Saalekreis: Mit dem „Impf-Taxi“ zum Impftermin

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Merseburg. LKS. Aktuell ist es für alle Impfberechtigten im Saalekreis nur möglich, sich im Impfzentrum in der Merseburger Rischmühlenhalle gegen Covid-19 impfen zu lassen. In naher Zukunft ist jedoch vorgesehen, die Bürgerinnen und Bürger mit mobilen Impfteams auch in den Gemeinden vor Ort zu versorgen. Der Startschuss dafür könnte schon im Februar fallen. Als erste Gemeinde soll die Stadt Wettin-Löbejün mit einem mobilen Impfteam angefahren werden. Die Absprachen dazu laufen bereits. Konkrete Details werden noch bekanntgegeben.

Für viele Bürgerinnen und Bürger aus den umliegenden Ortschaften bedeutet es dennoch, dass sie einen langen Weg antreten müssen. Auch öffentliche Verkehrsmittel bieten sich für die Menschen im ländlichen Raum nur bedingt an. „Besonders für ältere Menschen ist die Situation unzumutbar und stellt in vielen Fällen eine Herausforderung dar“, urteilte der Landrat des Saalekreises, Hartmut Handschak (parteilos). „Nicht Jeder hat Verwandte und Bekannte in der Nähe, die unterstützen können“.

Aus diesem Grund wurde die Aktion „Impf-Taxi“ ins Leben gerufen. In diesem Projekt sollen die Fahrten der Senioren, die nicht mehr in der Lage sind, allein den Impfort in der jeweiligen Kommune aufzusuchen, von den Gemeinden unterstützt und organisiert werden. Diese können eigenständig über das Transportmittel entscheiden. Unterstützung erhält der Landkreis von der Saalesparkasse, die für diese Aktion 37.500 Euro zur Verfügung stellt. „Wir freuen uns sehr, dass die Saalesparkasse auf uns zugekommen ist“, so Landrat Hartmut Handschak. „Durch dieses Angebot wird die Umsetzung der Impfstrategie einfacher und bürgernaher“. Alle Gemeinden im Landkreis erhalten jeweils eine Summe von 2.500 Euro. Die Organisation der Fahrten zum Impfort und zurück übernehmen die Gemeinden vor Ort.