Updates der Stadt Halle (Saale) zum Corona-Virus

+++ Aktuelle Informationen der Stadt Halle (Saale) +++
Die Stadtverwaltung bittet Bürgerinnen und Bürger, auf die amtlichen Informationen der Stadt Halle (Saale) zu achten. Diese, von der Stadtverwaltung bekannt gegebenen Informationen, finden Sie auf dieser Seite. Alle Video-Pressekonferenzen finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Stadt.

   » zur 8. Allgemeinverfügung für Halle (Saale) vom 16.11.2020
   » Testmöglichkeiten in Halle (Saale) und im Saalekreis
   » Corona-Virus: Verordnungen im Überblick

23. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger informieren in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale).

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 28.
Die Altersaufteilung der 13 Frauen und 15 Männer stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 1
18-29 Jahre: 5
30-49 Jahre: 10
50 Jahre und älter: 12

2. Infizierte in der Stadt: 299 (+10)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 74,84 (+4,15). Gestiegen, weil vorige Woche Montag 18 Fälle gemeldet wurden. Damit liegt ein neuer Höchstwert in der Inzidenz vor. Die Warnstufe bleibt bei Rot.

4. Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 33 (+8)
davon Intensivbehandlungen: 14 (+4)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 19 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 4 (+/-0)

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 74 (-36) 
Gesamtsumme der Infizierten: 1.428 (+28)
Anzahl der Geheilten: 1.110 (+18)

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:

Privates Umfeld: 12 Neuinfektionen
Diese Fälle gehen auf familiäre Kontakte zu Infizierten oder auf Kontakte zu infizierten Bekannten zurück. In zwei Fällen sind Studierende der MLU betroffen. Weitere Kontaktketten führen in berufliche Kontexte: in das Landesverwaltungsamt, in ein Logistik-Unternehmen und eine Wohnungsgenossenschaft.

Berufliches Umfeld: 6 Neuinfektionen

    • Vier Fälle sind Dienstleistungs-Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. zuzuordnen (Versicherung, Gebäudemanagement, Nagelstudio, Juwelier).
    • Ein Fall ist einem Unternehmen der Medizin-Branche zuzuordnen.
    • Ein Fall ist der Universitätsklinik zuzuordnen.

Alten- und Pflegeeinrichtungen: 6 Neuinfektionen

    • Vier Fälle betreffen Bewohnerinnen und Bewohner des Alten- und Pflegeheims am Böllberger Weg
    • In einem Fall ist eine Mitarbeiterin des Cura-Seniorencentrums betroffen.
    • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter eines privaten Pflegedienstes.

Schulen und Kitas (Gemeinschaftseinrichtung): 4 Neuinfektionen; betroffen sind:

    • die Kita „Goldenes Schlüsselchen“
    • der Berufsbildungsbereich der Lebenshilfe
    • die „Competenz-Werkstatt Beruf“
    • sowie eine Lehrkraft einer Schule im Saalekreis.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurde ein Verstoß festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 42 Kontrollen, darunter
– 9 Gaststätten,
– 7 Park-Anlagen,
– 8 Spielhallen,
– 12 Geschäfte,
– 5 Beherbergungsstätten,
– 1 Wettbüro.
Dabei gab es keine Verstöße.

Die Beamten der Polizei haben gestern bei einer Kontrolle einen Verstoß gegen eine Quarantäne-Anordnung festgestellt.
Alle nicht zwingend erforderlichen Kontakte sind zu vermeiden!  Lassen Sie uns gemeinsam über diese schwierige Zeit kommen.
Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!

Corona-Held*in des Tages
Unser Dank geht heute an die Leiterinnen der Kita Reideburg, Petra Eisert, an die Leiterin der Kita „Am Stadtpark“ Jacqueline Gawlitta, und die Leiterin der Kita „Dorothea Erxleben“, Petra Kühne. Sie sind heute unsere Corona-Heldinnen des Tages – stellvertretend für alle Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertageseinrichtungen in unserer Stadt.
Die Erzieherinnen und Erzieher sorgen nicht nur in den schwierigen Tagen der Pandemieeinschränkungen für Sicherheit, Geborgenheit und einen reibungslosen Ablauf bei der Betreuung der ihr anvertrauten Kinder. Es gelingt ihnen auch, die Einschränkungen, die die Pandemie im Kita-Alltag mit sich bringt, präzise und klar an die Eltern zu vermitteln. Dabei haben sie ein offenes Ohr für jede Nachfrage, kümmern sich um die nötigen Informationen und sorgen sie für ein behütetes und herzliches Umfeld.
Der Pandemiestab sagt vielen Dank an die Kita-Teams in unserer Stadt.”

22. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am heutigen Sonntag in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Neuinfektionen am heutigen Sonntag: 31

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
Neuinfektionen in der Stadt: 31.
Die Altersaufteilung der 14 Frauen und 17 Männer stellt sich wie folgt dar:

Personen unter 18 Jahre: 9
18-29 Jahre: 3
30-49 Jahre: 6
50 Jahre und älter: 13

Infizierte in der Stadt: 289 (+4)

7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 70,69 (+4,16). Gestiegen, weil vorige Woche Sonntag 21 Fälle gemeldet wurden. Die Steigerung heute lässt sich jedoch auf einen Hotspot zurückführen – dazu später mehr.

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 25 (-6)
davon Intensivbehandlungen: 10 (-3)

Zahl der Toten: zu beklagen 19 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 4 (+/-0) 

Weitere statistische Angaben zum Tage:
– Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 110 (-247)
(davon 11 Reiserückkehrer)
– Gesamtsumme der Infizierten: 1.400 (+31)
– Anzahl der Geheilten: 1.092 (+27)
– Anrufe gestern am Bürgertelefon: 190 (Corona: 139; Bürgertelefon: 51)
– Schulen mit Quarantänen: 25
– Schüler in Quarantäne: 1.004 von 30.742 (= 3,27 Prozent), 12 sind infiziert
– Lehrer in Quarantäne: 105, 12 sind infiziert
– Kita-Kinder in Quarantäne: 176 von ca. 10.100 (= 1,74 Prozent), 3 sind infiziert

Aktuell ist für die Schule „Am Lebensbaum“ durch die Stadt Halle eine Empfehlung zur kompletten Schließung erfolgt. Zudem hat der Eigenbetrieb Kita die Einrichtung am Lutherstraße kurzzeitig komplett geschlossen. Hier ist die Wiederöffnung für kommende Woche vorgesehen. Die Schließung der Grundschule Kröllwitz ist nicht auf Weisung der Stadt erfolgt, sondern eine Maßnahme der Schulleitung.

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:
Privates Umfeld: 
6 Neuinfektionen
. Diese Fälle gehen auf familiäre Kontakte zu Infizierten oder auf Kontakte zu infizierten Bekannten zurück. In einem Fall ist ein Studierender betroffen, der aber nicht an Präsenzveranstaltungen teilgenommen hatte.

Berufliches Umfeld: 
5 Neuinfektionen. 
Zwei Fälle sind der Universitätsklinik zuzuordnen. Zwei Fälle sind Unternehmen des Dienstleitungssektors zuzuordnen. Ein Fall betrifft erneut die Stadtverwaltung.

Alten- und Pflegeeinrichtungen (Gemeinschaftseinrichtung):
12 Neuinfektionen.
Allein 10 dieser Fälle sind einem neuen Hotspot, dem Alten- und Pflegeheim in der Werrastraße zuzuordnen. Hier hatten wir beim ersten Auftreten eines Infektionsgeschehens sofort mit einer Schnell-Testung aller Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reagiert.
Ein weiterer Fall betrifft eine Bewohnerin der Einrichtung im Gustav-Weidanz-Weg, ein Fall eine Mitarbeiterin in einer Alten- und Pflegeeinrichtung im Saalekreis.

Schulen und Kitas (Gemeinschaftseinrichtung):
8 Neuinfektionen
; betroffen sind:

    • Grundschule am Kirchteich, die Klasse 3a, 4a und der Hort (3 Fälle)
    • Elisabeth Gymnasium, die Klasse 6e
    • Grundschule Kröllwitz, die Klasse 2b
    • Grundschule Glaucha, die Klasse 2b
    • Grundschule Dölau, die 2. Klasse
    • Kita „Onkel Uhu“ – Gruppe Regenbogen

Auch an dieser Stelle noch einmal die Erinnerung: Das Vorgehen bei Infektionsfällen in Gemeinschaftseinrichtungen ist inzwischen über unsere Allgemeinverfügung geregelt. Die dort aufgelisteten Maßnahmen – geregelt unter Punkt 3.4 – sind also zwingend durch die Leitungen der Einrichtungen umzusetzen, auch wenn noch keine Kontaktaufnahme durch den Fachbereich Gesundheit erfolgt ist.

Hintergrund: AV zur Quarantäne in Gemeinschaftseinrichtungen: Wortlaut 3.4: „Ist ein SARS-CoV-2-Infizierter Mitglied einer Kohorte in Schulen, Horten und Kindergärten (=Gemeinschaftseinrichtungen), so haben sich alle Mitglieder der Kohorte unverzüglich in eine 14-tägige häusliche Quarantäne zu begeben. Die Quarantäne endet 14 Tage nach dem Tag des letzten Kontaktes eines Mitgliedes der Kohorte zu dem SARS-CoV-2-Infizierten. Zeigen sich Symptome auf eine SARS-CoV-2-Infektion, so ist unverzüglich der Fachbereich Gesundheit zu informieren. Zeigen sich keine Symptome, so können die Mitglieder der Kohorte nach Ablauf der 14 Tage ihre jeweilige Gemeinschaftseinrichtung wieder besuchen.“

Zum Thema Sicherheit und Ordnung am heutigen Tag:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 5 Verstöße festgestellt.

Darüber hinaus erfolgten14 Kontrollen, darunter:
3 Geschäfte,  hier wurden in allen Geschäften Verstöße festgestellt
1 Freizeiteinrichtung, sowie 10 Personengruppen, hier gab es keine Verstöße.

Zur Inzidenz-Entwicklung der vergangenen Woche (siehe Grafiken):

Balkendiagramm: 7-Tage-Inzidenz. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Balkendiagramm: 7-Tage-Inzidenz. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Vergleich der 7-Tage-Inzidenz mit Sachsen-Anhalt und Deutschland. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Vergleich der 7-Tage-Inzidenz mit Sachsen-Anhalt und Deutschland. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Behandlungen in städtischen Krankenhäusern. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Behandlungen in städtischen Krankenhäusern. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Diagramm zu möglichen Infektionsquellen. Grafik: Stadt Halle (Saale).
Diagramm zu möglichen Infektionsquellen. Grafik: Stadt Halle (Saale).

Gesamt-Inzidenz seit Sonntag 15.11.:
69,44 – 69,85 – 70,27 – 73,18 – 73,18 – 71,52 – 66,53 – 70,69
Wochen-Fazit: Die Inzidenz ist hoch, aber konstant, die heutige Steigerung kam durch einen Hotspot zustande.

Ü-50-Inzidenz seit Sonntag 15.11.: 
19,96 – 18,71 – 19,13 – 20,37 – 21,21 – 20,79 – 17,05 – 21,21
Wochen-Fazit: Tendenz konstant, nur leichte Erhöhung, Änderungen wie heute sind auf Hotspots zurückzuführen

Hinweis zur Grafik zu den Infektionsquellen:
Die Auswertung stellt eine grobe Orientierung dar, wo Infektionsgeschehen ursächlich aufgetreten sind. Die Trennlinien lassen sich in der Praxis jedoch nicht immer eindeutig definieren. Beispielsweise hat ein Infektionsgeschehen in einer Gemeinschaftseinrichtung häufig auch Gründe im familiären Umfeld oder umgekehrt.

Bewertung und Ausblick
Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, liegt im bundesweiten Durchschnitt bei 139. In der Stadt Halle (Saale) liegt die Zahl aktuell bei 70 und ist seit mehreren Tagen konstant.

Mit dem sogenannten Teil-Lockdown im November, dem befristeten Herunterfahren bestimmter gesellschaftlicher Aktivitäten, wurde ein exponentieller Anstieg der Corona-Infektionszahlen verhindert. Dies ist ein Erfolg aller Beteiligten. In der Stadt Halle (Saale) wird auf jeden festgestellten Hotspot sofort reagiert, regelmäßig mit sofortiger Quarantäne und umfangreichen Testungen. Schnelles Handeln ist und bleibt die Grundlage für den Erfolg. 

Dennoch: Die Infektionszahlen stagnieren auf hohem Niveau; in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens entwickeln sich täglich neue Infektionsketten.

Auf die Frage, müssen wir die Maßnahmen des Bundes akzeptieren oder auf eine stärkere Regionalität des Landes Sachsen-Anhalt drängen, kommt es nicht an. Die Zahlen sind aktuell zu hoch. Auch in der Stadt Halle (Saale).

Die aktuellen Ziele der Stadt Halle (Saale) sind deshalb: 

    • die Inzidenz auf unter 50 zu senken und
    • die Krankenhäuser handlungsfähig zu halten. 

Bis eine Herdenimmunität erreicht ist, z. B. durch freiwilliges Impfen ab Dezember/Januar, wird es weiterhin Einschränkungen geben. Eine überwiegende Akzeptanz der Menschen wird es dafür weiterhin geben, wenn die Maßnahmen nachvollziehbar sind. 

Das heißt, es braucht einen Plan über Ziele und Folgen. Was passiert, zu welchem Zeitpunkt? Dabei sind die aktuellen Gegebenheiten der Pandemie zu berücksichtigen. Aber auch Hotspots, die nicht in eine Inzidenz einfließen sollten, wenn sie vollständig kontrolliert werden können. Dazu gehören zum Beispiel Alten- und Pflegeheime, die im Falle einer großen Infektionslage vollständig geschlossen werden müssen. Zu berücksichtigen ist auch die Auslastung der Krankenhäuser.

In einem Maßnahmen-Paket sollte dargestellt werden, was passiert, wenn die Inzidenzzahl steigt bzw. sinkt. So könnte die Politik für Bürgerinnen und Bürger Klarheit, Transparenz und Vertrauen schaffen, über einen längeren Zeitraum. 

Aus meiner Sicht gelingt dies um so mehr, wenn die Menschen durch ihr eigenes Verhalten bei der Eindämmung der Pandemie mithelfen können, die gesetzten Ziele zu erreichen (Eigenverantwortung) und die Folgen ihres Handelns zu erkennen – und eben nicht alle zwei Wochen mit einer Diskussion über Maßnahmen konfrontiert werden. Anreize können die eigene Motivation stärken.

Deshalb auch die klare Forderung an das Land: Schaffen wir es, die Inzidenzzahl in der Stadt Halle (Saale) wieder auf unter 50 zu senken, dann sollte die Eindämmungsverordnung des Landes den Kommunen die Möglichkeit eröffnen, Corona-Maßnahmen aussetzen zu dürfen. 

Unter diesen Prämissen unterbreitet der Pandemiestab der Stadt Halle (Saale) folgenden Vorschlag: (siehe Grafik)

Grafik: Stadt Halle (Saale).
Grafik: Stadt Halle (Saale).

Corona-Held*in des Tages
Heute sind unsere Corona-Helden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Vereins „Ein Schutzengel für Kinder“. Organisiert von Annett Thödtmann sind rund 20 Helferinnen und Helfer als Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren insbesondere in Wohngruppen sozialer Träger, aber auch in Horten und Freizeiteinrichtungen unterwegs. 
Die Helferinnen und Helfer haben ihren Einsatzschwerpunkt im Stadtteil Südpark in Halle-Neustadt. Sie unterstützen in Zeiten erheblicher Kontaktbeschränkungen nicht nur beim Erledigen von Hausaufgaben – vielmehr sind sie in diesen Tagen auch Zuhörer, Freund und Spielkamerad. Sie motivieren mit viel Einfühlungsvermögen und stärken damit das Selbstvertrauen von Kindern und Jugendlichen.
Vielen Dank, liebe Frau Thödtmann, für ihren Einsatz und den Ihrer Helferinnen und Helfer.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!”

21. November 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 20.
Die Altersaufteilung der 8 Frauen und 12 Männer stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 4
18-29 Jahre: 6
30-49 Jahre: 8
50 Jahre und älter: 2

2. Infizierte in der Stadt: 285 (-23)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 66,53 (-4,99). Deutlich gesunken, weil vorige Woche Samstag 32 Fälle gemeldet wurden.

4. Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 31 (-3)
davon Intensivbehandlungen: 13 (+/-0)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 19 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 15 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 4 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 357 (+54) 
(davon 15 Reiserückkehrer)
Gesamtsumme der Infizierten: 1.369 (+20)
Anzahl der Geheilten: 1.065 (+43)
Anrufe gestern am Bürgertelefon: 2.112 (Corona: 983; Bürgertelefon: 1.129)

Zu den Recherche-Ergebnissen:
Privates Umfeld: 13 Neuinfektionen:
diese Fälle gehen auf familiäre Kontakte zu Infizierten und auf Kontakte zu infizierten Bekannten zurück – teilweise im Rahmen privater Feiern.

Berufliches Umfeld: 3 Neuinfektionen. Die Fälle sind zuzuordnen:
– einem Sozialprojekt für Jugendliche
– einem Unternehmen der Automobil-Industrie
– der Stadtverwaltung

Gemeinschaftseinrichtungen: 4 Neuinfektionen; betroffen sind:
– die Saaleschule, Klasse 8b
– die Heinrich-Heine-Schule, Klasse 5d
– der Hort Abenteuerland – betroffen ist hier eine Mitarbeiterin
– die Kita Pustelinchen

Kontaktketten bestehen in diesen Fällen auch in Gemeinschaftseinrichtungen: die MLU und in die Kita Zwergenhaus
Auch an dieser Stelle noch einmal die Erinnerung: Das Vorgehen bei Infektionsfällen in Gemeinschaftseinrichtungen ist inzwischen über unsere Allgemeinverfügung geregelt. Die dort aufgelisteten Maßnahmen – geregelt unter Punkt 3.4 – sind also zwingend durch die Leitungen der Einrichtungen umzusetzen, auch wenn noch keine Kontaktaufnahme durch den Fachbereich Gesundheit erfolgt ist.

Hintergrund: AV zur Quarantäne in Gemeinschaftseinrichtungen: Wortlaut 3.4
„Ist ein SARS-CoV-2-Infizierter Mitglied einer Kohorte in Schulen, Horten und Kindergärten (=Gemeinschaftseinrichtungen), so haben sich alle Mitglieder der Kohorte unverzu¨glich in eine 14-tägige häusliche Quarantäne zu begeben. Die Quarantäne endet 14 Tage nach dem Tag des letzten Kontaktes eines Mitgliedes der Kohorte zu dem SARS-CoV-2-Infizierten. Zeigen sich Symptome auf eine SARS-CoV-2-Infektion, so ist unverzu¨glich der Fachbereich Gesundheit zu informieren. Zeigen sich keine Symptome, so können die Mitglieder der Kohorte nach Ablauf der 14 Tage ihre jeweilige Gemeinschaftseinrichtung wieder besuchen.“

Zur Senioren-Begegnungsstätte in der Werrastraße:
Ich habe gestern an dieser Stelle über drei Infektionsfälle in einer Senioren-Begegnungsstätte in der Werrastraße berichtet. Im Zuge dieses Infektionsgeschehen wurden gestern bei allen Besuchern der zugehörigen Alten- und Pflegeeinrichtung Schnelltests durchgeführt. Zehn dieser Tests waren positiv – hier werden heute PCR-Tests zur Bestätigung durchgeführt.

Zum Infektionsgeschehen in Krankenhäusern:
Im Universitätsklinkum wurden Schnelltests für alle Mitarbeiter*innen am 12.11.2020 angeordnet, also vor 9 Tagen. Die Abschlussergebnisse werden nach erneuter Rücksprache mit dem Krankenhausleitung nun am kommenden Dienstag vorliegen. Zudem ist heute eine Ärztin der COVID Station positiv auf das Virus getestet worden; weitergehende Maßnahmen werden derzeit abgesprochen.
Im Elisabeth-Krankenhaus gibt es aktuell sowohl einen medizinischen Mitarbeiter als auch einen Patienten, die im Schnelltest-Verfahren positiv getestet wurden. Die erforderlichen PCR Tests laufen, die Personen sind isoliert.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 9 Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 56 Kontrollen, darunter…
– 8 Gaststätten,
– 2 Spielhallen,
– 3 Geschäfte,
– 1 Freizeiteinrichtung,
– 2 Beherbergungsstätten.
Dabei gab es keine Verstöße.

Hinzu kamen 40 Kontrollen von Personengruppen. Hier gab es 6 Verstöße, allesamt auf dem Marktplatz.
Lassen Sie uns gemeinsam über diese schwierige Zeit kommen. Wir setzen dabei stark auf Eigenverantwortung und klare Zielvorgaben. Oft werde ich danach gefragt, wie man sich in der Öffentlichkeit richtig während der Pandemie verhält, bei all den vielen Vorschriften.

Kurz kann man auf diese Fragen antworten: Sie machen alles richtig, wenn Sie: Alle nicht zwingend erforderlichen Kontakte vermeiden!  Und: In der Öffentlichkeit eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
Wie üblich am Sonntag folgt morgen die ausführliche statistische Wochenauswertung der Pandemielage. Dazu bereiten wir die Zahlen der vergangenen Woche auf und geben klare Handlungsempfehlungen.
Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!

Wir schließen die tagesaktuelle Berichterstattung wie immer mit der Corona-Held*in des Tages ab:
Carmen Kleemann ist unsere Corona-Heldin am heutigen Tag. Sie organisiert mit weiteren Ehrenamtlichen das Café Amal in der (gesprochen: Brizius) St. Briccius-Gemeinde in Trotha.
Das gemeinde-unabhängige Café ist Treffpunkt von Geflüchteten aller Altersgruppen, die dort zu Gesprächen, Deutsch-Unterricht und thematischen Abenden zusammenkommen. In diesen Tagen ist ein normaler Betrieb in der Begegnungsstätte nicht möglich. Dennoch hält Frau Kleemann den Kontakt zu ihren Gästen aufrecht: Sie steht als Ansprechpartnerin für Einzeltreffen weiter zur Verfügung.
Trotz des vielfach erhöhten Zeitaufwandes kann sie dadurch viele Geflüchtete und Hilfsbedürftige weiter unterstützen, unter anderem beim Lernen der deutschen Sprache, bei Problemen im Alltag sowie bei Ämter- und Arztbesuchen.
Liebe Frau Kleemann, Ihnen ein herzliches Dankeschön für Ihr Engagement.”



Chronologie: Corona-Virus in Halle (Saale)

» 11. bis 20. November 2020
» 01. bis 10. November 2020
» 21. bis 31. Oktober 2020
» 11. bis 20. Oktober 2020

» 01. bis 10. Oktober 2020
»
16. bis 30. September 2020
»
01. bis 15. September 2020
» 16. bis 31. August 2020
»
01. bis 15. August 2020
» 16. bis 31. Juli 2020
»
01. bis 15. Juli 2020
»
16. bis 30. Juni 2020
» 01. bis 15. Juni 2020
»
19. bis 31. Mai 2020
»
11. bis 18. Mai 2020
» 04. bis 10. Mai 2020
» 27. April bis 03. Mai 2020
» 16. bis 26. April 2020
»
01. bis 15. April 2020
» 16. bis 31. März 2020


Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Herausgabe der Zahlen und Statistiken
erfolgt durch die Stadt Halle (Saale).