„Science“-Studie bestätigt Rückgang landlebender Insekten

Aber: Erholungen bei Süßwasserinsekten

Halle. MLU/ScientiaHalensis. Die Zahl landlebender Insekten ist in 30 Jahren um fast ein Viertel gesunken, gleichzeitig ist die Zahl der an Süßwasser gebundenen Insekten um fast 40 Prozent gestiegen. Zu diesen Ergebnissen kommt die bislang umfassendste MetaAnalyse von Insektenbeständen an 1676 Orten weltweit. Die Studie wurde von Forschern des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), der Universität Leipzig und der MLU geleitet und ist in der Fachzeitschrift „Science“ erschienen.

Ein internationales Forscherteam stellte Daten aus 166 Langzeitstudien zusammen. Die komplexe Analyse offenbarte große Unterschiede in den lokalen Trends – selbst zwischen nahe gelegenen Orten. „Wir konnten zeigen, dass fliegende Insekten im Schnitt tatsächlich weniger geworden sind“, sagt Prof. Dr. Jonathan Chase, Wissenschaftler bei iDiv und MLU. Im Gegensatz dazu blieb die Zahl der Insekten, die in Bäumen leben, im Schnitt unverändert. Zugleich stieg die Zahl der Insekten, die ihr Leben zeitweise im Wasser verbringen wie Libellen, Wasserläufer und Köcherfliegen. 

Über die Studie:
van Klink, Roel et al. Meta-analysis reveals declines in terrestrial but in-creases in freshwater insect abundan-ces. Science (2020). doi: 10.1126/science.aax9931.