Elisabeth-Krankenhaus: Auf dem Weg zur modernsten Krankenhaus-Radiologie in Halle

Elisabeth-Krankenhaus

Halle. EK. Der Aufbau der neuen Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) steht vor dem Abschluss. Nach der personellen Erweiterung der Klinik hat das Team um Chefarzt Dr. med. Tim-Ole Petersen weitere medizinische Groß- und Spezialgeräte entgegengenommen. Mit der Einrichtung der Medizintechnik nach neuesten Standards wird die Klinik zur modernsten Radiologie in einem halleschen Krankenhaus.

Auch für die erfahrenen Spezialisten war es ein besonderer Tag: An einem Kran schwebte die „Gantry“, der charakteristische große Ring des modernen Computertomographen (CT), über den Innenhof des Krankenhausstandorts St. Elisabeth und wurde anschließend in die neuen Räumlichkeiten der Radiologie gefahren. Weitere Bestandteile des hochmodernen Gerätes und der Patiententisch folgten. Die Computertomographie ist ein computergestütztes Röntgenverfahren, das durch sogenannte Schnittbilder das Innere des Körpers sichtbar macht. Im Gegensatz zum klassischen Röntgen ermöglicht sie dreidimensionale, überlagerungsfreie Darstellungen. Bereits im Vorfeld hatten die Verantwortlichen der Klinik, der Fachbereich Medizintechnik des Krankenhauses und der Hersteller Philips intensiv bei der Abstimmung der Logistik zusammengearbeitet.

Ergänzend zum neuen Computertomographen arbeitet die Klinik ab sofort mit einem neuartigen Kontrastmittelinjektor. Kontrastmittel werden dem Patienten während der Untersuchung über die Vene gespritzt, um Gewebe, Organe und Funktionen des Körpers bei bildgebenden Verfahren besser darstellen zu können. Das Gerät mit dem Namen MEDRAD® Centargo nimmt dem behandelnden Personal durch automatische Funktionen viele Schritte ab und verfügt über neueste Monitoring- und Sicherheitsfeatures. Durch die Automatisierung vieler Prozesse bei der Kontrastmittelgabe erhält das Klinikpersonal mehr Freiräume für die persönliche Patientenbetreuung.

Fast zeitgleich konnte mit dem neuen Magnetresonanztomographen (MRT) ein weiteres Großgerät in Betrieb genommen werden. Das Gerät mit einer Feldstärke von 1.5 Tesla bietet eine Reihe von Zusatzfunktionen, die nicht nur der Patientensicherheit, sondern auch dem Patientenkomfort während der Untersuchung zu Gute kommen. Ein Beispiel: Mit der „Ambient Experience In-bore Connect“-Lösung können die Patienten den Untersuchungsraum durch die Auswahl von Farben und der Intensität der Beleuchtung selbst gestalten. So entsteht eine beruhigende Atmosphäre. Sie haben die Möglichkeit, Videos auszuwählen, die sowohl als Projektion an der Wand als auch in der „Röhre“ über einen Spiegel zu sehen sind. Der Ton zum Video kommt über Kopfhörer, die ohnehin vom Patienten als Lärmschutz getragen werden. Diese Art der Ablenkung hilft vor allem aufgeregten Patienten und Kindern, sich während der Untersuchung zu entspannen. Auch die für eine MRT-Untersuchung typischen Klopfgeräusche werden um rund 80 Prozent reduziert. Ein Schwerpunkt des Systems ist die Diagnostik von Kindern in der Neuropädiatrie.