„Merseburger Kreiskalender 2021“ jetzt erhältlich

Merseburg. LKSaalekreis. Der druckfrische „Merseburger Kreiskalender 2021“ ist ab sofort erhältlich. Seit 1989 wird die Broschüre jährlich vom Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg herausgegeben. Mit seinem Einband in frischem Rot und einem er­weiterten Umfang von 68 Seiten enthält der neue Jahrgang wieder eine the­menreiche Zusammenstellung interessanter Beiträge zur Geschichte und Kul­tur der Merseburger Region, dazu zahlreiche meist farbige Abbildungen.

Zwölf Monatsbilder und die Beilage zeigen Fotografien von Reiner Ose zum Merseburger Stadtbild. Seinen Schwarz-Weiß-Bildern aus der ersten Hälfte der 1970er Jahre stellt der Großkaynaer zum Vergleich aktuelle, aus gleichem Blickwinkel aufgenommene Fotografien aus dem Jahr 2019 gegenüber. Die Bildpaare ergänzen den Textbeitrag von Joachim Riebel, der den Leser über das Betrachten der Fotos in das Merseburg der 1970er Jahre hineinversetzt. Dabei schenkt er auch den oft zufällig mit aufs Bild gelangten zeitgeschichtlich aussagekräftigen Details besondere Beachtung.

Eine Sonderausstellung mit Fotografien von Reiner Ose zum Thema ist noch bis zum 17. Januar 2021 im Museum zu sehen.

Von Armin Rudolph erfährt der Leser Interessantes zur Geschichte der Orte Lössen, Löpitz und Tragarth bis zum Ende des Mittelalters auf der Grundlage archäologischer Funde und historischer Quellen.

Gegenstand des Beitrages von Karin Heise ist das kürzlich vom Museum er­worbene, Herzog Heinrich zu Sachsen-Merseburg gewidmete Jagdbuch-Kompendium Moritz August Weidmanns aus dem Jahr 1734. In dem jagd­geschichtlich wertvollen und bebilderten Werk sind unter anderem damals gängige Jagdmethoden, Jagdtiere und Fachbegriffe erläutert.

Jürgen Jankofsky erinnert mit einer 1927 im „Hutzelmann – Wochenzeitung für unsere Kleinen“ erschienenen „merkwürdigen“ Geschichte aus der Feder von Walter Bauer an den 130. Geburtstag Siegfried Bergers, der damals Chefredakteur der Tageszeitung „Merseburger Korrespondent“ war.

Auch Johannes Remenz möchte erinnern: Vor 20 Jahren konnte das Geläut des Merseburger Doms nach erfolgter Restaurierung endlich wieder vollständig erklingen.

Den letzten, reich bebilderten Aufsatz verfasste Gerhard Richwien. Nach seinen neuesten bauhistorischen Ergebnissen konnte er mehrere Umbau- und Nutzungsphasen des ehemaligen Logengebäudes „Zum goldenen Kreuz“ nahe des Merseburger Domplatzes nachweisen und dokumentieren. Aus dem ein­führenden Text zur Geschichte der Freimaurerei ist zu erfahren, dass die be­reits 1805 gegründete Merseburger Loge das Gebäude 1824 ersteigerte und während der über 100jährigen Nutzung Um- und Erweiterungsbauten erfolg­ten. Nach der erzwungenen Auflösung der Loge 1935 wurde der Bau u. a. als Behördengebäude, später auch von der Fachschule für Binnenhandel und ge­genwärtig als Wohnhaus genutzt. Seit 2020 ist das einzigartige und in hohem Maße erhaltenswerte, jedoch nur mit großem Aufwand zu restaurierende Ge­bäude als Baudenkmal ausgewiesen.

Neu im „Merseburger Kreiskalender“ ist die Rubrik „Einblicke in die Museums­arbeit“. Hier stellen die verantwortlichen Museumsmitarbeiter rückblickend Sonderausstellungen, Veranstaltungen und andere Aktivitäten des Museums und des Förderkreises im Zeitraum des bereits vergangenen Jahres vor.

Wie in jedem Jahr kann das Erscheinen der neuesten Ausgabe des „Mersebur­ger Kreiskalenders“ auch durch die großzügige Unterstützung regionaler Fir­men abgesichert werden.

Der „Merseburger Kreiskalender 2021“ ist u. a. im Museumsshop (Dom-und Schlossinformation), in den Merseburger Buchhandlungen und in der Merse­burger Tourist-Information für 4,20 Euro erhältlich. Freunde des „Merseburger Kreiskalenders“ können übrigens auch noch alle früheren Jahrgänge ab 1990 zum Preis von je 2,60 Euro, ab 2018 für 4,20 Euro, im Museumsshop erwer­ben.