlos und ehrenamtlich.
 Das ist tolle Nachbarschaftshilfe findet der Pandemiestab der Stadt und sagt Kathrin Langheinrich deshalb ganz herzlich: Danke.”

26. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Neuinfektionen am heutigen Donnerstag: 31

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 31. Die Altersaufteilung der 12 Frauen und 19 Männer stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 3
18-29 Jahre: 11
30-49 Jahre: 6
50 Jahre bis 69: 6
Über 70: 5

2. Infizierte in der Stadt: 347 (+31) – neuer Höchstwert

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 82,33 (+3,33). Gestiegen, weil vorige Woche Donnerstag 23 Fälle gemeldet wurden. Neuer Höchstwert. Die Warnstufe bleibt bei Rot.

4. Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 38 (+1)
davon Intensivbehandlungen: 14 (+/-0)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 20 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 5 (+/-0)

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 271 (+42 im Vergleich zum Vortag) 
(davon 6 Reiserückkehrer)
Gesamtsumme der Infizierten: 1.520 (+31)
Anzahl der Geheilten: 1.153 (+/-0)
Anrufe gestern an den Hotlines: 1.539
(Corona: 434; Bürgertelefon: 1.105)

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:
Wir haben in der Stadt ein diffuses Infektionsgeschehen:

Privates Umfeld: 14 Neuinfektionen; Direkte Kontakte zu Infizierten innerhalb der Familie oder innerhalb des Freundeskreises. Hier liegen zudem zahlreiche Kontaktketten zu Kollegen vor.

Berufliches Umfeld: 2 Neuinfektionen
– Betroffen sind hier ein Mitarbeiter der Stadtwerke und medizinisches Personal des Elisabeth-Krankenhauses.

Alten und Pflegeeinrichtungen: 3 Neuinfektionen
– Zwei Fälle betreffen Mitarbeiterinnen eines mobilen Pflegedienstes
– Ein Fall betrifft eine Mitarbeiterin im Cura-Seniorencentrum

Hochschulen / Universität: 7 Neuinfektionen;
– In fünf Fällen sind Studierende der MLU betroffen.
– Ein Fall betrifft einen Studierenden der Hochschule Merseburg.
– Ein Fall betrifft eine Studierende einer Universität in Österreich.

Schulen und Kitas (Gemeinschaftseinrichtung): 5 Neuinfektionen; betroffen sind:
– die Grundschule Kröllwitz – Klasse 1b
– eine Lehrkraft der die Sekundarschule Halle-Süd
– eine Lehrkraft der Grundschule Kastanienallee
– die Kita „Fuchs und Elster“
– und eine Lehrkraft einer Schule im Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Die Schulleitungen stehen allesamt im Kontakt mit dem Fachbereich Gesundheit und können Auskunft geben über den Umfang von Quarantänen. Zum Teil galten an den Schulen bereits Quarantänen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 15 Verstöße festgestellt.

Darüber hinaus erfolgten 6 Kontrollen, in…
– 2 Gaststätten
– und 4 Geschäften
Dabei gab es keine Verstöße.

Zu den Bund-Länder-Beschlüssen von gestern Abend:
Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder haben gestern die aktuelle Infektionslage in Deutschland beraten. Im Resultat wurde der Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember 2020 verlängert, hinzu kommen einige verschärfende Maßnahmen. Dies muss jetzt ins Landesrecht umgesetzt werden.

Insgesamt begrüße ich die Ergebnisse. Wir können damit gut arbeiten. Die Stadt Halle möchte verhindern, dass die Infektionszahlen in Halle weiter steigen.

Ziel ist es, eine Überlasung des Gesundheitssystems zu verhindern. Es gilt, die Inzidenz der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche auf unter 50 zu drücken. Dazu sind alle nicht notwendigen Kontakte zu vermeiden. Bleiben Sie möglichst zu Hause.

Dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, sind die AHA+AL Regeln einzuhalten: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und Lüften Sie regelmäßig.

Die neue Allgemeinverfügung der Stadt Halle, die am Dienstag nächster Woche in Kraft tritt, wird gegenwärtig vorbereitet, darüber werde ich morgen berichten.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!

Corona-Held*in des Tages
Unsere Corona-Helden des Tages sind heute die Akteure der Schüler-Firma des Lyonel-Feininger-Gymnasiums. Die Zehntklässler um Bao-Khang Nguyen, Alina Lewandowski und Jasper Feneis arbeiten ausgediente Computer auf. Unterstützt werden die Schüler von Lehrer Andreas Wunsch und der stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins der Schule, Uta Bräuner. Bislang konnten bereits 7 instandgesetzte Geräte an Schülerinnen und Schüler – die keinen eigenen Computer haben – übergeben werden. 
Der Pandemiestab der Stadt sagt dem Team der Schülerfirma herzlich Danke für die Umsetzung dieser tollen Initiative und die Hilfsbereitschaft.”

25. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 28.
Die Altersaufteilung der elf Frauen und 17 Männer stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 5
18-29 Jahre: 6
30-49 Jahre: 9
50 Jahre und älter: 8

2. Infizierte in der Stadt: 316 (+5)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 79,00 (-0,42).
Leicht gesunken, weil vorige Woche Mittwoch 29 Fälle gemeldet wurden. Die Warnstufe bleibt bei Rot.

4. Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 37 (+3)
davon Intensivbehandlungen: 14 (-1)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 20 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 5 (+/-0)

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 229 (-109 im Vergleich zum Vortag) 
Gesamtsumme der Infizierten: 1.489 (+28)
Anzahl der Geheilten: 1.153 (+23)

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:
Privates Umfeld: 17 Neuinfektionen
Diese 17 Fällen lassen sich auf direkte Kontakte zu Infizierten innerhalb der Familie oder innerhalb des Freundeskreises zurückführen.

Berufliches Umfeld: 6 Neuinfektionen
Diese Fälle sind direkten Kontakten während der unmittelbaren Berufsausübung zuzuordnen. Betroffen sind: 

    • die Bahnhofsmission
    • die Bundespolizei
    • ein Unternehmen im Bereich Elektrik-Installation und eine Physiotherapie-Praxis
    • und in zwei Fällen die Logistik-Bereiche von Einzelhandels-Unternehmen

  • Schulen und Kitas (Gemeinschaftseinrichtung): 5 Neuinfektionen; betroffen sind:
    • die Kita „Eigensinn“ – Grüne Gruppe; hier hat die Kita-Leitung entschieden, die Kita in dieser Woche zu schließen.   
    • Grundschule Radewell – Klasse 3
    • Lyonel Feininger Gymnasium – Klasse 9/2
    • Saaleschule – Kohorte in der 5. Klasse
    • Freie Schule Bildungsmanufaktur – Klasse 5

Zur Schnelltest-Offensive an der Universitätsklinik
Die Universitätsklinik hat im Zuge des erhöhten Infektionsgeschehens mit 38 positiven Fällen bei 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie zwölf Patientinnen und Patienten seit Mitte November eine Schnelltest-Offensive bei ihren Mitarbeitern durchgeführt. Gestern hat die Klinikleitung den Fachbereich Gesundheit über die Ergebnisse informiert. Die Kernpunkte möchte ich gern vorstellen:

    • Zwischen dem 13.11. und 17.11. wurden 2.701 Schnelltests bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt.
    • Sieben Schnelltests fielen positiv aus, sechs wurden durch PCR bestätigt.

Die Universitätsklinik hat als Konsequenz aus dem Infektionsgeschehen Maßnahmen eingeleitet. So wurden beispielweise die Einlass-Mechanismen überarbeitet, beim Betreten des Klinikums muss inzwischen wieder ein Fragebogen ausgefüllt werden. Für die kommende Woche sind weitere Testungen geplant. Fallen die Ergebnisse negativ aus, werden die im Zuge des Infektionsgeschehens vorübergehend geschlossenen Bereiche ab kommender Woche Mittwoch wieder den Betrieb aufnehmen.

Zur heutigen Stadtratssitzung:
Der Stadtrat wird heute um 14 Uhr wie geplant in der Händel-Halle tagen. Der Pandemiestab hat gemeinsam mit der Stadtratsvorsitzenden die nötigen Hygiene-Maßnahmen abgestimmt. So ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für alle Anwesenden verpflichtend; dafür werden FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Zudem werden alle 2 Stunden halbstündige Pausen eingelegt. Diese Zeit wird benötigt, um einen kompletten Luftaustausch (mit Frischluft) im Saal herbeizuführen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden zehn Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 17 Kontrollen, darunter:

    • 6 Gaststätten
    • 5 Park-Anlagen
    • 3 Geschäfte,
    • 3 Personengruppen.

Dabei gab es drei Verstöße in Ladengeschäften.

Aus gegebenem Anlass möchte wir an dieser Stelle noch einmal auf die Pflichten hinweisen, die auf der Grundlage der Eindämmungsverordnung durch die Inhaber von Geschäften zu erfüllen sind. Neben den Hygienemaßnahmen heißt es zudem in § 7a:

„…Ladengeschäfte dürfen für den Publikumsbetrieb nur öffnen, wenn die betroffene Einrichtung über die Maßgaben des § 7 Abs. 1 und 4 hinaus durch Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen sicherstellt, dass sich in den Räumlichkeiten sowie auf dem Außengelände je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche nur ein Kunde im Geschäft aufhält.“

Angesichts des aktuellen Infektionsgeschehen möchte ich noch einmal darauf hinweisen: Alle nicht zwingend erforderlichen Kontakte sind zu vermeiden!

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!

Corona-Held*in des Tages
Unsere Corona-Helden heute sind die Busbegleiter der Grundschule „Hanoier Straße“. Das Team um Ronny Wagner und Susanne Maurer vom Schulelternrat und den Bundesfreiwilligendienstlern Juliane Thienel und Heike Bessler sorgen täglich für den sicheren und den Pandemievorschriften entsprechenden Transport von der Grundschule zum Ausweichstandort in der Ottostraße.
Dies gelang ihnen auch gestern reibungslos, unter den besonderen Bedingungen der Evakuierung und Absperrung von Teilen der Silberhöhe auf Grund der Bombenentschärfung. Alle Kinder wurden sicher nach Hause begleitet.
Der Pandemiestab der Stadt sagt dem Team um Ronny Wagner für den besonderen Einsatz am gestrigen Tag ganz herzlich Danke.”

24. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 33.
Die Altersaufteilung der 18 Frauen und 15 Männer stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 3
18-29 Jahre: 3
30-49 Jahre: 14
50 Jahre und älter: 13

2. Infizierte in der Stadt: 311 (+12)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 79,42 (+4,58).
Gestiegen, weil vorige Woche Dienstag 22 Fälle gemeldet wurden. Damit liegt ein neuer Höchstwert in der Inzidenz vor. Die Warnstufe bleibt bei Rot.

4. Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 34 (+1)
davon Intensivbehandlungen: 15 (+1)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 20 (+1)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 5 (+1)

Berichten müssen wir leider über einen weiteren Todesfall. Es handelt sich um eine 93-jährige Frau, die gestern an einer Corona-Infektion im Diakonie-Krankenhaus gestorben ist.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 338 (+264 im Vergleich zum Vortag)
Gesamtsumme der Infizierten: 1.461 (+33)
Anzahl der Geheilten: 1.130 (+20)

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:
Privates Umfeld: 10 Neuinfektionen

    • Acht Fälle gehen auf familiäre Kontakte zu Infizierten zurück.
    • Ein Fall ist der Kontakt zu einem Bekannten außerhalb des eigenen Hausstandes.
    • In einem Fall wurde angegeben: „Ich war nur einkaufen.“ Hier wird weiter ermittelt.

Berufliches Umfeld: 9 Neuinfektionen

    • Fünf Fälle betreffen Mitarbeiter im Außendienst aus Unternehmen im Dienstleistungs-Sektor.
    • Ein Fall betrifft den Teilnehmer einer Maßnahme. Hier laufen noch die Ermittlungen.

Alten- und Pflegeeinrichtungen: 3 Neuinfektionen

    • Betroffen sind eine Heimbewohnerin und eine Mitarbeiterin des Cura-Seniorencentrums.
    • Hinzu kommt ein Mitarbeiter mit Kontaktkette in die Einrichtung in der Werrastraße.

Medizinische Einrichtungen/Krankenhäuser: 7 Neuinfektionen

    • In einem Fall ist medizinisches Personal des Diakonie-Krankenhauses betroffen.
    • Betroffen sind medizinisches Personal (fünf Fälle) sowie eine Reinigungskraft im BG Klinikum Bergmannstrost.

Schulen und Kitas (Gemeinschaftseinrichtung): 4 Neuinfektionen; betroffen sind:

    • die Kita „Maxl“ – Gruppe 2
    • die Grundschule Neumarkt und der Hort des DRK
    • die Saaleschule  – Klasse 10a
    • die Schule „Am Lebensbaum“

Wir hatten gestern die Rücksprache mit den Schulleitern. Ich bin gebeten worden darauf hinzuweisen, dass Infizierte ihre Gemeinschaftseinrichtung unverzüglich über die Feststellung des Gesundheitsamtes oder des Arztes informieren müssen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 17 Verstöße festgestellt.

Darüber hinaus erfolgten 22 Kontrollen, darunter

    • 6 Gaststätten,
    • 2 Spielhallen,
    • 7 Geschäfte,
    • 1 Freizeiteinrichtung,
    • 1 Frisör,
    • 5 Personengruppen.

Dabei gab es sieben Verstöße: alle in Geschäften.

Alle nicht zwingend erforderlichen Kontakte sind zu vermeiden!  Lassen Sie uns gemeinsam über diese schwierige Zeit kommen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!”

23. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 28.
Die Altersaufteilung der 13 Frauen und 15 Männer stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 1
18-29 Jahre: 5
30-49 Jahre: 10
50 Jahre und älter: 12

2. Infizierte in der Stadt: 299 (+10)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 74,84 (+4,15). Gestiegen, weil vorige Woche Montag 18 Fälle gemeldet wurden. Damit liegt ein neuer Höchstwert in der Inzidenz vor. Die Warnstufe bleibt bei Rot.

4. Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 33 (+8)
davon Intensivbehandlungen: 14 (+4)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 19 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 4 (+/-0)

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 74 (-36) 
Gesamtsumme der Infizierten: 1.428 (+28)
Anzahl der Geheilten: 1.110 (+18)

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:

Privates Umfeld: 12 Neuinfektionen
Diese Fälle gehen auf familiäre Kontakte zu Infizierten oder auf Kontakte zu infizierten Bekannten zurück. In zwei Fällen sind Studierende der MLU betroffen. Weitere Kontaktketten führen in berufliche Kontexte: in das Landesverwaltungsamt, in ein Logistik-Unternehmen und eine Wohnungsgenossenschaft.

Berufliches Umfeld: 6 Neuinfektionen

    • Vier Fälle sind Dienstleistungs-Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. zuzuordnen (Versicherung, Gebäudemanagement, Nagelstudio, Juwelier).
    • Ein Fall ist einem Unternehmen der Medizin-Branche zuzuordnen.
    • Ein Fall ist der Universitätsklinik zuzuordnen.

Alten- und Pflegeeinrichtungen: 6 Neuinfektionen

    • Vier Fälle betreffen Bewohnerinnen und Bewohner des Alten- und Pflegeheims am Böllberger Weg
    • In einem Fall ist eine Mitarbeiterin des Cura-Seniorencentrums betroffen.
    • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter eines privaten Pflegedienstes.

Schulen und Kitas (Gemeinschaftseinrichtung): 4 Neuinfektionen; betroffen sind:

    • die Kita „Goldenes Schlüsselchen“
    • der Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe
    • die „Competenz-Werkstatt Beruf“
    • sowie eine Lehrkraft einer Schule im Saalekreis.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurde ein Verstoß festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 42 Kontrollen, darunter
– 9 Gaststätten,
– 7 Park-Anlagen,
– 8 Spielhallen,
– 12 Geschäfte,
– 5 Beherbergungsstätten,
– 1 Wettbüro.
Dabei gab es keine Verstöße.

Die Beamten der Polizei haben gestern bei einer Kontrolle einen Verstoß gegen eine Quarantäne-Anordnung festgestellt.
Alle nicht zwingend erforderlichen Kontakte sind zu vermeiden!  Lassen Sie uns gemeinsam über diese schwierige Zeit kommen.
Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!

Corona-Held*in des Tages
Unser Dank geht heute an die Leiterinnen der Kita Reideburg, Petra Eisert, an die Leiterin der Kita „Am Stadtpark“ Jacqueline Gawlitta, und die Leiterin der Kita „Dorothea Erxleben“, Petra Kühne. Sie sind heute unsere Corona-Heldinnen des Tages – stellvertretend für alle Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertageseinrichtungen in unserer Stadt.
Die Erzieherinnen und Erzieher sorgen nicht nur in den schwierigen Tagen der Pandemieeinschränkungen für Sicherheit, Geborgenheit und einen reibungslosen Ablauf bei der Betreuung der ihr anvertrauten Kinder. Es gelingt ihnen auch, die Einschränkungen, die die Pandemie im Kita-Alltag mit sich bringt, präzise und klar an die Eltern zu vermitteln. Dabei haben sie ein offenes Ohr für jede Nachfrage, kümmern sich um die nötigen Informationen und sorgen sie für ein behütetes und herzliches Umfeld.
Der Pandemiestab sagt vielen Dank an die Kita-Teams in unserer Stadt.”

22. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am heutigen Sonntag in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Neuinfektionen am heutigen Sonntag: 31

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
Neuinfektionen in der Stadt: 31.
Die Altersaufteilung der 14 Frauen und 17 Männer stellt sich wie folgt dar:

Personen unter 18 Jahre: 9
18-29 Jahre: 3
30-49 Jahre: 6
50 Jahre und älter: 13

Infizierte in der Stadt: 289 (+4)

7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 70,69 (+4,16). Gestiegen, weil vorige Woche Sonntag 21 Fälle gemeldet wurden. Die Steigerung heute lässt sich jedoch auf einen Hotspot zurückführen – dazu später mehr.

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 25 (-6)
davon Intensivbehandlungen: 10 (-3)

Zahl der Toten: zu beklagen 19 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 4 (+/-0) 

Weitere statistische Angaben zum Tage:
– Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 110 (-247)
(davon 11 Reiserückkehrer)
– Gesamtsumme der Infizierten: 1.400 (+31)
– Anzahl der Geheilten: 1.092 (+27)
– Anrufe gestern am Bürgertelefon: 190 (Corona: 139; Bürgertelefon: 51)
– Schulen mit Quarantänen: 25
– Schüler in Quarantäne: 1.004 von 30.742 (= 3,27 Prozent), 12 sind infiziert
– Lehrer in Quarantäne: 105, 12 sind infiziert
– Kita-Kinder in Quarantäne: 176 von ca. 10.100 (= 1,74 Prozent), 3 sind infiziert

Aktuell ist für die Schule „Am Lebensbaum“ durch die Stadt Halle eine Empfehlung zur kompletten Schließung erfolgt. Zudem hat der Eigenbetrieb Kita die Einrichtung am Lutherstraße kurzzeitig komplett geschlossen. Hier ist die Wiederöffnung für kommende Woche vorgesehen. Die Schließung der Grundschule Kröllwitz ist nicht auf Weisung der Stadt erfolgt, sondern eine Maßnahme der Schulleitung.

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:
Privates Umfeld: 
6 Neuinfektionen
. Diese Fälle gehen auf familiäre Kontakte zu Infizierten oder auf Kontakte zu infizierten Bekannten zurück. In einem Fall ist ein Studierender betroffen, der aber nicht an Präsenzveranstaltungen teilgenommen hatte.

Berufliches Umfeld: 
5 Neuinfektionen. 
Zwei Fälle sind der Universitätsklinik zuzuordnen. Zwei Fälle sind Unternehmen des Dienstleitungssektors zuzuordnen. Ein Fall betrifft erneut die Stadtverwaltung.

Alten- und Pflegeeinrichtungen (Gemeinschaftseinrichtung):
12 Neuinfektionen.
Allein 10 dieser Fälle sind einem neuen Hotspot, dem Alten- und Pflegeheim in der Werrastraße zuzuordnen. Hier hatten wir beim ersten Auftreten eines Infektionsgeschehens sofort mit einer Schnell-Testung aller Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reagiert.
Ein weiterer Fall betrifft eine Bewohnerin der Einrichtung im Gustav-Weidanz-Weg, ein Fall eine Mitarbeiterin in einer Alten- und Pflegeeinrichtung im Saalekreis.

Schulen und Kitas (Gemeinschaftseinrichtung):
8 Neuinfektionen
; betroffen sind:

    • Grundschule am Kirchteich, die Klasse 3a, 4a und der Hort (3 Fälle)
    • Elisabeth Gymnasium, die Klasse 6e
    • Grundschule Kröllwitz, die Klasse 2b
    • Grundschule Glaucha, die Klasse 2b
    • Grundschule Dölau, die 2. Klasse
    • Kita „Onkel Uhu“ – Gruppe Regenbogen

Auch an dieser Stelle noch einmal die Erinnerung: Das Vorgehen bei Infektionsfällen in Gemeinschaftseinrichtungen ist inzwischen über unsere Allgemeinverfügung geregelt. Die dort aufgelisteten Maßnahmen – geregelt unter Punkt 3.4 – sind also zwingend durch die Leitungen der Einrichtungen umzusetzen, auch wenn noch keine Kontaktaufnahme durch den Fachbereich Gesundheit erfolgt ist.

Hintergrund: AV zur Quarantäne in Gemeinschaftseinrichtungen: Wortlaut 3.4: „Ist ein SARS-CoV-2-Infizierter Mitglied einer Kohorte in Schulen, Horten und Kindergärten (=Gemeinschaftseinrichtungen), so haben sich alle Mitglieder der Kohorte unverzüglich in eine 14-tägige häusliche Quarantäne zu begeben. Die Quarantäne endet 14 Tage nach dem Tag des letzten Kontaktes eines Mitgliedes der Kohorte zu dem SARS-CoV-2-Infizierten. Zeigen sich Symptome auf eine SARS-CoV-2-Infektion, so ist unverzüglich der Fachbereich Gesundheit zu informieren. Zeigen sich keine Symptome, so können die Mitglieder der Kohorte nach Ablauf der 14 Tage ihre jeweilige Gemeinschaftseinrichtung wieder besuchen.“

Zum Thema Sicherheit und Ordnung am heutigen Tag:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 5 Verstöße festgestellt.

Darüber hinaus erfolgten14 Kontrollen, darunter:
3 Geschäfte,  hier wurden in allen Geschäften Verstöße festgestellt
1 Freizeiteinrichtung, sowie 10 Personengruppen, hier gab es keine Verstöße.

Zur Inzidenz-Entwicklung der vergangenen Woche (siehe Grafiken):

Balkendiagramm: 7-Tage-Inzidenz. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Balkendiagramm: 7-Tage-Inzidenz. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Vergleich der 7-Tage-Inzidenz mit Sachsen-Anhalt und Deutschland. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Vergleich der 7-Tage-Inzidenz mit Sachsen-Anhalt und Deutschland. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Behandlungen in städtischen Krankenhäusern. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Behandlungen in städtischen Krankenhäusern. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Diagramm zu möglichen Infektionsquellen. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Diagramm zu möglichen Infektionsquellen. Grafik: Stadt Halle (Saale).

Gesamt-Inzidenz seit Sonntag 15.11.:
69,44 – 69,85 – 70,27 – 73,18 – 73,18 – 71,52 – 66,53 – 70,69
Wochen-Fazit: Die Inzidenz ist hoch, aber konstant, die heutige Steigerung kam durch einen Hotspot zustande.

Ü-50-Inzidenz seit Sonntag 15.11.: 
19,96 – 18,71 – 19,13 – 20,37 – 21,21 – 20,79 – 17,05 – 21,21
Wochen-Fazit: Tendenz konstant, nur leichte Erhöhung, Änderungen wie heute sind auf Hotspots zurückzuführen

Hinweis zur Grafik zu den Infektionsquellen:
Die Auswertung stellt eine grobe Orientierung dar, wo Infektionsgeschehen ursächlich aufgetreten sind. Die Trennlinien lassen sich in der Praxis jedoch nicht immer eindeutig definieren. Beispielsweise hat ein Infektionsgeschehen in einer Gemeinschaftseinrichtung häufig auch Gründe im familiären Umfeld oder umgekehrt.

Bewertung und Ausblick
Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, liegt im bundesweiten Durchschnitt bei 139. In der Stadt Halle (Saale) liegt die Zahl aktuell bei 70 und ist seit mehreren Tagen konstant.

Mit dem sogenannten Teil-Lockdown im November, dem befristeten Herunterfahren bestimmter gesellschaftlicher Aktivitäten, wurde ein exponentieller Anstieg der Corona-Infektionszahlen verhindert. Dies ist ein Erfolg aller Beteiligten. In der Stadt Halle (Saale) wird auf jeden festgestellten Hotspot sofort reagiert, regelmäßig mit sofortiger Quarantäne und umfangreichen Testungen. Schnelles Handeln ist und bleibt die Grundlage für den Erfolg. 

Dennoch: Die Infektionszahlen stagnieren auf hohem Niveau; in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens entwickeln sich täglich neue Infektionsketten.

Auf die Frage, müssen wir die Maßnahmen des Bundes akzeptieren oder auf eine stärkere Regionalität des Landes Sachsen-Anhalt drängen, kommt es nicht an. Die Zahlen sind aktuell zu hoch. Auch in der Stadt Halle (Saale).

Die aktuellen Ziele der Stadt Halle (Saale) sind deshalb: 

    • die Inzidenz auf unter 50 zu senken und
    • die Krankenhäuser handlungsfähig zu halten. 

Bis eine Herdenimmunität erreicht ist, z. B. durch freiwilliges Impfen ab Dezember/Januar, wird es weiterhin Einschränkungen geben. Eine überwiegende Akzeptanz der Menschen wird es dafür weiterhin geben, wenn die Maßnahmen nachvollziehbar sind. 

Das heißt, es braucht einen Plan über Ziele und Folgen. Was passiert, zu welchem Zeitpunkt? Dabei sind die aktuellen Gegebenheiten der Pandemie zu berücksichtigen. Aber auch Hotspots, die nicht in eine Inzidenz einfließen sollten, wenn sie vollständig kontrolliert werden können. Dazu gehören zum Beispiel Alten- und Pflegeheime, die im Falle einer großen Infektionslage vollständig geschlossen werden müssen. Zu berücksichtigen ist auch die Auslastung der Krankenhäuser.

In einem Maßnahmen-Paket sollte dargestellt werden, was passiert, wenn die Inzidenzzahl steigt bzw. sinkt. So könnte die Politik für Bürgerinnen und Bürger Klarheit, Transparenz und Vertrauen schaffen, über einen längeren Zeitraum. 

Aus meiner Sicht gelingt dies um so mehr, wenn die Menschen durch ihr eigenes Verhalten bei der Eindämmung der Pandemie mithelfen können, die gesetzten Ziele zu erreichen (Eigenverantwortung) und die Folgen ihres Handelns zu erkennen – und eben nicht alle zwei Wochen mit einer Diskussion über Maßnahmen konfrontiert werden. Anreize können die eigene Motivation stärken.

Deshalb auch die klare Forderung an das Land: Schaffen wir es, die Inzidenzzahl in der Stadt Halle (Saale) wieder auf unter 50 zu senken, dann sollte die Eindämmungsverordnung des Landes den Kommunen die Möglichkeit eröffnen, Corona-Maßnahmen aussetzen zu dürfen. 

Unter diesen Prämissen unterbreitet der Pandemiestab der Stadt Halle (Saale) folgenden Vorschlag: (siehe Grafik)

Grafik: Stadt Halle (Saale).
Grafik: Stadt Halle (Saale).

Corona-Held*in des Tages
Heute sind unsere Corona-Helden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Vereins „Ein Schutzengel für Kinder“. Organisiert von Annett Thödtmann sind rund 20 Helferinnen und Helfer als Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren insbesondere in Wohngruppen sozialer Träger, aber auch in Horten und Freizeiteinrichtungen unterwegs. 
Die Helferinnen und Helfer haben ihren Einsatzschwerpunkt im Stadtteil Südpark in Halle-Neustadt. Sie unterstützen in Zeiten erheblicher Kontaktbeschränkungen nicht nur beim Erledigen von Hausaufgaben – vielmehr sind sie in diesen Tagen auch Zuhörer, Freund und Spielkamerad. Sie motivieren mit viel Einfühlungsvermögen und stärken damit das Selbstvertrauen von Kindern und Jugendlichen.
Vielen Dank, liebe Frau Thödtmann, für ihren Einsatz und den Ihrer Helferinnen und Helfer.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!”

21. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 20.
Die Altersaufteilung der 8 Frauen und 12 Männer stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 4
18-29 Jahre: 6
30-49 Jahre: 8
50 Jahre und älter: 2

2. Infizierte in der Stadt: 285 (-23)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 66,53 (-4,99). Deutlich gesunken, weil vorige Woche Samstag 32 Fälle gemeldet wurden.

4. Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 31 (-3)
davon Intensivbehandlungen: 13 (+/-0)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 19 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 4 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 357 (+54) 
(davon 15 Reiserückkehrer)
Gesamtsumme der Infizierten: 1.369 (+20)
Anzahl der Geheilten: 1.065 (+43)
Anrufe gestern am Bürgertelefon: 2.112 (Corona: 983; Bürgertelefon: 1.129)

Zu den Recherche-Ergebnissen:
Privates Umfeld: 13 Neuinfektionen:
diese Fälle gehen auf familiäre Kontakte zu Infizierten und auf Kontakte zu infizierten Bekannten zurück – teilweise im Rahmen privater Feiern.

Berufliches Umfeld: 3 Neuinfektionen. Die Fälle sind zuzuordnen:
– einem Sozialprojekt für Jugendliche
– einem Unternehmen der Automobil-Industrie
– der Stadtverwaltung

Gemeinschaftseinrichtungen: 4 Neuinfektionen; betroffen sind:
– die Saaleschule, Klasse 8b
– die Heinrich-Heine-Schule, Klasse 5d
– der Hort Abenteuerland – betroffen ist hier eine Mitarbeiterin
– die Kita Pustelinchen

Kontaktketten bestehen in diesen Fällen auch in Gemeinschaftseinrichtungen: die MLU und in die Kita Zwergenhaus
Auch an dieser Stelle noch einmal die Erinnerung: Das Vorgehen bei Infektionsfällen in Gemeinschaftseinrichtungen ist inzwischen über unsere Allgemeinverfügung geregelt. Die dort aufgelisteten Maßnahmen – geregelt unter Punkt 3.4 – sind also zwingend durch die Leitungen der Einrichtungen umzusetzen, auch wenn noch keine Kontaktaufnahme durch den Fachbereich Gesundheit erfolgt ist.

Hintergrund: AV zur Quarantäne in Gemeinschaftseinrichtungen: Wortlaut 3.4
„Ist ein SARS-CoV-2-Infizierter Mitglied einer Kohorte in Schulen, Horten und Kindergärten (=Gemeinschaftseinrichtungen), so haben sich alle Mitglieder der Kohorte unverzu¨glich in eine 14-tägige häusliche Quarantäne zu begeben. Die Quarantäne endet 14 Tage nach dem Tag des letzten Kontaktes eines Mitgliedes der Kohorte zu dem SARS-CoV-2-Infizierten. Zeigen sich Symptome auf eine SARS-CoV-2-Infektion, so ist unverzu¨glich der Fachbereich Gesundheit zu informieren. Zeigen sich keine Symptome, so können die Mitglieder der Kohorte nach Ablauf der 14 Tage ihre jeweilige Gemeinschaftseinrichtung wieder besuchen.“

Zur Senioren-Begegnungsstätte in der Werrastraße:
Ich habe gestern an dieser Stelle über drei Infektionsfälle in einer Senioren-Begegnungsstätte in der Werrastraße berichtet. Im Zuge dieses Infektionsgeschehen wurden gestern bei allen Besuchern der zugehörigen Alten- und Pflegeeinrichtung Schnelltests durchgeführt. Zehn dieser Tests waren positiv – hier werden heute PCR-Tests zur Bestätigung durchgeführt.

Zum Infektionsgeschehen in Krankenhäusern:
Im Universitätsklinkum wurden Schnelltests für alle Mitarbeiter*innen am 12.11.2020 angeordnet, also vor 9 Tagen. Die Abschlussergebnisse werden nach erneuter Rücksprache mit dem Krankenhausleitung nun am kommenden Dienstag vorliegen. Zudem ist heute eine Ärztin der COVID Station positiv auf das Virus getestet worden; weitergehende Maßnahmen werden derzeit abgesprochen.
Im Elisabeth-Krankenhaus gibt es aktuell sowohl einen medizinischen Mitarbeiter als auch einen Patienten, die im Schnelltest-Verfahren positiv getestet wurden. Die erforderlichen PCR Tests laufen, die Personen sind isoliert.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 9 Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 56 Kontrollen, darunter…
– 8 Gaststätten,
– 2 Spielhallen,
– 3 Geschäfte,
– 1 Freizeiteinrichtung,
– 2 Beherbergungsstätten.
Dabei gab es keine Verstöße.

Hinzu kamen 40 Kontrollen von Personengruppen. Hier gab es 6 Verstöße, allesamt auf dem Marktplatz.
Lassen Sie uns gemeinsam über diese schwierige Zeit kommen. Wir setzen dabei stark auf Eigenverantwortung und klare Zielvorgaben. Oft werde ich danach gefragt, wie man sich in der Öffentlichkeit richtig während der Pandemie verhält, bei all den vielen Vorschriften.

Kurz kann man auf diese Fragen antworten: Sie machen alles richtig, wenn Sie: Alle nicht zwingend erforderlichen Kontakte vermeiden!  Und: In der Öffentlichkeit eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
Wie üblich am Sonntag folgt morgen die ausführliche statistische Wochenauswertung der Pandemielage. Dazu bereiten wir die Zahlen der vergangenen Woche auf und geben klare Handlungsempfehlungen.
Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!

Wir schließen die tagesaktuelle Berichterstattung wie immer mit der Corona-Held*in des Tages ab:
Carmen Kleemann ist unsere Corona-Heldin am heutigen Tag. Sie organisiert mit weiteren Ehrenamtlichen das Café Amal in der (gesprochen: Brizius) St. Briccius-Gemeinde in Trotha.
Das gemeinde-unabhängige Café ist Treffpunkt von Geflüchteten aller Altersgruppen, die dort zu Gesprächen, Deutsch-Unterricht und thematischen Abenden zusammenkommen. In diesen Tagen ist ein normaler Betrieb in der Begegnungsstätte nicht möglich. Dennoch hält Frau Kleemann den Kontakt zu ihren Gästen aufrecht: Sie steht als Ansprechpartnerin für Einzeltreffen weiter zur Verfügung.
Trotz des vielfach erhöhten Zeitaufwandes kann sie dadurch viele Geflüchtete und Hilfsbedürftige weiter unterstützen, unter anderem beim Lernen der deutschen Sprache, bei Problemen im Alltag sowie bei Ämter- und Arztbesuchen.
Liebe Frau Kleemann, Ihnen ein herzliches Dankeschön für Ihr Engagement.”



Ältere Beiträge finden Sie hier:

»  Chronologie: Corona-Virus in Halle (Saale)


Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Herausgabe der Zahlen und Statistiken erfolgt durch die Stadt Halle (Saale).