Nachwuchssorgen: Bäckerei-Azubis in Halle (Saale) fit für die Abschlussprüfung machen

Wer in einer Bäckerei lernt, soll bei derVorbereitung auf die Abschlussprüfungunterstützt werden, fordert dieGewerkschaft NGG.Foto: NGG.

Leipzig/Halle/Dessau. NGG. Auszubildende, die in Halle (Saale) kurz vor ihrer Abschlussprüfung zur Bäckergesellin oder zum Fachverkäufer stehen, sollen besser auf ihre Klausur vorbereitet werden. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

„Weil der Berufsschulunterricht pandemiebedingt über Monate ausgefallen ist, oder nur digital stattfand, haben viele Azubis wichtigen Stoff verpasst und blicken mit Bauchschmerzen auf die anstehende Prüfung“, sagt Jörg Most von der NGG-Region Leipzig-Halle-Dessau.

Die heimischen Bäckereien sollen ihren Nachwuchskräften mehr Zeit zum Lernen geben und einen zusätzlichen Vorbereitungskurs anbieten, so die Gewerkschaft. Nach einer neuen Förderrichtlinie werden die Kosten für solche Kurse zur Hälfte vom Bund übernommen bis maximal 500 Euro. Laut Arbeitsagentur arbeiten in Halle (Saale) aktuell rund 260 Menschen in Bäckereien – darunter 15 Azubis.

„Die Branche hat ohnehin große Schwierigkeiten, genügend Nachwuchs für die harte Arbeit in der Backstube oder am Verkaufstresen zu finden. Eine hohe Durchfallquote bei den Gesellenprüfungen würde den Fachkräftemangel weiter verschärfen“, warnt Most.

Prüfungsvorbereitungskurse werden unter anderem von den Bildungseinrichtungen des Bäckerhandwerks (ADB-Fachschulen) und von den Handwerkskammern angeboten. Bundesweit hat die Gewerkschaft NGG gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks Betriebe dazu aufgerufen, die Fördermittel für die Prüfungsvorbereitungskurse zu nutzen.