Updates der Stadt Halle (Saale) zum Corona-Virus

+++ Aktuelle Informationen der Stadt Halle (Saale) +++
Die Stadtverwaltung bittet Bürgerinnen und Bürger, auf die amtlichen Informationen der Stadt Halle (Saale) zu achten. Diese, von der Stadtverwaltung bekannt gegebenen Informationen, finden Sie auf dieser Seite. Alle Video-Pressekonferenzen finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Stadt.

» 6. Allgemeinverfügung der Stadt Halle (Saale) vom 21.10.2020 (PDF)
» zur 8. Eindämmungsverordnung für Sachsen-Anhalt vom 15.09.2020
» Corona-Teststationen in Halle (Saale) und im Saalekreis

25. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am heutigen Sonntag um 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Wichtiges kurz und knapp:

  • Zahl der heutigen Neuinfektionen: 6
  • aktuell Infizierte in der Stadt: 225
  • 7-Tage-Inzidenz: 50,73
  • im Krankenhaus behandelte Personen: 9 (+1)
  • davon notwendige Intensivbehandlungen: 2
  • Gesamtsumme der Infizierten: 767
  • zu den Neuinfektionen:
    3 Frauen und 3 Männer
    jüngster Fall: Baby Jahrgang 2020

    Altersverteilung
    – unter 18 Jahre: 1
    – 18-30 Jahre: 2
    – 30-50 Jahre: 2
    – über 50 Jahre: 1

  • gestern 208 Kontrollen “Maskenpflicht”: keine Verstöße
  • Schulbeginn ab Montag: alle Einrichtungen Präsenzunterricht, außer für Kohorten an 8 Schulen und 1 Hort (Quarantäne)
  • keine Schule muss komplett geschlossen werden
  • Schulleiter sollen kleine Kohorten bilden
  • Eltern sollten ihre Kinder zu Hause lassen, wenn positive Fälle im Haushalt auftreten
  • Appell: soziale Kontakte reduzieren/vermeiden, unnötige Reisen unterlassen und AHA-Regel einhalten
  • Stadt hat einen Frage-Antwort-Katalog für Eltern vorbereitet [Dokument folgt]
  • evtl. vor den Ferien ausgehändigte Fragebögen der Schulen bitte ausfüllen und in die Schule mitbringen

Antworten aus der Fragerunde:

  • Berufspendler: Ausnahmeregelung des Landes; bei Symptomen nicht zur Arbeit pendeln und testen lassen
  • Verstöße gegen Maßnahmen (z.B. große Partys) melden: Polizei oder Ordnungsamt
  • Martin-Luther-Universität: Abstimmung zum Semesterstart morgen
  • Kohorten-Größe für Schulen: entsprechende Jahrgangsstufe sollte nicht überschritten werden (Empfehlung des Bildungsministeriums)
  • temporäre Maskenpflicht im Unterricht kann unter Umständen von den jeweiligen Schulen eingeführt werden – auf Landesebene aktuell noch nicht verpflichtend; einige Gymnasien der Stadt haben das Tragen einer Maske im Unterricht in Erwägung gezogen
  • Infektionsketten-Nachverfolgung aktuell noch möglich, wenn auch intensiver geworden; nicht alle Kontaktpersonen kooperieren von Beginn an (ungenaue oder falsche Angaben)
  • Staffelung von Unterricht: Schulen müssten dies mit Landesschulamt klären
  • Ausfüllen von Gesundheitsfragebögen für Schüler*innen: Angabe zum Aufenthalt in einem Risikogebiet der letzten 14 Tage – damit ist ein Gebiet außerhalb der Stadt Halle (Saale) gemeint

24. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am Samstag um 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Samstag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 33 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 219 (+24)
Höchster Wert überhaupt bisher – Höchststand zuvor 210 am 4. April
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 54,05 (+6,65) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
Auch das ist Höchststand. Damit befindet sich die Stadt Halle (Saale) in der Warnstufe ROT.
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 8 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 321 (-42)
davon 32 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 761 (+33)
Anzahl der Geheilten: 528 (+9)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 33 Neuinfektionen:
Die 33 Neuinfektionen verteilen sich auf 19 Frauen und 14 Männer zwischen Jahrgang 1923 und 2018. Die Aufteilung in Altersgruppen ergibt sich wie folgt:

– Unter 18 Jahre: 17
– 18-30 Jahre: 3
– 30-50 Jahre: 9
– Über 50: 4

Die Altersaufteilung zeigt, dass wir einen erhöhten Anteil an jüngeren Menschen verzeichnen, die sich infiziert haben. Erneut konzentriert sich das Infektionsgeschehen dabei auf Familien und strahlt damit auch in die Schulen und andere Gemeinschaftseinrichtungen.

Allein 8 Fälle betreffen Schüler (7 Schüler) und Lehrer (1 Lehrer) der Gemeinschaftsschule Kastanienallee, sechs davon aus der 9. Klasse. In vielen dieser Fälle stammen die positiven Tests aus Abstrichen, die zum Ende der Quarantäne genommen werden. Dies bestätigt uns in unserer Strategie, Quarantänen nur zu beenden, wenn ein negativer Endabstrich vorliegt. Dies wird in vielen anderen Städten und Landkreisen nicht so gehandhabt.

Eine weitere neu betroffene Gemeinschaftseinrichtung ist:
–    eine Sprachschule in Halle-Neustadt

Um Eltern und Lehrkräften zum Schulstart eine bessere Orientierung zu bieten, werden wir morgen alle betroffenen Gemeinschaftseinrichtungen im Überblick darstellen. Dabei werden wir auch erläutern, was die jeweilige Situation für den Besuch der jeweiligen Gemeinschaftseinrichtung konkret bedeutet.

So wird mit der erhöhten Anzahl von Infektionen an der Grund- und Gemeinschaftsschule „Kastanienallee“ ab Montag für mehrere Klassen kein regulärer Unterricht möglich sein. Der Fachbereich Gesundheit hat das Landesschulamt über diese Situation informiert. Die Schulleitungen werden konkrete Maßnahmen ergreifen.
Zudem stellen wir eine Checkliste vor, die Eltern für den Schulstart eine praktische Hilfe bieten soll und auf unserer Internetseite abrufbar sein wird.

Darüber hinaus möchte ich der Vollständigkeit halber noch den Fall nachtragen, der gestern zwar in der Pressekonferenz bereits Thema war, aber in meiner Auflistung noch nicht zur Sprache gekommen ist: Von einem positiven Fall ist auch das Kinder- und Jugendschutz-Zentrum in der Klosterstraße betroffen. Hier gilt nun eine Quarantäne für die gesamte Einrichtung.

In einigen Fällen laufen aktuell noch die Ermittlungen des Fachbereichs Gesundheit.

Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen in den Familien haben wir eine städtische Veranstaltung, die heute von 11 bis 18 Uhr auf der Oberburg Giebichenstein geplant war, kurzfristig abgesagt. Wir bitten alle Gäste um Verständnis.  

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern bei ihren Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt 442 mündliche Verwarnungen ausgesprochen. Dabei setzten die angesprochenen Passanten sofort eine Mund-Nasen-Bedeckung auf. 4 Personen verweigerten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes; in diesen Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Dabei hat sich erneut der Eindruck bestätigt, dass der größte Teil der Hallenserinnen und Hallenser das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung umsetzt. Dafür ein ausdrücklicher Dank des Pandemiestabes.

Zur Diskussion um die Ü 50-Inzidenz:
Wie Sie mitbekommen haben, gibt es seit einigen Tagen unter Experten die Anregung, die Erfassung der 7-Tage-Inzidenz zu modifizieren und diese Inzidenz auf Fälle der Risikogruppe Über-50-Jahre einzugrenzen. Der Pandemiestab der Stadt hat die Idee in den vergangenen Tagen aufgegriffen und diskutiert. Ich möchte Ihnen dazu gern einmal eine Grafik einblenden:

Quelle: Stadt Halle (Saale).
Quelle: Stadt Halle (Saale).

Die blauen Balken zeigen den Anstieg der 7-Tage-Inzidenz im Monat Oktober. Der rote Balken daneben erfasst positive Tests nur von Patienten, die über 50 Jahre alt sind. Sie sehen: Diese Ü50-Inzidenz liegt aktuell recht konstant um den Wert 15 herum. Am heutigen Tag liegen wir bei 13,31, da unter den 33 positiven Fällen nur 3 in diese Alterskategorie gefallen sind.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
Wie seit Beginn der Pandemie informiert die Stadt fortlaufend auf ihrer Internetseite über den aktuellen Stand. Ich bitte alle Einwohnerinnen und Einwohner: Informieren Sie sich bitte über die offizielle Internetseite der Stadt. Und informieren Sie sich auch grundsätzlich nur über glaubwürdige Quellen.

Bei Fragen zum Thema Corona steht Ihnen der Fachbereich Gesundheit telefonisch unter 0345 / 221-3238 oder per E-Mail an corona@halle.de zur Verfügung. Wir bitten dabei um die vollständige Angabe Ihrer Kontaktdaten. Auch an den Wochenenden sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch von 9 bis 16 Uhr zu erreichen.

Bei Symptomen steht Ihnen die Corona-Teststation in der Magdeburger Straße an sieben Tagen die Woche zur Verfügung. Sie hat  Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Wir haben heute erstmals die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten. Damit gilt die Stadt Halle nach den bundesweit geltenden Kriterien als Risikogebiet. Diese Entwicklung kommt mit dem Blick auf die vergangenen Tage nicht überraschend.

Genau deshalb haben wir in Halle festgelegt, schon ab einer Inzidenz von 35 Maßnahmen zu ergreifen. Das gibt uns die Chance, nun zu beobachten, wie sich die Maßnahmen auf das Infektionsgeschehen auswirken.

Klar ist aber: Nur, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten, das Virus einzudämmen, werden wir damit Erfolg haben.
Deutschlandweit steigen die Zahlen auf Rekordhöhen. Pro Tag liegen wir aktuell bundesweit bei über 14.000 neuen Corona-Infektionen.

Weltärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery hat verkündet: Ab 20.000 Infektionen gerät das Gesundheitssystem in Deutschland an seine Grenzen und möglicherweise sei dann der nächste Lockdown fällig. Bis dahin bleiben zwei Wochen Zeit. Zeit, in der wir auch wissen, ob unsere bereits am vergangenen Mittwoch eingeiteten Maßnahmen wirken – es dauert regelmäßig 10 Tage, bis ein messbarer Effekt eintreten.

Neben der geltenden Maskenpflicht durch die Allgemeinverfügung gilt der Appell auf Grund der heute eingetretenen Warnstufe ROT unmissverständlich:

Verringern Sie die sozialen Kontakte.
Treten  Sie nur noch eine Reise an, wenn diese zwingend notwendig ist.
Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der 1,5-Meter-Abstand nicht durchgehend eingehalten werden kann.

Ich wünsche allen:
Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich.
Und bleiben Sie vor allem gesund!

Antworten aus der Fragerunde:

  • Personen im Krankenhaus: Alter Ü50; Intensivpatient*innen sind stabil
  • durch Differenzierung von Inzidenz-Gruppen (nach Alter) wird es jedoch keine Differenzierung der Maßnahmen in unterschiedlichen Stadtgebieten geben
  • private Veranstaltungen: max. 15 Personen (inkl. Personal in Gaststätten); sonst wird eine Ausnahmegenehmigung benötigt
  • ein Lock-Down ist aktuell nicht “geplant”, Maßnahmen müssen erst Erfolge zeigen – solange kein exponentieller Anstieg zu verzeichnen ist

23. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Freitag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 23 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 195 (+20)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 47,40 (+3,33) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 8 (-1)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 363 (+71)
davon 32 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 728 (+23)
Anzahl der Geheilten: 519 (+3)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Anrufe am Bürgertelefon am gestrigen Tag: 612

Zu den 23 Neuinfektionen:
Die 23 Neuinfektionen verteilen sich auf elf Frauen und zwölf Männer zwischen Jahrgang 1960 und 2013. Die Aufteilung in Altersgruppen ergibt sich wie folgt:

    • unter 18 Jahre: 9
    • 18-30 Jahre: 3
    • 30-50 Jahre: 5
    • über 50: 6

Wie in den vergangenen Tagen ist der Großteil der Infektionen privaten Kontakten zuzuordnen. Die Kontaktermittlungen laufen gegenwärtig noch. Erneut lassen sich aber bereits Kontaktketten in Gemeinschaftseinrichtungen feststellen. Betroffen sind:

    • die Kita Schatztruhe
    • die Kita im Schafschwingelweg in Heide-Nord
    • das Georg-Cantor-Gymnasium (Klassen 8, 11)
    • das Christian-Wolff-Gymnasium (Klasse 9)
    • die Grundschule Kastanienalle (Klasse 2)
    • die Gesamtschule Kastanienallee (Klasse 9)
    • die BBS Gutjahr

Zudem mussten wir bei den Neuinfektionen Kontakte in den Rettungsdienst sowie in eine Musikschule im Saalekreis feststellen. In drei Fällen lagen Reisen in andere Bundesländer vor, teilweise explizit zur Teilnahme an Feiern.

Zum Semesterbeginn an der Universität:
Der Pandemiestab hat gestern Professor Tietje, den Rektor der Martin-Luther-Universität, eingeladen, um die Maßnahmen für die Universität zu diskutieren.

Die Universität hat erfreuliche Einschreibe-Zahlen. So werden rund 4.300 Studierende in ihr erstes Semester starten. Wir sind mit der Universität in ständiger Abstimmung, wie wir die Begrüßungsveranstaltungen durchführen. Am Montag werden wir dazu eine finale Entscheidung treffen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 2.500 Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt durchgeführt. Nach Schätzungen der Ordnungskräfte trugen rund 90 Prozent eine Mund-Nasen-Bedeckungen. Dafür möchte ich mich im Namen der Stadt Halle bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die dazu beitragen, dass es nicht zu einem exponentiellen Anstieg der Inzidenzzahl in unserer Stadt kommt.

Heute Morgen haben wir von einem Übergriff auf einen Straßenbahnfahrer der HAVAG erfahren. Der Fahrer hatte einen Fahrgast auf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hingewiesen. Während einer Pause kurz nach Mitternacht lauerte der Angesprochene dem Fahrer auf und griff ihn an. Ein Notarzt versorgte den Fahrer. Der Angreifer wurde anschließend gestellt und der Polizei übergeben. Die Havag hat Anzeige erstattet.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
Wir erleben, dass der allergrößte Teil der Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt die Maßnahmen, die wir mit der Allgemeinverfügung erlassen haben, mittragen. Genauso wissen wir aber auch, dass diese Maßnahmen nicht jedem gefallen. Wir müssen mit dieser Kritik leben.

Entscheidungen müssen in der gegenwärtigen Situation innerhalb kürzester Zeit, von einem Tag auf den anderen im Stab für Außergewöhnliche Ereignisse (kurz Pandemiestab) getroffen werden. Innerhalb weniger Stunden ändert sich die Situation in der Stadt. Der Stab, der aktuell aus 18 Personen besteht, muss reagieren.

Es ist an der Zeit, dass sich jeder Gegner der Maßnahmen einmal Gedanken macht, wie groß die Eingriffe in sein Leben denn tatsächlich sind. Wer Motorrad fährt, trägt einen Helm ohne darüber zu diskutieren. Und wer andere vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen möchte, trägt die Maske. Nicht für sich selbst, sondern für den Mitmenschen, der dadurch geschützt wird.

Allen Kritikern sei gesagt: Ja, wir wissen noch immer viel zu wenig über dieses Virus. Was wir aber wissen, ist, dass wir es – anders als die Grippe – noch nicht durch eine Impfung bekämpfen können. Und solange dies der Fall ist, braucht es Masken und Kontaktminimierung.

Ja, es sind Eingriffe in die Freiheit jedes Einzelnen. Aber diese Eingriffe fallen durch die Allgmeinverfügung aktuell minimal aus. Bitte helfen Sie, dass dies so bleibt.

Tragen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung, wenn Sie sich im öffentlichen Raum aufhalten oder eine Veranstaltung besuchen. Wir appellieren an die Einsicht alle Einwohnerinnen und Einwohner. Und: Halten Sie den Personenkreis zu dem ein physischer Kontakt besteht, möglichst konstant.

Wie seit Beginn der Pandemie informiert die Stadt fortlaufend auf ihrer Internetseite über den aktuellen Stand. Ich bitte alle Einwohnerinnen und Einwohner: Informieren Sie sich bitte über die offizielle Internetseite der Stadt. Und informieren Sie sich auch grundsätzlich nur über glaubwürdige Quellen.

Bei Fragen zum Thema Corona steht Ihnen der Fachbereich Gesundheit telefonisch – auch am Wochenende – unter 0345 / 221-3238 oder per E-Mail an corona@halle.de zur Verfügung.

Bei Symptomen können Sie sich an die Corona-Teststation in der Magdeburger Straße wenden. Sie hat von Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Ich wünsche allen: Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!”

Antworten aus der Fragerunde:

  • Corona-Hotline: Gesundheitsamt bittet um Geduld
  • durch Semesterbeginn und Herbstferien rechnet der Pandemiestab mit ansteigenden Infektionszahlen
  • auch bei Studenten ist geplant, Kohorten zu bilden (Stadt steht im engen Austausch mit dem Rektor der MLU)
  • Angriff auf HAVAG-Fahrer erfolgte in Kröllwitz (Endhaltestelle)
  • Widersprüche gegen die 6. Allgemeinverfügung sind eingegangen
  • auch wenn Halle (Saale) eine Inzidenz von 50 in den nächsten Tagen überschreiten würde, würden vorerst keine weiteren Maßnahmen zu den bestehenden hinzukommen – die Wirksamkeit der Maßnahmen aus der 6. Allgemeinverfügung kann nach frühestens 10 Tagen beurteilt werden
  • 520 Personen aktuell laut Schätzung von Frau Dr. Gröger in Quarantäne
  • Regeln für Gottesdienste: 8. Eindämmungsverordnung §2 Abs. 4 gilt
  • nicht notwendige Reisen sollten unterlassen und Kontaktkreise konstant gehalten werden
  • im Moment noch keine Besuchsverbote für Kliniken und Pflegeheime, da Besuchszahlen und -zeiten aktuell gesteuert werden (Absprachen mit Einrichtungen erfolgen jeden Mittwoch)
  • ab heute werden Bußgelder bei Verstößen gegen die erweiterte Maskenpflicht erhoben (Regelsatz: 50 Euro)

22. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Donnerstag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 21 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 175 (+18)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 44,07 (+5,82) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz). Dies ist die höchste Inzidenz, die wir in Halle bisher zu verzeichnen hatten.
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 9 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 292 (-64)
davon 20 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 705 (+21)
Anzahl der Geheilten: 516 (+3)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 21 Neuinfektionen:
Die 21 Neuinfektionen verteilen sich auf 14 Männer und sieben Frauen.
Die Altersverteilung:
unter 18 Jahre: 3
18-30 Jahre: 4
30-50 Jahre: 8
über 50 Jahre: 6

Trotz der großen Menge von positiven Tests konnten durch die Recherchen des Fachbereichs Gesundheit bereits die Kontaktwege für 19 der 21 positiv Getesteten nachvollzogen werden. So lassen sich 15 Fälle über Kontakte zu bereits bekanntem Infektionsgeschehen erklären. In den meisten dieser Fälle liegen Kontakte innerhalb von Familien mit Kindern vor. Dies erklärt auch, weshalb erneut viele Gemeinschaftseinrichtungen betroffen sind.

Konkret haben wir Kontaktketten festgestellt in:
–    die Kita Heide-Nord (Schafschwingelweg)
–    die Kita Goldener Gockel
–    die Kneipp Kita
–    die Grundschule Jägerplatz
–    die Grundschule Wolfgang Borchert
–    die Montessori-Schule
–    die Gemeinschaftsschule Heinrich Heine (Klasse 6)
–    das Genscher-Gymnasium (Klassen 6 und 10)
–    das Südstadtgymnasium
–    und die Latina.
Hinzu kommt ein Kontakt in eine Schule nach Zeitz. Dies wurden dem Gesundheitsamt des Burgenlandkreises gemeldet.

Weitere Kontaktketten in diesen 15 Fällen führen in:
–    die Neue Residenz
–    das Klinikum Bergmannstrost
–    ein Call Center
–    in einen Wachschutz
–    und einen Ambulanten Pflegedienst

Zudem hängen vier Fälle mit einer Familienfeier in einem anderen Bundesland zusammen. Das Reiseziel lag in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 65 Quarantäne-Kontrollen durchgeführt, dabei gab es neun Verstöße. Es wurden Strafanzeigen gestellt.

Die Polizei hat gestern eine Personenansammlung am August-Bebel-Platz aufgelöst. Dort hatten sich 40 Personen aufgehalten.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
mit dem heutigen Tag ist in der Stadt Halle die Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Corona-Virus in Kraft getreten. Die Zahlen der vergangenen Tage zeigen, dass sich das Infektionsgeschehen deutlich ausweitet. Der Erfolg kann in zehn Tagen gemessen werden. Schon heute hat sich der Großteil der Hallenserinnen und Hallenser, die hier in der Innenstadt unterwegs waren, an die Allgemeinverfügung gehalten. Dafür mein großer Dank.

Wir werden an verschiedenen Stellen und mit verschiedenen Maßnahmen auf die Maskenpflicht hinweisen: So werden an zahlreichen Orten in der Innenstadt Hinweisschilder aufgestellt. Auch in Bussen und Bahnen werden Aushänge und Ansage-Texte informieren. Zudem kommen das Warnsystem Katwarn und digitale Anzeigetafeln im Stadtgebiet zum Einsatz.

Wir nähern uns inzwischen dem Ende der Ferien. Ziel ist es, dass am Montag wieder ein Regelbetrieb in den Schulen stattfinden kann. Doch klar ist auch schon jetzt, dass sich viele Einrichtungen mit Quarantäne-Abwesenheiten auseinandersetzen müssen. Wir haben gestern für die Ausstattung der Schulen 22.000 FFP2-Masken erhalten. Diese werden nun an die Schulen verteilt.

Meine Bitte: Halten Sie Kontakte zu anderen Personen möglichst gering. Halten Sie den Personenkreis, zu dem ein physisch-sozialer Kontakt besteht, möglichst konstant. Nur so lassen sich Eingriffe gemeinsam so gering wie möglich halten.

Helfen Sie zudem mit, die Maßnahmen der Allgemeinverfügung umzusetzen und so weitere Einschnitte in das öffentliche Leben zu vermeiden. Heute weisen wir im Altstadtring, auf der Leipziger Straße und auf dem Hans-Dietrich-Genscher-Platz am Bahnhof freundlich darauf hin. Ab morgen wird das Nichttragen einer Mund-Nasen-Bedeckung mit einem Bußgeld geahndet.

Tragen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung, wenn Sie sich im öffentlichen Raum aufhalten oder eine Veranstaltung besuchen. Wir appellieren an die Einsicht aller Einwohnerinnen und Einwohner.

Wie seit Beginn der Pandemie informiert die Stadt fortlaufend auf ihrer Internetseite über den aktuellen Stand. Und informieren Sie sich auch grundsätzlich nur über glaubwürdige Quellen.

Bleiben Sie gesund!”

Antworten aus der Fragerunde:

  • Rauchen im Gültigkeitsbereich der Maskenpflicht: nach Aussage von OB Wiegand erlaubt; bei “Dauerrauchen” würde man dennoch über kurz oder lang auf die Maskenpflicht hingewiesen werden
  • auch eine Bratwurst kann vor einem Imbiss gegessen werden
  • Frequenz der Inanspruchnahme des Bürgertelefons steigend
  • keine Maskenpflicht auf Freigelände von Horten (nur Schulen, gemäß Allgemeinverordnung)
  • im Moment hohes Datenaufkommen bei Gesundheitsämtern – Verzögerungen durch unterschiedliche Meldesysteme; Gesundheitsamt Halle meldet in der Pressekonferenz Zahlen, die bis 10 Uhr verarbeitet wurden
  • Corona-Teststation: ca. 150 Testwillige pro Tag; Zahl der Tests in Arztpraxen steigend
  • Häusliche Gewalt: keine erhöhten Zahlen; Gewalt gegen Kinder in Halle (Saale) schon seit mehreren Jahren auf höherem Niveau
  • Mobile Abstrich-Teams: Mitarbeiter*innen des Gesundheitsamts haben einen Dienstausweis; i.d.R. werden Betroffene einen Tag vorher darüber informiert, dass das Abstrich-Team kommt


Halle/Verwaltung. Seit dem heutigen Donnerstag gilt in der Stadt Halle (Saale) eine Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus. Diese Verfügung ergänzt die Maßnahmen, die durch die unverändert geltende 8. Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt geregelt werden. Die Texte der Allgemeinverfügung und der Eindämmungsverordnung finden Sie unter den folgenden Links:

21. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Amtsärztin Dr. Christine Gröger informierten in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale).

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Mittwoch gibt es in der Stadt Halle (Saale) 25 Neuinfektionen. Das ist der höchste Wert, den wir in Halle jemals an einem Tag registrieren mussten.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 157 (+21)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 38,25 (+6,23) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Der Schwellenwert für Halle liegt bei 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 9 (+2)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+1)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 356 (-68)
davon 20 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 684 (+25)
Anzahl der Geheilten: 513 (+4)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 25 Neuinfektionen:
Die 25 Neuinfektionen
verteilen sich auf 17 Männer und acht Frauen zwischen Jahrgang 1945 und 2010. Betroffen sind allerdings überwiegend jüngere Menschen, 15 Neuinfektionen betreffen Personen unter 30 Jahren.
Angesichts der großen Menge von positiven Tests sind noch nicht alle Ermittlungen zu Kontaktwegen abgeschlossen.

Bei den Neuinfektionen des heutigen Tages haben wir Infektionen und Kontaktketten festgestellt in:
–    in einer Reha-Klinik
–    in einer Kinderarztpraxis
–    in der DRK-Tagespflege
–    im Universtitätsklinikum

Ein weiteres Infektionsgeschehen gibt es innerhalb von Familien. Dadurch bestehen Kontaktketten in elf Gemeinschaftseinrichtungen. Acht davon sind Schulen. Konkret betroffen sind:
–    Kita Heide-Nord (Schafschwingelweg)
–    Kita „Onkel Uhu“
–    Grundschule Rosa Luxemburg (Klasse 1)
–    Grundschule Kastanienallee (Klassen 2, 4)
–    Gesamtschule Kastanienallee (Klasse 9)
–    Christian Wolff Gymasium (Klassen 5, 7)
–    Georg Cantor Gymnasium (Klasse 8)
–    Marguerite Friedlaender Gesamtschule (Klassen 5, 6 – hier galt schon Quarantäne)
–    BBS Gutjahr
–    BBS Friedrich List
–    Behindertenwerkstatt Heide-Lettin

Die Einrichtungen sind aktuell ausschließlich über direkte Kontaktpersonen betroffen, es gibt hier also keine Infektionen. Der Fachbereich Gesundheit hat sich mit den Einrichtungen abgestimmt, um Kontaktketten und Kohorten-Bildungen abzufragen und die Quarantäne-Verfügungen entsprechend zu erlassen.

Die Liste zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, in Gemeinschaftseinrichtungen die Kohorten möglichst klein zu bilden. Ich habe es wiederholt gesagt: Je kleiner die Kontaktgruppen in Schulen, Kitas und Horten sind, desto weniger Quarantänen müssen ausgesprochen werden.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 74 Quarantäne-Kontrollen durchgeführt, dabei gab es zwei Verstöße. Es wurden Strafanzeigen gestellt. In den sechs Fällen von Quarantäne-Verstößen, die wir vorgestern festgestellt haben, wurden erneute Kontrollen durchgeführt. Gestern wurden alle Personen angetroffen.

Zur Allgemeinverfügung der Stadt Halle (Saale):
Ich hatte in den vergangenen Tagen wiederholt darauf hingewiesen, dass der Pandemiestab der Stadt eine Allgemeinverfügung erarbeitet hat, die bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 in Kraft treten wird. Mit dem heutigen Tag haben wir in der Stadt diesen Wert deutlich überschritten, wir liegen aktuell bei 38,25.

Damit wird ab dem morgigen Donnerstag, 22. Oktober 2020, eine mit dem Land abgestimmte Allgemeinverfügung für die Stadt Halle (Saale) in Kraft treten. Sie gilt zunächst bis zum Ablauf des 18. November 2020. Die wesentlichen Punkte aus der AV möchte ich vorstellen:

    • Die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, gilt künftig in allen öffentlichen Bereichen innerhalb des Innenstadtringes; zudem in der Leipziger Straße sowie auf dem Hans-Dietrich-Genscher-Platz vor dem Bahnhof. Darüber hinaus ist der Mund-Nasen-Schutz auch in allen Bereichen des öffentlichen Raumes des übrigen Stadtgebietes außerhalb von Gebäuden zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht durchgehend eingehalten werden kann.
    • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das gilt für öffentliche und nichtöffentliche Zusammenkünfte.
    • Private Feiern aller Art in geschlossenen Räumen dürfen die Teilnehmerzahl von 15 nicht überschreiten. Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist unabhängig von der Personenzahl untersagt; dies ist gemäß der geltenden Eindämmungsverordnung bereits jetzt so und wird selbstverständlich weiter gelten.
    • Ein weiterer  Punkt der Allgemeinverfügung betrifft Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe. Auch hier wird die Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen ausgeweitet. Diese ist nur aufgehoben,
      a.    wenn man im Restaurant an seinem Platz sitzt.
      b.    bzw. wenn man im Hotel auf seinem Zimmer ist.
    • In allen Schulen wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgeweitet. Es gilt dann für das gesamte Schul-Areal. Einzig im Klassenraum besteht die Verpflichtung nicht.

Sie sehen, dass die Maskenpflicht eine zentrale Rolle spielt bei dem Versuch, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Um es an einem ganz konkreten Fall zu verdeutlichen: Sobald Sie den Altstadtring Richtung Innenstadt überqueren müssen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung aufsetzen. Also analog zur Regelung, wie sie bereits beim Betreten von ÖPNV-Fahrzeugen oder Geschäften gilt.

Schon ab heute werden die Ordnungskräfte in der Stadt auf die ab morgen geltenden Reglungen hinweisen und die Menschen beraten. Wir werden zudem in der Stadt Schilder aufstellen, die auf die Maskenpflicht hinweisen.
Als weitere Maßnahme wird der Pandemiestab ab sofort zweimal täglich zusammentreten und sowohl morgens als auch abends die aktuelle Infektionslage in der Stadt Halle auswerten.

Zum Hallenschen FC:
Der HFC hatte eine Ausnahmegenehmigung, seine Heimspiele vor bis zu 3.000 Zuschauern auszutragen. Als Konsequenz aus der aktuellen Lage wird die Kapazität im Erdgas Sportpark nun auf maximal 1.000 Zuschauer begrenzt. Diese Regelung gilt bereits heute Abend für das Heimspiel gegen den SV Meppen.

Zum Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV):
Die HAVAG hat auf das erhöhte Infektionsgeschehen reagiert und hat in Abstimmung mit dem Fachbereich Gesundheit mit dem heutigen Tag folgende Änderungen eingeführt.

    • In den Straßenbahnen und Bussen werden die Türen wieder automatisch geöffnet.
    • Ebenso wird an den Endhaltestellen eine zusätzliche Lüftung vorgenommen. Hierfür werden die Fahrgäste gebeten, die Wagen kurzzeitig zu verlassen.
    • Nach Betriebsende werden alle Fahrzeuge gründlich gereinigt und desinfiziert. Hierbei kommen Reinigungsmittel zum Einsatz, die die Hülle des Virus zerstören.
    • Unverändert gilt die Pflicht für alle Fahrgäste, während der Fahrt in Bussen und Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die HAVAG wird – unterstützt durch Beamte der Polizei – diese Pflicht wieder vermehrt kontrollieren.
  •  
    Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
    ich hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass die Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der Wert ist, an dem wir geeignete, erforderliche und angemessene Maßnahmen ergreifen müssen.

Im Vergleich zu anderen Kreisen und Städten liegen wir noch immer in einem niedrigen Bereich, die Tendenz ist jedoch steigend. Vor allem aber lassen sich die Neuinfektionen immer weniger auf kleine Hotspots eingrenzen, sondern streuen mehr und mehr. Dass heute allein acht Schulen betroffen sind, ist ein deutliches Indiz dafür.

Das Gesundheitsamt kann alle Aufgaben bewältigen und die Kontaktketten verfolgen. Viele Bereiche der Verwaltung, aber auch aus den Krankenhäusern erhalten wir viel Unterstützung mit Personal.

Zusammengefasst lautet die Botschaft der Allgemeinverfügung: Tragen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung, wenn sie sich im öffentlichen Raum aufhalten oder eine Veranstaltung besuchen. Wir appellieren an die Einsicht alle Einwohnerinnen und Einwohner.

Wie seit Beginn der Pandemie informiert die Stadt fortlaufend auf ihrer Internetseite über den aktuellen Stand. Ich bitte alle Einwohnerinnen und Einwohner: Informieren Sie sich bitte über die offizielle Internetseite der Stadt. Und informieren Sie sich auch grundsätzlich nur über glaubwürdige Quellen.

Bleiben Sie gesund!”

Den Text der Allgemeinverfügung und eine Karte mit dem Areal, in dem Maskenpflicht gilt, finden Sie hier:

Antworten aus der Fragerunde:

  • Bußgelder bei Verstößen können verhängt werden
  • Beratung zum Weihnachtmarkt (wie und ob) wird nächste Woche stattfinden
  • der am Montag aus dem Krankenhaus Martha-Maria Geflüchtete ist gestern wiederholt geflüchtet – er befindet sich zur Zeit zu Hause

 



Chronologie: Corona-Virus in Halle (Saale)

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Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Herausgabe der Zahlen und Statistiken
erfolgt durch die Stadt Halle (Saale).