Corona-Änderungsverordnung für Halle (Saale)

Verordnung Sachsen-Anhalt

Ab 24. April 2021 gilt zusätzlich zur Bundes-Notbremse eine neue städtische Eindämmungsverordnung. Mit ihr werden die städtischen Ausgangsbeschränkungen aufgehoben, da diese in der Bundes-Notbremse festgeschrieben sind. Änderungen ergeben sich für Hallenserinnen und Hallenser bei der “Absonderung in die sogenannte häusliche Quarantäne” für immungesunde Kontaktpersonen.

3. Änderungsverordnung der 4. Eindämmungsverordnung für Halle (Saale) (PDF; 2 MB)
Gültig: 24.04. bis 22.05.2021

,,§ 4a Ausnahmen von der Pflicht zur häuslichen Quarantäne
(1) Die Quarantänepflicht nach § 4 dieser Verordnung gilt vorbehaltlich Satz 3 nicht für
a) enge Kontaktpersonen, die vollständig gegen COVID-19 geimpft sind (ab Tag 15 nach
der abschließenden lm pfung),
b) immungesunde enge Kontaktpersonen, die von einer PCR-bestätigten SARS-CoV-2-lnfektion genesen sind und mit einer lmpfstoffdosis geimpft wurden und
c) immungesunde enge Kontaktpersonen, die von einer PCR-bestätigten SARS-CoV-2-lnfektion genesen sind, wenn der enge Kontakt zu einem bestätigten Fall von COVID-19 innerhalb von sechs Monaten nach dem Nachweis der vorherigen SARS-CoV-2-lnfektion erfolgte.

Der lmpfnachweis und der Nachweis der vorherigen SARS-CoV-2-lnfektion sind dem Fachbereich Gesundheit auf Anforderung vorzulegen. Treten bei den in Satz 1 genannten Personen innerhalb von 14 Tagen ab dem engen Kontakt zu dem bestätigten Fall von COVID-19 typische Symptome einer lnfektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wie Husten, Fieber oder Geschmacks- und Geruchsverlust auf, so ist der zuständige Fachbereich Gesundheit unverzüglich zu informieren. Der Fachbereich Gesundheit kann im Einzelfall eine abweichende Entscheidung treffen und eine Quarantäne anordnen, z. B. bei Verdacht auf eine lnfektion des laborbestätigten Quellfalls mit einer der besorgniserregenden SARS-CoV-2-Varianten, außer der Variant e 8.1.1.7.”

Für Quarantäne-Endabstriche darf die eigene Wohnung verlassen werden; jedoch ist der direkte Weg zur Test-Station und zurück zu nehmen. Auf dem Weg muss eine FFP2-Maske getragen und Abstand zu anderen Menschen gehalten werden. Der ÖPNV darf für Hin- und Rückweg nicht genutzt werden.

Desweiteren müssen positiv Getestete bei Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt die Art der Testung (PCR-Test oder Antigentest) und das Datum des Tests sowie Name, Vorname, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer mitteilen.

Zusätzlich wird der Begriff “Kontaktperson” näher umrissen. Kontaktperson ist, wer nach den geltenden Kriterien des Robert-Kochlnstituts als enge Kontaktpersonen (mit erhöhtem lnfektionsrisiko) einzustufen sind und wenn mindestens ein Kriterium der Kontaktsituation zutrifft:
a) Enger Kontakt (<1,5 Meter, Nahfeld) länger als 10 Minuten zu einem bestätigten Fall von SARS-CoV-2 ohne adäquaten Schutz

b) Gespräch mit einem bestätigten Fall von SARS-CoV-2 (Faceto-face-Kontakt, <1,5 Meter, unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz (adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt eine nichtmedizinische oder medizinische Mund-Nasen-Bedeckung oder direkter Kontakt mit respiratorischem Sekret z. B. durch Küssen, Anniesen, Kontakt mit Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung)

c) Unabhängig vom Abstand: gleichzeitiger Aufenthalt von Kontaktperson und einem bestätigten Fall von SARS-CoV-2 im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole für mehr als 10 Minuten, auch wenn die Kontaktperson und der bestätigte Fall durchgehend und korrekt eine nichtmedizinische oder medizinische Mund-
Nasen-Bedeckung getragen haben.

Sätze 1 und 3 gelten nicht für Kontaktsituationen von im Rahmen der Patientenversorgung eingesetztem medizinischen Personal im Gesundheitswesen. Die Entscheidung über die Einstufung als Kontaktperson trifft für diesen Personenkreis der Fachbereich Gesundheit abhängig vom konkreten Einzelfall.