Chronologie: Corona-Virus in Halle (Saale) – 11. bis 16. Dezember 2020

News

16. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger informieren in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale).

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 73 – Höchstwert

2. Infizierte in der Stadt: 593 (+23) – Höchstwert

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 155,09 (+11,23) – Höchstwert

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 117 (+14) – Höchstwert
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 90 (+3) – Höchstwert
davon Intensivbehandlungen: 27 (+/-0)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 44 (+2)
– mit dem Virus gestorben: 30 (+2)
– an dem Virus gestorben: 14 (+/-0)

Leider müssen wir heute wieder von zwei Todesfällen berichten. Eine 87-jährige Frau und ein 79-jähriger Mann sind mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus bzw. einem Alten- und Pflegeheim gestorben.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 605 (-597)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.365 (+73)
Anzahl der Geheilten: 1.728 (+48)

Die Altersaufteilung der 31 Frauen und 42 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 15
19-29 Jahre: 18
30-49 Jahre: 17
50-69 Jahre: 17
Über 70 Jahre: 6

Recherche-Ergebnisse zu den ermittelten Orten der Infektion:
Privates Umfeld: 28 Neuinfektionen;
Hier lagen Kontakte zu Positiven innerhalb der Familie oder des Freundes- und Bekanntenkreises vor.

Berufliches Umfeld: 10 Neuinfektionen;

    • Zwei Fälle betreffen Montagearbeiter.
    • Zwei Fälle sind der Logistik-Branche zuzuordnen.
    • Vier Fälle betreffen die Dienstleistungs-Branche (Sicherheitsfirma, Nagelstudio, Küchenservice, Gewerkschaft).
    • Zwei Fälle betreffen Mitarbeiter aus dem Einzelhandel.

Alten- und Pflegebereich: 3 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft einen Bewohner der Einrichtung in der Joachimstaler Straße.
    • Ein Fall betrifft eine Bewohnerin einer Senioren-WG, in der es bereits ein Ausbruchsgeschehen gab.
    • Ein Fall betrifft eine Bewohnerin des Seniorenheims Lindenhof.

Medizinischer Bereich: 8 Neuinfektionen;

    • Vier Fälle betreffen medizinisches Personal aus verschiedenen Kliniken.
    • In einem Fall lässt sich die Infektion über den Kontakt bei einer physiotherapeutischen Behandlung zuordnen.
    • Ein Fall Fall betrifft medizinisches Personal einer Klinik in einem anderen Landkreis.
    • Zwei Fälle betreffen Patienten, die stationär behandelt werden und aufgrund ihres Gesundheitszustandes keine Auskunft zu möglichen Infektionswegen geben können.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 24 Neuinfektionen aus folgenden Einrichtungen:

    • ein Fall Kita Am Stadtpark
    • ein Fall Sport-Gymnasium
    • drei Fälle Sekundarschule Süd
    • drei Fälle Sekundarschule Am Fliederweg
    • vier Fälle Gemeinschaftsschule August Hermann Francke
    • ein Fall IGS Steintor
    • ein Fall BbS Gutjahr
    • ein Fall BbS V Klosterstraße
    • ein Fall BbS IV Friedrich List.
    • fünf Fälle betreffen private Bildungsinstitute.
    • drei Fälle betreffen Studierende und Mitarbeiter der MLU.

Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zu den Gemeinschaftseinrichtungen:
Der Fachbereich Gesundheit hat gestern in drei Gemeinschaftseinrichtungen Schnelltests zur Aufhebung von bestehenden Quarantänen durchgeführt. Die 80 Abstriche brachten alle negative Ergebnisse.

Noch einmal zur Erinnerung: Die Schnelltests in Schulen und Kitas dienen laut geltender Allgemeinverfügung der Stadt dazu, bestehende Quarantänen zu beenden und bei negativem Ergebnis die Rückkehr in die Gemeinschaftseinrichtung zu ermöglichen.

Mit der Aufhebung der Präsenzpflicht in den Schulen seit heute werden wir die Schnelltests in den Schulen nur noch bis einschließlich Freitag anbieten. Mit Beginn der Ferien entfallen diese Tests. Ab dann gilt für alle positiv Getesteten und deren Kontaktpersonen die vollständige 10-tägige Quarantäne. In den Kitas planen wir die Schnelltests bis einschließlich 23. Dezember 2020.

Das Land hat zudem heute mitgeteilt, dass es für alle Lehrkräfte sowie für das schulische Personal, also Pädagogische Mitarbeiter, Schulsozialarbeiter, Schulsekretärinnen oder Hausmeister, die Möglichkeit gibt, sich am 7. und 8. Januar einem Corona-Schnelltest zu unterziehen. Insgesamt können mehr als 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen 941 öffentlichen Schulen des Landes sowie den Schulen in freier Trägerschaft an den Testungen teilnehmen.

Zur Situation in den Krankenhäusern:
Das Elisabeth-Krankenhaus hat gestern darüber informiert, dass es Covid-19-Patienten aus dem Klinikum in Merseburg übernommen hat. Es handelt sich um 4 Patienten, darunter zwei Intensiv-Patienten.

Für die Mediziner der halleschen Kliniken sind solche Unterstützungs-Maßnahmen für andere Krankenhäuser eine Selbstverständlichkeit. Die vermehrten Anfragen aus anderen Landkreisen zeigen aber auch, dass sich die Situation weiter zuspitzt und dass sich eine Beurteilung der Lage in den Kliniken nicht allein auf die Situation in der Stadt Halle eingrenzen lässt.

Ich habe es wiederholt gesagt und möchte es noch einmal wiederholen: Eine der entscheidendsten Fragen in dieser Pandemie ist es, ob es uns gelingt, das Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Für Halle steht die Ampel bereits seit einigen Tagen auf Gelb. Die Zahlen von stationär behandelten Covid-Patienten ist aber weiter steigend.
Aktuell werden 117 Covid-Patienten in halleschen Krankenhäusern behandelt.

Heute Nachmittag wird es erstmals eine gemeinsame Videokonferenz des Sozialministeriums mit allen Krankenhäusern und Trägern des Rettungsdienstes im südlichen Sachsen-Anhalt geben. Diesen Austausch halten wir für dringend notwendig, um ein Gesamtbild über die aktuelle Lage im Gesundheitssystem zu erhalten.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden fünf Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 18 Kontrollen, in…

    • sechs Gaststätten,
    • zehn Geschäften,
    • sowie zwei Kontrollen von Personengruppen.

Dabei gab es einen Verstoß in einer Gaststätte.

Zur 9. Eindämmungsverordnung des Landes:
Der Pandemiestab der Stadt hat gestern Abend ausführlich über die 9. Eindämmungsverordnung des Landes beraten. Zentrale Frage dabei war der Umgang mit Orten, an denen mit Personenansammlungen zu rechnen ist. In diesem Zuge haben wir Maßnahmen diskutiert für verschiedene Bereiche. Die Ergebnisse möchte ich Ihnen gern vorstellen:

Zu den Bädern:
Die geplante reguläre Schließung der Bäder für den Vereinssport in der Weihnachtszeit wird vom 19.12. auf den heutigen 16.12. vorgezogen. Die Schließung dauert vorerst bis zum 10. Januar 2021 an. In der Konsequenz werden das Stadtbad und die Schwimmhalle Neustadt geschlossen.

Die Sprunghalle in Halle-Neustadt und die Robert-Koch-Schwimmhalle bleiben geöffnet, eine Nutzung ist aber ausschließlich Olympia- und Bundeskadern erlaubt. Landes- und Nachwuchskadern ist keine Nutzung gestattet.

Für das öffentliche Schwimmen sind die Bäder in Halle bereits seit 02.11.2020 geschlossen. Das Schulschwimmen entfällt ab dem 15. Dezember.

Zum Zoo:
Die Geschäftsführung des Bergzoos hat zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Zoos und dem Pandemiestab der Stadt Halle nach intensiven Beratungen beschlossen, auch den Zoo für den Besucherverkehr ab heute und zunächst bis zum 10.01.2021 zu schließen. Damit nehmen die Verantwortlichen auch ihre Verpflichtung wahr, die Gesundheit der Zoomitarbeiter zu schützen und dadurch auch die Versorgung der Tiere in dieser angespannten Situation weiter sicher zu stellen.

Zu den Behindertenwerkstätten:
Die Behindertenwerkstätten bleiben geöffnet. Der Pandemiestab ist hier Expertenmeinungen gefolgt, dass gerade Menschen mit Behinderungen einen geregelten Tagesablauf brauchen und ihnen deshalb die Arbeit in den Werkstätten erlaubt sein sollte. Der Pandemiestab spricht für die Betreiber der Behindertenwerkstätten allerdings die dringende Empfehlung aus, alle Mitarbeitenden und Betreuer zweimal wöchtenlich zu testen. Zudem wird dringend empfohlen, in den Werkstätten dauerhaft FFP2-Masken zu tragen.

Zu Bautätigkeiten:
Die Stadt Halle wird auf ihren Baustellen bis Anfang des kommenden Jahres keine Sondierungsarbeiten mehr durchführen. Die Entscheidung ist eine Konsequenz aus den wiederholten Bombenfunden bei Bauarbeiten auf der Silberhöhe. Angesichts der gegenwärtigen Infektionslage sind Evakuierung, wie sie auf der Silberhöhe zuletzt nötig waren, unbedingt zu vermeiden.

Zum Sport:
Neben den beschriebenen Regelungen für die Bäder wird es in der Stadt Halle keine ergänzenden Regelungen zur 9. Eindämmungsverordnung geben. Städtische Sportanlagen und verpachtete Sportanlagen bleiben allerdings für den Bereich des Individualsports geschlossen. Hier erfolgen gegenwärtig auch Abstimmungen mit dem Landessportbund.

Die Stadt Halle (Saale) hat gegenüber dem Landessportbund Sachsen-Anhalt e.V. die Empfehlung ausgesprochen, dass der Sportbetrieb in städtischen Sportanlagen ausschließlich auf die Olympia-, Perspektiv- und Nachwuchskader 1 beschränkt wird. Der Landessportbund unterstützt diese Beschränkung und kommuniziert dies mit den Sportfachverbänden.

Zu den Hochzeiten:
Für Hochzeiten im Trauzimmer des Ratshofes gilt ab sofort eine Beschränkung der Teilnehmerzahl. Neben dem Brautpaar und dem Standesbeamten dürfen sich hier aus Platzgründen maximal vier weitere Personen aufhalten. Für Hochzeiten im deutlich größeren Trauzimmer im Stadthaus gelten die Regelungen der 9. Eindämmungsverordnung.

Zu den Sonnenstudios
Der Pandemiestab hat beschlossen, entsprechend der gültigen Eindämmungsverordnung den Betrieb von Sonnenstudios weiter zu ermöglichen. Die konsequente Umsetzung der Hygienekonzepte wird von der Stadt überprüft.

Wir erwarten, dass die neuen Regelungen viele Detailfragen mit sich bringen. Ich möchte deshalb noch einmal auf die zentralen Ansprechpartner des Pandemiestabes verweisen, die in den Bereichen Schule, Wirtschaft, Sport und Kirchen für Ihre Fragen zur Verfügung stehen.

Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Internetseite.

Die 9. Eindämmungsverordnung des Landes appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, für die Weihnachtszeit die Kontakte fünf bis sieben Tage vor dem Familienfest auf ein absolutes Minimum zu reduzieren („Schutzwoche“).

Vom Zünden von Silvesterfeuerwerk wird generell dringend abgeraten, da dies aufgrund des Gefahrenpotenzials eine zusätzliche Belastung für das Gesundheitswesen darstellt.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
bei allen Verordnungen und Regelungen bleibt eines unerlässlich: Es geht um unseren eigenen Zugang zu den Gefahren des Corona-Virus. Es geht um unsere Eigenverantwortung. Deshalb abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie diese Eigenverantwortung bitte wahr.

    • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
    • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
    • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
    • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.
Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

15. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):

1. Neuinfektionen in der Stadt: 65 – Höchstwert

2. Infizierte in der Stadt: 570 (+41) – Höchstwert

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 143,87 (+10,81) – Höchstwert
Die Inzidenz in der Stadt ist deutlich gestiegen, weil vorige Woche Dienstag 39 Fälle registriert wurden.
Der landesweite Wert betrug gestern: 162,11 (+9,20)
Der Wert in Sachsen: 379 (+30)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 103 (+20) – Höchstwert
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 87 (+21) – Höchstwert
davon Intensivbehandlungen: 27 (+1) – Höchstwert

5. Zahl der Toten: zu beklagen 42 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 28 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 14 (+/-0)

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 1.202 (+957)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.292 (+65)
Anzahl der Geheilten: 1.680 (+24)
Anrufe an den Hotlines: 3.643 (Corona: 1.151; Bürgertelefon: 2.492)

Die Altersaufteilung der 36 Frauen und 29 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 5
19-29 Jahre:18
30-49 Jahre: 21
50-69 Jahre: 14
Über 70 Jahre: 7

Recherche-Ergebnisse zu den ermittelten Orten der Infektion:
Privates Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte): 32 Neuinfektionen;
Hier lagen Kontakte zu Positiven innerhalb der Familie oder des Freundes- und Bekanntenkreises vor.

Berufliches Umfeld: 12 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter eines Unternehmens aus der Kunststoff verarbeitenden Industrie.
    • Ein Fall betrifft die Bau-Branche.
    • Ein Fall betrifft die Lebensmittel-Branche.
    • Drei Fälle sind der Logistik-Branche zuzuordnen.
    • Vier Fälle betreffen die Dienstleistungs-Branche (Reinigungsfirma, Software, Steuerberatung, Zeitarbeit).
    • Ein Fall betrifft die Automobil-Industrie.
    • Ein Fall betrifft eine Mitarbeiterin eines Sozial-Dienstes.

Alten- und Pflegebereich: 2 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft eine Bewohnerin aus der Einrichtung St. Cyriaci.
    • Ein Fall betrifft eine Mitarbeiterin in der ambulanten Pflege.

Medizinischer Bereich: 2 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft medizinisches Personal einer Klinik in einem anderen Landkreis.
    • In einem Fall ist ein Patient betroffen, der stationär behandelt wird und aufgrund seines Zustandes keine Auskunft zu möglichen Infektionswegen geben kann.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 17 Neuinfektionen aus folgenden Einrichtungen:

    • Ein Fall betrifft die Grundschule Kastanienallee.
    • Ein Fall betrifft die Freie Grundschule Friedemann Bach.
    • Drei Fälle betreffen die Sekundarschule Süd.
    • Zwei Fälle betreffen die BbS IV Friedrich List.
    • Ein Fall betrifft eine Kindertagespflege.
    • Drei Fälle betreffen private Bildungsinstitute.
    • Ein Fall betrifft eine Berufsbildende Schule in einem anderen Landkreis.
    • Fünf Fälle betreffen Studierende und Mitarbeiter der MLU.

Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zu den Gemeinschaftseinrichtungen:
Der Fachbereich Gesundheit hat gestern in zwölf Gemeinschaftseinrichtungen Schnelltests zur Aufhebung der bestehenden Quarantänen durchgeführt. Es waren insgesamt 326 Schnelltests. 16 davon fielen positiv aus.
Diese positiven Schnelltests verteilten sich auf:

    • einen in der Kita Am Stadtpark
    • zwei in der Sekundarschule Am Fliederweg
    • zwei in der Sekundarschule Halle-Süd
    • einen in der BbS IV Friedrich List
    • zehn in der Gemeinschaftsschule August Hermann Francke

Die betroffenen Personen bleiben damit in Quarantäne und haben einen PCR-Test zur Überprüfung erhalten. Alle anderen Personen können die Quarantäne beenden.

Wir werden die Schnelltests in den Schulen bis einschließlich kommenden Freitag anbieten. Mit Beginn der Ferien entfallen diese Tests. Ab dann gilt für alle positiv Getesteten und deren Kontaktpersonen die vollständige 10-tägige Quarantäne. In den Kitas planen wir die Schnelltests bis einschließlich 23. Dezember 2020.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden zwei Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 12 Kontrollen, in…

    • drei Sport- und Freizeiteinrichtungen,
    • einem Kosmetikstudio,
    • sowie sechs Quarantäne-Kontrollen
    • und zwei Kontrollen von Personengruppen.

Dabei gab es keine weiteren Verstöße.

Bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Passendorf wurden Schnelltests durchgeführt, diese fielen alle negativ aus. Ab heute 24 Uhr ist die Wehr wieder einsatzbereit.

Zudem hat die JVA Halle gestern 335 Schnelltests durchgeführt, sowohl bei den Bediensteten als auch bei den Insassen. Alle Tests fielen negativ aus.

Zur den Dienstleistungen der Stadtwerke:
Die Stadtwerke werden aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens ihre Dienstleistungen ab morgen einschränken:

    • Die Service-Center der HAVAG in Halle-Neustadt und in der Großen Ulrichstraße sind ab morgen geschlossen. Alle Tickets werden über Automaten, Online-Angebote und Apps verkauft.
    • Die Kundencenter von EVH und HWS in der Bornknechtstraße sind ab morgen ebenfalls geschlossen. Die telefonische Erreichbarkeit für alle Kunden ist gewährleistet.
    • Die Wertstoffmärkte bleiben geöffnet und regulieren ab morgen den Zugang. Das bedeutet, dass nur eine geringere Anzahl an Personen gleichzeitig Zugang erhält.

Zur neuen Eindämmungsverordnung des Landes:
Das Landeskabinett hat gestern bekannt gegeben, wie die Beschlüsse der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Minsterpräsidenten vom vergangenen Sonntag in Sachsen-Anhalt umgesetzt werden. Geregelt wird dies über eine neue 9. Eindämmungsverordnung. Die Eckpunkte der Regelungen möchte ich gern noch einmal nennen:

Ab dem 16. Dezember 2020 hebt Sachsen-Anhalt die Präsenzpflicht für die Schuljahrgänge 1 bis 6 aller Schulformen und darüber hinaus dem 7. Schuljahrgang an Förderschulen auf. Es wird empfohlen, wo immer möglichst, die Kinder zuhause zu betreuen, die Teilnahme am Präsenzunterricht ist nicht verpflichtend. Die Jahrgangsstufen 7 bis 13 der übrigen allgemeinbildenden Schulen sowie die Berufsschulen wechseln ab dem 16. Dezember 2020 in den Distanzunterricht. Ausgenommen werden die für den Schulabschluss unaufschiebbaren Klausuren und Klassenarbeiten, die unter Einhaltung der Hygienebestimmungen stattfinden dürfen.

Kitas bieten Notbetreuung an. Für die Tage von Mittwoch, 16. Dezember 2020, bis zum Ende dieser Woche gilt eine Übergangsphase. Hier können alle Eltern für ihre Kinder die Betreuung in Anspruch nehmen, wenn es sich familiär nicht anders regeln lässt. Besondere Nachweise sind für diese Tage nicht erforderlich. Ab Montag, 21. Dezember 2020, gelten die Regeln wie zuletzt ab Ende Mai: Notbetreuung kann in Anspruch genommen werden, wenn Eltern in einem systemrelevanten Bereich beschäftigt sind. Eine Arbeitgeber-Bescheinigung ist dafür notwendig.

Der Einzelhandel mit Ausnahme des Einzelhandels für Lebensmittel, der Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarktern von Lebensmitteln, der Abhol- und Lieferdienste, der Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, der Apotheken, der Sanitätshäuser, der Drogerien, der Optiker, der Hörgeräteakustiker, der Tankstellen, der Kfz-Werkstätten, der Fahrradgeschäfte mit Werkstätten, der Banken und Sparkassen, der Poststellen, der Reinigungen, der Waschsalons, des Zeitungsverkaufs, der Buchhandlungen, der Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, des Weihnachtsbaumverkaufs und des Großhandels wird ab dem 16. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 geschlossen.

Silvester und Neujahr gilt ein Versammlungsverbot, auch hier folgt Sachsen-Anhalt der Bundeslinie. Öffentliche Feuerwerke sind untersagt.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie (medizinische Fußpflege), bleiben weiter möglich.

Für Alten- und Pflegeheime sowie die Beschäftigten von mobilen Pflegediensten hatte Sachsen-Anhalt bereits am Freitag eine Testpflicht für Beschäftigte und Besucher beschlossen.

Wir erwarten, dass die neuen Regelungen viele Detailfragen mit sich bringen. Ich möchte deshalb noch einmal auf die zentralen Ansprechpartner des Pandemiestabes verweisen, die in den Bereichen Schule, Wirtschaft, Sport und Kirchen für Ihre Fragen zur Verfügung stehen.

Nadine Kadyck (Schule): nadine.kadyck@halle.de
Kirsten Schneider (Sport): kirsten.schneider@halle.de
Eric Brecht (Wirtschaft und Kirchen): eric.brecht@halle.de

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
bei allen Verordnungen und Regelungen bleibt eines unerlässlich: Es geht um unseren eigenen Zugang zu den Gefahren des Corona-Virus. Es geht um unsere Eigenverantwortung. Deshalb abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie diese Eigenverantwortung bitte wahr.

    • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
    • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
    • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
    • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.

Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

14. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 47

2. Infizierte in der Stadt: 529 (-26)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 133,06 (+7,07)
Die Inzidenz in der Stadt ist gestiegen, weil vorige Woche Montag 30 Fälle registriert wurden. Neuer Höchstwert.
Der landesweite Wert betrug gestern: 152,91 (+2,24)
Der Wert in Sachsen: 349 (+36)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 83 (-2)
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 66 (+4)
davon Intensivbehandlungen: 26 (+/-0)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 42 (+2)
– mit dem Virus gestorben: 28 (+1)
– an dem Virus gestorben: 14 (+1)

Leider müssen wir heute erneut von zwei Todesfällen berichten. Im Elisabeth-Krankenhaus sind am Wochenende eine 80-jährige Frau und ein 70-jähriger Mann gestorben.* Die Frau starb an, der Mann mit einer Corona-Infektion.

* In einer vorherigen Fassung war von zwei verstorbenen Männern die Rede, dies wurde korrigiert.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 245 (+57)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.227 (+47) 
Anzahl der Geheilten: 1.656 (+71)

Die Altersaufteilung der 33 Frauen und 14 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 9
19-29 Jahre: 4
30-49 Jahre: 11
50-69 Jahre: 8
Über 70 Jahre: 15

Recherche-Ergebnisse zu den ermittelten Orten der Infektion:
Privates Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte): 14 Neuinfektionen;
Hier lagen Kontakte zu Positiven innerhalb der Familie oder des Freundes- und Bekanntenkreises vor.

Berufliches Umfeld: 2 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter aus der Logistik-Branche.
    • Ein Fall betrifft einen Beamten der Berufsfeuerwehr – dazu im Anschluss mehr.

Alten- und Pflegebereich: 14 Neuinfektionen;

    • Zehn Fälle stammen aus Senioren-WGs. Betroffen sind zwei verschiedene WGs.
    • Zwei Fälle betreffen Bewohnerinnen aus der Einrichtung St. Cyriaci.
    • Zwei Fälle stammen aus dem Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße. Betroffen sind eine Mitarbeiterin und eine Bewohnerin.

Medizinischer Bereich: 7 Neuinfektionen;

    • Fünf Fälle stammen aus dem Klinikum Bergmannstrost, betroffen sind drei medizinische Mitarbeiter und zwei Patienten.
    • Ein Fall betrifft Personal im arbeitsmedizinischen Bereich.
    • Ein Fall lässt sich auf einen stationären Kur-Aufenthalt zurückführen.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 10 Neuinfektionen aus folgenden Einrichtungen:

    • Zwei Fälle in der Kita „Villa der fröhlichen Kinder“;
    • Ein Fall in der Grundschule St. Franziskus;
    • Ein Fall in der Auen-Grundschule;
    • Zwei Fälle in der Grundschule Wolfgang Borchert;
    • Ein Fall in der Gemeinschaftsschule Heinrich Heine;
    • Ein Fall in der KGS Hutten;
    • Zwei Fälle in der BbS IV Friedrich List.

Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Es gab gestern keine Verstöße gegen die Maskenpflicht. Darüber hinaus erfolgten Kontrollen

    • in drei Park-Anlagen,
    • in einer Prostitutionsstätte,
    • von einer Personengruppe,
    • bei acht Gottesdiensten.

Auch dabei gab es keine Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung.

Durch die Polizei wurden am Wochenende zwei Personen-Ansammlungen aufgelöst. In einem Fall handelte es sich um eine Zusammenkunft von elf Personen Am Treff. Gegen alle Beteiligten wurden Ordnungswidrigkeits-Anzeigen gestellt.

Zudem musste durch einen Notarzt eine Kinder-Geburtstagsfeier aufgelöst werden, weil die gastgebende Mutter hohes Fieber hatte (39 Grad Celsius).

Zur Situation in den halleschen Feuerwehren:
Am Wochenende sind zwei weitere Beamte der Berufsfeuerwehr positiv getestet worden. Ein Beamter war bereits längere Zeit im Krankenstand, sodass hier kein Kontakt zu Kollegen bestand und keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind.

Aufgrund des zweiten positiven Befundes befinden sich nun weitere 14 Beamte der Berufsfeuerwehr als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Bei allen Beamten wurden Schnelltests angeordnet. Insgesamt gilt aktuell Quarantäne für 67 Beamte.

Zudem wurde eine Quarantäne für 10 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Passendorf ausgesprochen, da im Rahmen eines Lehrgangs Kontakt zu dem infizierten Beamten der Berufsfeuerwehr bestanden hatte. Zudem wurden Schnelltests angeordnet.

Die Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehr ist nach wie vor gewährleistet. Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht mehr einsatzbereit. Für diesen Einsatzbereich zuständig: die Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Nietleben und Neustadt.
 
Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
der Beschluss der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten, den ich gestern bereits an dieser Stelle in den Grundaussagen dargestellt habe, wird in die neue Eindämmungsverordnung des Landes einfließen, die am Mittwoch in Kraft tritt. Sie wird tiefgreifende Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten enthalten.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf die zentralen Ansprechpartner des Pandemiestabes verweisen, die in den Bereichen Schule, Wirtschaft, Sport und Kirchen für Ihre Fragen zur Verfügung stehen:

Nadine Kadyck (Schule): nadine.kadyck@halle.de
Kirsten Schneider (Sport): kirsten.schneider@halle.de
Eric Brecht (Wirtschaft und Kirchen): eric.brecht@halle.de

Doch bei allen Verordnungen und Regelungen bleibt eines unerlässlich: Es geht um unseren eigenen Zugang zu den Gefahren des Corona-Virus. Es geht um unsere Eigenverantwortung. Deshalb abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie diese Eigenverantwortung bitte wahr.

    • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
    • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
    • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
    • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig. Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

13. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am heutigen Sonntag in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“I. Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 47

2. Infizierte in der Stadt: 555 (+47)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 125,99 (+4,99) Die Inzidenz in der Stadt ist gestiegen, weil vorige Woche Sonntag 35 Fälle vorgelegen hatten. Ampel auf ROT, bei 200 auf dunkelrot. Neuer Höchstwert. Der landesweite Wert betrug gestern: 149,67 (-0,64). Der Wert in Sachsen: 313 (+/-0)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 85 (+11) Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 62 (+6) davon Intensivbehandlungen: 26 (+5)

Alle drei Krankenhaus-Werte sind neue Höchstwerte. Dies zeigt, dass sich die Situation hier weiter verschärft.

5. Zahl der Toten: 40 (+/-0)
mit dem Virus gestorben: 27 (+/-0); an dem Virus gestorben: 13 (+/-0)

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 188 (-881)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.180 (+47)
Anzahl der Geheilten: 1.585 (+/-0)

Die Altersaufteilung der neuinfizierten 25 Frauen und 22 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 2
19-29 Jahre: 12
30-49 Jahre: 16
50-69 Jahre: 11
Über 70 Jahre: 6

Recherche-Ergebnisse zu den ermittelten Orten der Infektion:
Privates Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte): 26 Neuinfektionen

Berufliches Umfeld: 2 Neuinfektionen;
– 1 Fall betrifft einen Mitarbeiter eines Autohauses.
– 1 Fall betrifft Personal der JVA Halle.

Alten- und Pflegebereich: 2 Neuinfektionen;
– 1 Fall betrifft eine Bewohnerin aus dem Cura-Senoirencentrum.
– 1 Fall betrifft eine Bewohnerin aus dem St. Cyriaci.

Medizinischer Bereich: 13 Neuinfektionen;
– 6 Fälle betreffen Personal des Elisabeth Krankenhauses.
– 6 Fälle betreffen Personal von niedergelassenen Praxen.
– In einem Fall ist ein Patient betroffen, der stationär behandelt wird und aufgrund seines Zustandes keine Auskunft geben kann zu möglichen Infektionsketten.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 4 Neuinfektionen.
Neben den zwei bereits genannten und dem privaten Bereich zuzuordnenden Fällen gibt es Infektionen in folgenden Einrichtungen: 

– 1 Fall betrifft die IGS Am Steintor;
– 1 Fall das Landesstudienkolleg;
– 1 Fall das Thomas-Müntzer-Gymnasium;
– 1 Fall betrifft eine Lehrkraft einer privaten Bildungseinrichtung.

Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
1 Verstoß gegen die Maskenpflicht wurde festgestellt.

Darüber hinaus erfolgten 54 Kontrollen, in 3 Gaststätten, 20 Geschäften (davon 19 Kioske), 5 Parkanlagen, bei 2 Gottesdiensten sowie bei Kontrollen von insgesamt 24 Orten, an denen Personengruppen anzutreffen sind.

Es gab 3 Verstöße: am Peißnitzhaus und an der Magistrale; hier wurde jeweils nicht auf die Abstände zum Kiosk geachtet. Bei einer privaten Feier in der Leipziger Straße; hier wurde eine Gruppe mit 23 Personen aufgelöst und 23 Anzeigen wurden gefertigt.

Zu den Statistiken der Woche:
Folgend die Grafiken zu den Inzidenzen und den Patienten in den Krankenhäusern sowie die Zahlen zu den Gemeinschaftseinrichtungen. Die Werte reichen jeweils immer vom vergangenen Sonntag bis heute.

 

 


Erläuterung zum aktuellen Stand in den Gemeinschaftseinrichtungen:
Schulen:
737 von 30.742 Schülern befinden sich in Quarantäne – das bedeutet im Umkehrschluss: 97,6 Prozent befinden sich im Unterricht.
23 Schulen sind betroffen.
33 Lehrer befinden sich in Quarantäne.
29 Schüler sind positiv getestet worden.
5 Lehrer sind positiv getestet worden.

Kitas:
242 Kinder in Kitas befinden sich in Quarantäne von insgesamt 10.100; 97,6 Prozent gehen also in die Kitas.
30 Erzieher befinden sich in Quarantäne.
3 Kita-Kinder sind positiv getestet.
5 Erzieherinnen sind positiv getestet

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
Bund und Länder haben heute in ihrer Konferenz weitergehende Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung beschlossen: Der Einzelhandel wird vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen. Ausnahmen gelten für Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken. Dazu zählen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Großhandel.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege müssen schließen. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich.

Für Weihnachten gilt: fünf Personen, mehr Haushalte.

Daneben sollen private Treffen weiterhin auf zwei Haushalte und maximal fünf Personen beschränkt werden – Kinder unter 14 Jahren nicht eingerechnet. Auch zu Weihnachten soll eine Obergrenze von fünf Personen gelten, allerdings soll die Zahl der Haushalte höher sein dürfen.

Das Trinken alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum wird vom 16. Dezember bis 10. Januar untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt. Am Silvester- sowie am Neujahrstag soll laut den Plänen bundesweit ein “An- und Versammlungsverbot” umgesetzt werden. Darüber hinaus soll ein Feuerwerksverbot auf publikumsträchtigen Plätzen gelten, die von den Kommunen bestimmt werden. Der Feuerwerksverkauf soll in diesem Jahr generell verboten werden. Das Bundesinnenministerium soll eine entsprechende Verordnung erlassen.

Möglichst keine Schul- und Kita Besuche: Schüler und Kita-Kinder sollen spätestens ab Mittwoch deutschlandweit wann immer möglich für zunächst dreieinhalb Wochen zu Hause bleiben. Ausnahmen und eine Notbetreuung sind möglich und in einigen Bundesländern gelten solche Regeln bereits ab Montag.

Ab sofort Pflichttests in Alten- und Pflegeheimen: In den besonders vom Coronavirus betroffenen Alten- und Pflegeheimen werden nun Pflichttests eingeführt. “Mehrmals pro Woche” sollten die Tests stattfinden. Der Bund will mit medizinischen Schutzmasken und durch die Übernahme der Kosten für Antigen-Schnelltests unterstützen.

Die Entscheidung über die genauen Vorgaben liegt bei den Ländern. Entsprechende Verordnungen werden vorbereitet.

Aus der Sicht der Stadt möchte ich hinzufügen: In Halle ist der Inzidenzwert vergleichsweise zwar gering, dennoch ist er zu hoch. Das hängt mit den stets frühzeitig ergriffenen Maßnahmen zusammen, die der Pandemiestab der Stadt getroffen hat. Ich hatte gestern bereits auf ein präventives Handeln hingewiesen und auf die negative Zukunftsprognose, die die Leitungen der Krankenhäuser gestellt haben. Ich begrüße deshalb die heute beschlossenen Maßnahmen, ohne wenn und aber. Sie sind zwingend erforderlich. Ein Zuwarten hätte unser Gesundheitsversorgung auch in Halle an den Rand der sächlichen und vor allem personellen Möglichkeiten gebracht.

Grundsätzlich werden die Einschänkungen bis zum 10. Januar gelten. Das große Ziel bleibt es, die Infektionszahlen deutlich zu senken und die angespannte Situation in den Krankenhäusern zu entlasten. Eine Überlastung des Gesundheitssystems muss unbedingt verhindert werden.

Abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr. Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum; verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten; veranstalten Sie keine privaten Feiern; vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig. Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

12. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt:   55

2. Infizierte in der Stadt: 508 (+19)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 121,00 (+3,74)
Die Inzidenz in der Stadt ist gestiegen, weil vorige Woche Samstag 46 Fälle vorgelegen hatten. Ampel auf ROT, bei 200 auf dunkelrot. Der landesweite Wert gestern: 150,31 (+2,87). Der Wert in Sachsen: 313 (+3)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 74 (+2)
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 56 (+2)
davon Intensivbehandlungen: 21 (+/-0)
Ampel auf gelb. Kapazitäten für Covid-19-Patienten vorhanden. Im Übrigen gilt der Notbetrieb: D. h. Notfalleingriffe können mit vollem Leistungsstandard durchgeführt werden. Planbare Operationen werden verschoben, wenn für den Patienten dadurch kein Schaden zu erwarten ist.

5. Zahl der Toten: zu beklagen 40 (+2)
– mit dem Virus gestorben: 27 (+2)
– an dem Virus gestorben: 13 (+/-0)

Leider müssen wir heute von zwei weiteren Todesfällen berichten – zwei Männer, 81 und 82 Jahre alt, sind im Diakonie-Krankenhaus und im Elisabeth-Krankenhaus mit einer Corona-Infektion gestorben.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 1.069 (+510)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.133 (+55)  
Anzahl der Geheilten: 1.585 (+34)
Anrufe an den Hotlines: 1.504 (Corona: 675; Bürgertelefon: 829)

Die Altersaufteilung der 32 Frauen und 23 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre    18
19-29 Jahre    7
30-49 Jahre    14
50-69 Jahre    7
Über 70 Jahre    9

Zu den Recherche-Ergebnissen zum Ort der Infektion:
Privates Umfeld: 15 Neuinfektionen;
Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Berufliches Umfeld: 7 Neuinfektionen;
– 1 Fall aus der Finanzbranche;
– 1 Fall aus der Medien-Branche;
– 1 Fall aus dem Einzelhandel (Supermarkt);
– 2 Fälle aus der Dienstleistungs-Branche (Friseur-Handwerk, Kosmetikstudio);
– 1 Fall betrifft das Landgericht;
– 1 Fall stammt aus einer Berufsschule in einer anderen Stadt.

Alten- und Pflegebereich: 9 Neuinfektionen;
– 4 Fälle betreffen das Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße, betroffen sind zwei Mitarbeiterinnen sowie zwei Angehörige, die in der Einrichtung zu Besuch waren.
– 2 Fälle betreffen Bewohner aus dem Cura-Senoirencentrum
– 2 Fälle betreffen Bewohnerinnen aus der Einrichtung Pro Curand
– 1 Fall betrifft eine Bewohnerin aus der Einrichtung in der Werrastraße.

Medizinischer Bereich: 5 Neuinfektionen;
– 1 Fall betrifft medizinisches Personal des Elisabeth Krankenhauses.
– 1 Fall betrifft eine Servicekraft aus dem Krankenhaus Martha Maria.
– 1 Fall betrifft eine niedergelassene Praxis in einem anderen Landkreis.
– In 2 Fällen sind Patienten betroffen, die stationär behandelt werden und aufgrund ihres Zustandes keine Auskunft geben können zu möglichen Infektionsketten.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 19 Neuinfektionen
in folgenden Einrichtungen:
– 8 Fälle betreffen die Grundschule Südstadt.
– 1 Fall die Grundschule Kastanienallee;
– 1 Fall die Sportschule;
– 2 Fälle das Südstadt-Gymnasium;
– 1 Fall die Kita „Villa der fröhlichen Kinder“;
– 1 Fall das Feininger-Gymnasium;
– 1 Fall das Elisabeth-Gymnasium;
– 1 Fall die BbS IV Friedrich List;
– 1 Fall die Kita „Am Stadtpark“
– 1 Fall die Sekundarschule Am Fliederweg
– 1 Fall betrifft eine Lehrkraft einer Schule in einem anderen Landkreis.
Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zur Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen:
In 6 Gemeinschaftseinrichtungen wurden gestern Schnelltests im Hinblick auf die Aufhebung der bestehenden Quarantänen durchgeführt. Es gab drei positive Ergebnisse: eines im Thomas-Müntzer-Gymnasium, zwei in der Grundschule Westliche Neustadt. Die betroffenen Schüler bleiben damit in Quarantäne und erhalten einen PCR-Test zur Überprüfung. Alle anderen Schüler können die Schule wieder besuchen.

Von den bereits unter der Woche festgestellten 16 positiven Schnelltests in Schulen und Kitas liegen nun 15 Ergebnisse vor: 12 PCR-Tests haben den positiven Befund bestätigt. Dies betrifft die Kita „Villa der fröhlichen Kinder“, das Südstadt-Gymnasium, die Sportschule, 8 Tests in der Grundschule Südstadt sowie einen Test im Landesstudienkolleg.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 7 Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten Kontrollen, in…
– 1 Gaststätte,
– 11 Geschäften,
– 5 Sport- und Freizeiteinrichtungen,
– 1 Prostitutionsstätte,
– 14 Kontrollen von Personengruppen.
Dabei gab es 1 Verstoß in einem Außen-Imbiss (Verstoß gegen die Maskenpflicht).
Die Polizei hat zudem ein Treffen von 10 Personen in der Rainstraße aufgelöst. Hieraus resultierten 7 Anzeigen.
Nach dem positiven Befund bei einem Beamten der Berufsfeuerwehr sind gestern Schnelltests bei den 51 direkten Kontaktpersonen erfolgt. Alle sind negativ ausgefallen. Die Beamten bleiben in Quarantäne. Am Ende der Woche folgen hier PCR-Tests. Fallen diese negativ aus, kann die Wachabteilung am nächsten Sonntag wieder regulär in den Dienst zurückkehren.
Die Schnelltests in der JVA Halle haben keine positiven Befunde ergeben.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
derzeit ist bundesweit ein Knallhart-Lockdown schon vor Weihnachten im Gespräch. Das werden wir morgen nach dem Abstimmungsgespräch der BK’in mit den MP‘en erfahren.

Die Situation in Halle wird bewertet nach nach der Inzidenzzahl und der Situation in den halleschen Krankenhäusern.

Die Inzidenzzahl ist in Halle weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt, gleichwohl auf ROT.

Die halleschen Krankenhäuser rechnen mit weiteren Patienten-Aufnahmen in den nächsten Tagen, auch aus West-Sachsen. Dort können die Krankenhäuser keine weiteren COVID-19 Patienten aufnehmen, die sächlichen und personellen Kapazitäten seien erschöpft. Da auch hier stetig weitere Covid-19-Patienten in die Krankenhäuser kommen, haben die Ärztlichen Direktoren eine negative Zukunftsprognose erstellt. Wörtlich heißt es im aktuellen Statement von heute Mittag:

„Die Kliniken in der Stadt Halle sind gegenwärtig durch pandemiebedingte Personalausfälle und durch eine deutliche Zunahme an Covid-19 Patienten stark belastet und können bereits jetzt nicht jedem Patienten eine dringliche Behandlung zeitnah und im gebotenen Umfang anbieten.
Bei einem weiteren Anstieg der Covid-19 Fallzahlen droht kurzfristig die Überlastung der Versorgungsstrukturen.
Dieser weitere Anstieg ist hochwahrscheinlich, wenn nicht sofort weitere, drastische Kontakteinschränkungen erfolgen.
Daher empfehlen die Leitungen aller Krankenhäuser in Halle die sofortige Umsetzung effektiver Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und schließen sich damit den aktuellen Empfehlungen der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner) und der Leopoldina an.“


Das heißt: Ab dem 14. 12.2020 sollte die Schulpflicht aufgehoben und nachdrücklich zur Arbeit im Homeoffice aufgefordert werden. Ab dem 24. Dezember 2020 sollten zusätzlich alle Geschäfte schließen, die nicht der Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen lebensnotwendigen Waren dienen. Soziale Kontakte sollten auf einen sehr eng begrenzten Kreis reduziert werden.

„Jeder weitere Tag ohne durchgreifende und nachhaltige Lockdown-Maßnahmen koste Menschenleben, sagt der Präsident der DIVI, Prof. Uwe Janssens. „Ein Zögern und Warten auf Weihnachten ist schier unverantwortlich.“

Dieser Empfehlung schließt sich der Pandemiestab an.

Abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.
– Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
– Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
– Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
– Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig. Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund. “

11. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 45.

2. Infizierte in der Stadt: 489 (-5)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 117,26  (-4,57)
Die Inzidenz in der Stadt ist gesunken, weil vorige Woche Freitag der Höchstwert von 56 Fällen vorgelegen hatte.
Der landesweite Wert gestern: 147,44 (+7,15). Der Wert in Sachsen: 310 (-5)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 72 (+1)
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 54 (-4)
davon Intensivbehandlungen: 21 (+4)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 38 (+4)
– mit dem Virus gestorben: 25 (+2)
– an dem Virus gestorben: 13 (+2)

Leider müssen wir heute von vier weiteren Todesfällen berichten – zwei Frauen, 84 und 85 Jahre alt, sowie zwei Männer, 82 und 84 Jahre alt. Zwei Patienten sind mit einer Corona-Infektion gestorben, zwei Patienten an einer Corona-Infektion.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 559 (-69)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.078 (+45) 
Anzahl der Geheilten: 1.551 (+46)

Die Altersaufteilung der 29 Frauen und 16 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 4
19-29 Jahre: 9
30-49 Jahre: 13
50-69 Jahre: 8
Über 70 Jahre: 11

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:
Privates Umfeld: 14 Neuinfektionen;

    • Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Berufliches Umfeld: 5 Neuinfektionen;

    • Ein Fall aus der Stadtverwaltung;
    • Ein Fall aus der Finanzbranche;
    • Ein Fall aus der Automobil-Branche
    • Ein Fall aus der Dienstleistungs-Branche (Friseur-Handwerk);
    • Ein Fall aus der Bau-Branche.

Alten- und Pflegebereich: 9 Neuinfektionen;

    • Alle neun Fälle betreffen Bewohnerinnen und Bewohner des Altenpflegeheims in der Joachimstaler Straße.

Medizinischer Bereich:  5 Neuinfektionen;

    • Zwei Fälle stammen aus dem Bergmannstrost, betroffen ist sowohl medizinisches Personal als auch ein Patient.
    • Ein Fall betrifft eine niedergelassene Ärztin.
    • Ein Fall stammt aus der AWO-Psychatrie.
    • In einem Fall ist eine Patientin betroffen, die stationär behandelt wird und aufgrund ihres Zustandes keine Auskunft geben kann zu möglichen Infektionsketten.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 12 Neuinfektionen in folgenden Einrichtungen:

    • Sechs Fälle betreffen Studierende aus dem Studienkolleg Halle.
    • Zwei Fälle die BbS IV Friedrich List
    • Ein Fall die KGS Humboldt
    • Ein Fall die Montessori Schule
    • Ein Fall die Grundschule Westliche Neustadt
    • Ein Fall betrifft eine Lehrkraft einer Schule in einem anderen Landkreis.

Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zur Situation in den Krankenhäusern:
Für alle Krankenhäuser steht die Ampel auf Gelb: Es sind Kapazitäten für Covid-19-Patienten vorhanden, aber in den Kliniken gilt inzwischen der Notbetrieb. Das bedeutet, Notfall-Eingriffe können mit vollem Leistungsstandard durchgeführt werden. Aber: Planbare Operationen werden verschoben, wenn für den Patienten dadurch kein Schaden zu erwarten ist.

Zur Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen:
Die Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen der Stadt bleibt angespannt. Wir haben heute elf Infektionsfälle in der Joachimstaler Straße registriert. Zusätzlich zu den neun genannten Fällen sind auch zwei Mitarbeiterinnen betroffen, die nicht in Halle wohnen.

Die Zahlen belegen, wie wichtig es ist, in diesem Bereich erhöhte Sicherheitsmaßnahmen einzuziehen. Es ist unabdingbar, hier präventiv gegen das Virus vorzugehen. Noch einmal zusammenfassend:

In Einrichtungen, in denen ein aktiver positiver Fall registriert ist, müssen alle Personen, die die Einrichtung betreten – egal ob Besucher oder Mitarbeiter –  einen negativen Schnelltest vorweisen.

In Alten- und Pflegeheimen, in denen aktuell keine Infektion aufgetreten ist, gilt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein Alten- und Pflegeheim betreten, müssen nunmehr zweimal wöchentlich beim Betreten am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen. Hier hat das Land die in Halle geltenden Maßnahmen noch einmal verschärft. Alle übrigen Personen müssen jedes Mal am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen.

Die Verantwortung für die Durchführung liegt bei den Heimen.

Zur Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen:
In neun Gemeinschaftseinrichtungen wurden gestern Schnelltests durchgeführt. Zwei ergaben positive Ergebnisse:

    • einer in der Kita „Villa der fröhlichen Kinder“,
    • einer im Studienkolleg.

Hier erfolgen nun PCR-Tests zur Überprüfung.

Von den 14 positiven Schnelltests am Mittwoch liegen noch keine PCR-Ergebnisse vor.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden sieben Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten Kontrollen, in…

    • einer Gaststätte,
    • vier Geschäften,
    • drei Sport- und Freizeiteinrichtungen,
    • einer Prostitutionsstätte,
    • sowie 52 Quarantäne-Kontrollen
    • und drei Kontrollen von Personengruppen.

Dabei gab es einen Verstoß in einem Außen-Imbiss.

Leider mussten wir zudem einen positiven Fall in der Berufsfeuerwehr verzeichnen. Der Beamte wohnt nicht in Halle und fällt deshalb nicht in die oben genannte Statistik. Der Fall hat aber Auswirkungen auf die Berufsfeuerwehr in der Stadt: Aktuell befinden sich 51 Beamte als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Hier erfolgen nun Schnelltests und PCR-Tests. Zudem müssen ab sofort alle Beamten bei Dienstantritt einen Schnelltest durchführen. Im Dienst ist eine FFP2-Maske zu tragen.

Die Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehr ist nicht beeinträchtigt. Insgesamt hat die Stadt Halle (Saale) 308 Einsatzkräfte.

In der JVA Halle sind zwei Mitarbeiter positiv getestet worden. Beide wohnen nicht in Halle und sind deshalb ebenfalls nicht in der Statistik erfasst. Direkte Kontaktpersonen beider Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. In der JVA werden zudem nunmehr bei allen Mitarbeitern bei Dienstantritt Schnelltests durchgeführt; im Dienst ist eine FFP2-Maske zu tragen.

In Deutschland überschreiten inzwischen 391 Regionen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Damit gelten rund 95 Prozent der deutschen Regionen als Corona-Hotspots. Ausgangsbeschränkungen gibt es in Baden Württemberg schon ab Samstag. Am Sonntag ist erneut eine Videokonferenz zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten vorgesehen.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,

abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.

    • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
    • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
    • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
    • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig. Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

 


Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Herausgabe der Zahlen und Statistiken erfolgt durch die Stadt Halle (Saale).

16. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger informieren in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale).

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 73 – Höchstwert

2. Infizierte in der Stadt: 593 (+23) – Höchstwert

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 155,09 (+11,23) – Höchstwert

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 117 (+14) – Höchstwert
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 90 (+3) – Höchstwert
davon Intensivbehandlungen: 27 (+/-0)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 44 (+2)
– mit dem Virus gestorben: 30 (+2)
– an dem Virus gestorben: 14 (+/-0)

Leider müssen wir heute wieder von zwei Todesfällen berichten. Eine 87-jährige Frau und ein 79-jähriger Mann sind mit einer Corona-Infektion in einem Krankenhaus bzw. einem Alten- und Pflegeheim gestorben.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 605 (-597)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.365 (+73)
Anzahl der Geheilten: 1.728 (+48)

Die Altersaufteilung der 31 Frauen und 42 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 15
19-29 Jahre: 18
30-49 Jahre: 17
50-69 Jahre: 17
Über 70 Jahre: 6

Recherche-Ergebnisse zu den ermittelten Orten der Infektion:
Privates Umfeld: 28 Neuinfektionen;
Hier lagen Kontakte zu Positiven innerhalb der Familie oder des Freundes- und Bekanntenkreises vor.

Berufliches Umfeld: 10 Neuinfektionen;

    • Zwei Fälle betreffen Montagearbeiter.
    • Zwei Fälle sind der Logistik-Branche zuzuordnen.
    • Vier Fälle betreffen die Dienstleistungs-Branche (Sicherheitsfirma, Nagelstudio, Küchenservice, Gewerkschaft).
    • Zwei Fälle betreffen Mitarbeiter aus dem Einzelhandel.

Alten- und Pflegebereich: 3 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft einen Bewohner der Einrichtung in der Joachimstaler Straße.
    • Ein Fall betrifft eine Bewohnerin einer Senioren-WG, in der es bereits ein Ausbruchsgeschehen gab.
    • Ein Fall betrifft eine Bewohnerin des Seniorenheims Lindenhof.

Medizinischer Bereich: 8 Neuinfektionen;

    • Vier Fälle betreffen medizinisches Personal aus verschiedenen Kliniken.
    • In einem Fall lässt sich die Infektion über den Kontakt bei einer physiotherapeutischen Behandlung zuordnen.
    • Ein Fall Fall betrifft medizinisches Personal einer Klinik in einem anderen Landkreis.
    • Zwei Fälle betreffen Patienten, die stationär behandelt werden und aufgrund ihres Gesundheitszustandes keine Auskunft zu möglichen Infektionswegen geben können.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 24 Neuinfektionen aus folgenden Einrichtungen:

    • ein Fall Kita Am Stadtpark
    • ein Fall Sport-Gymnasium
    • drei Fälle Sekundarschule Süd
    • drei Fälle Sekundarschule Am Fliederweg
    • vier Fälle Gemeinschaftsschule August Hermann Francke
    • ein Fall IGS Steintor
    • ein Fall BbS Gutjahr
    • ein Fall BbS V Klosterstraße
    • ein Fall BbS IV Friedrich List.
    • fünf Fälle betreffen private Bildungsinstitute.
    • drei Fälle betreffen Studierende und Mitarbeiter der MLU.

Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zu den Gemeinschaftseinrichtungen:
Der Fachbereich Gesundheit hat gestern in drei Gemeinschaftseinrichtungen Schnelltests zur Aufhebung von bestehenden Quarantänen durchgeführt. Die 80 Abstriche brachten alle negative Ergebnisse.

Noch einmal zur Erinnerung: Die Schnelltests in Schulen und Kitas dienen laut geltender Allgemeinverfügung der Stadt dazu, bestehende Quarantänen zu beenden und bei negativem Ergebnis die Rückkehr in die Gemeinschaftseinrichtung zu ermöglichen.

Mit der Aufhebung der Präsenzpflicht in den Schulen seit heute werden wir die Schnelltests in den Schulen nur noch bis einschließlich Freitag anbieten. Mit Beginn der Ferien entfallen diese Tests. Ab dann gilt für alle positiv Getesteten und deren Kontaktpersonen die vollständige 10-tägige Quarantäne. In den Kitas planen wir die Schnelltests bis einschließlich 23. Dezember 2020.

Das Land hat zudem heute mitgeteilt, dass es für alle Lehrkräfte sowie für das schulische Personal, also Pädagogische Mitarbeiter, Schulsozialarbeiter, Schulsekretärinnen oder Hausmeister, die Möglichkeit gibt, sich am 7. und 8. Januar einem Corona-Schnelltest zu unterziehen. Insgesamt können mehr als 27.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen 941 öffentlichen Schulen des Landes sowie den Schulen in freier Trägerschaft an den Testungen teilnehmen.

Zur Situation in den Krankenhäusern:
Das Elisabeth-Krankenhaus hat gestern darüber informiert, dass es Covid-19-Patienten aus dem Klinikum in Merseburg übernommen hat. Es handelt sich um 4 Patienten, darunter zwei Intensiv-Patienten.

Für die Mediziner der halleschen Kliniken sind solche Unterstützungs-Maßnahmen für andere Krankenhäuser eine Selbstverständlichkeit. Die vermehrten Anfragen aus anderen Landkreisen zeigen aber auch, dass sich die Situation weiter zuspitzt und dass sich eine Beurteilung der Lage in den Kliniken nicht allein auf die Situation in der Stadt Halle eingrenzen lässt.

Ich habe es wiederholt gesagt und möchte es noch einmal wiederholen: Eine der entscheidendsten Fragen in dieser Pandemie ist es, ob es uns gelingt, das Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten. Für Halle steht die Ampel bereits seit einigen Tagen auf Gelb. Die Zahlen von stationär behandelten Covid-Patienten ist aber weiter steigend.
Aktuell werden 117 Covid-Patienten in halleschen Krankenhäusern behandelt.

Heute Nachmittag wird es erstmals eine gemeinsame Videokonferenz des Sozialministeriums mit allen Krankenhäusern und Trägern des Rettungsdienstes im südlichen Sachsen-Anhalt geben. Diesen Austausch halten wir für dringend notwendig, um ein Gesamtbild über die aktuelle Lage im Gesundheitssystem zu erhalten.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden fünf Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 18 Kontrollen, in…

    • sechs Gaststätten,
    • zehn Geschäften,
    • sowie zwei Kontrollen von Personengruppen.

Dabei gab es einen Verstoß in einer Gaststätte.

Zur 9. Eindämmungsverordnung des Landes:
Der Pandemiestab der Stadt hat gestern Abend ausführlich über die 9. Eindämmungsverordnung des Landes beraten. Zentrale Frage dabei war der Umgang mit Orten, an denen mit Personenansammlungen zu rechnen ist. In diesem Zuge haben wir Maßnahmen diskutiert für verschiedene Bereiche. Die Ergebnisse möchte ich Ihnen gern vorstellen:

Zu den Bädern:
Die geplante reguläre Schließung der Bäder für den Vereinssport in der Weihnachtszeit wird vom 19.12. auf den heutigen 16.12. vorgezogen. Die Schließung dauert vorerst bis zum 10. Januar 2021 an. In der Konsequenz werden das Stadtbad und die Schwimmhalle Neustadt geschlossen.

Die Sprunghalle in Halle-Neustadt und die Robert-Koch-Schwimmhalle bleiben geöffnet, eine Nutzung ist aber ausschließlich Olympia- und Bundeskadern erlaubt. Landes- und Nachwuchskadern ist keine Nutzung gestattet.

Für das öffentliche Schwimmen sind die Bäder in Halle bereits seit 02.11.2020 geschlossen. Das Schulschwimmen entfällt ab dem 15. Dezember.

Zum Zoo:
Die Geschäftsführung des Bergzoos hat zusammen mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Zoos und dem Pandemiestab der Stadt Halle nach intensiven Beratungen beschlossen, auch den Zoo für den Besucherverkehr ab heute und zunächst bis zum 10.01.2021 zu schließen. Damit nehmen die Verantwortlichen auch ihre Verpflichtung wahr, die Gesundheit der Zoomitarbeiter zu schützen und dadurch auch die Versorgung der Tiere in dieser angespannten Situation weiter sicher zu stellen.

Zu den Behindertenwerkstätten:
Die Behindertenwerkstätten bleiben geöffnet. Der Pandemiestab ist hier Expertenmeinungen gefolgt, dass gerade Menschen mit Behinderungen einen geregelten Tagesablauf brauchen und ihnen deshalb die Arbeit in den Werkstätten erlaubt sein sollte. Der Pandemiestab spricht für die Betreiber der Behindertenwerkstätten allerdings die dringende Empfehlung aus, alle Mitarbeitenden und Betreuer zweimal wöchtenlich zu testen. Zudem wird dringend empfohlen, in den Werkstätten dauerhaft FFP2-Masken zu tragen.

Zu Bautätigkeiten:
Die Stadt Halle wird auf ihren Baustellen bis Anfang des kommenden Jahres keine Sondierungsarbeiten mehr durchführen. Die Entscheidung ist eine Konsequenz aus den wiederholten Bombenfunden bei Bauarbeiten auf der Silberhöhe. Angesichts der gegenwärtigen Infektionslage sind Evakuierung, wie sie auf der Silberhöhe zuletzt nötig waren, unbedingt zu vermeiden.

Zum Sport:
Neben den beschriebenen Regelungen für die Bäder wird es in der Stadt Halle keine ergänzenden Regelungen zur 9. Eindämmungsverordnung geben. Städtische Sportanlagen und verpachtete Sportanlagen bleiben allerdings für den Bereich des Individualsports geschlossen. Hier erfolgen gegenwärtig auch Abstimmungen mit dem Landessportbund.

Die Stadt Halle (Saale) hat gegenüber dem Landessportbund Sachsen-Anhalt e.V. die Empfehlung ausgesprochen, dass der Sportbetrieb in städtischen Sportanlagen ausschließlich auf die Olympia-, Perspektiv- und Nachwuchskader 1 beschränkt wird. Der Landessportbund unterstützt diese Beschränkung und kommuniziert dies mit den Sportfachverbänden.

Zu den Hochzeiten:
Für Hochzeiten im Trauzimmer des Ratshofes gilt ab sofort eine Beschränkung der Teilnehmerzahl. Neben dem Brautpaar und dem Standesbeamten dürfen sich hier aus Platzgründen maximal vier weitere Personen aufhalten. Für Hochzeiten im deutlich größeren Trauzimmer im Stadthaus gelten die Regelungen der 9. Eindämmungsverordnung.

Zu den Sonnenstudios
Der Pandemiestab hat beschlossen, entsprechend der gültigen Eindämmungsverordnung den Betrieb von Sonnenstudios weiter zu ermöglichen. Die konsequente Umsetzung der Hygienekonzepte wird von der Stadt überprüft.

Wir erwarten, dass die neuen Regelungen viele Detailfragen mit sich bringen. Ich möchte deshalb noch einmal auf die zentralen Ansprechpartner des Pandemiestabes verweisen, die in den Bereichen Schule, Wirtschaft, Sport und Kirchen für Ihre Fragen zur Verfügung stehen.

Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Internetseite.

Die 9. Eindämmungsverordnung des Landes appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, für die Weihnachtszeit die Kontakte fünf bis sieben Tage vor dem Familienfest auf ein absolutes Minimum zu reduzieren („Schutzwoche“).

Vom Zünden von Silvesterfeuerwerk wird generell dringend abgeraten, da dies aufgrund des Gefahrenpotenzials eine zusätzliche Belastung für das Gesundheitswesen darstellt.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
bei allen Verordnungen und Regelungen bleibt eines unerlässlich: Es geht um unseren eigenen Zugang zu den Gefahren des Corona-Virus. Es geht um unsere Eigenverantwortung. Deshalb abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie diese Eigenverantwortung bitte wahr.

    • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
    • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
    • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
    • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.
Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

15. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):

1. Neuinfektionen in der Stadt: 65 – Höchstwert

2. Infizierte in der Stadt: 570 (+41) – Höchstwert

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 143,87 (+10,81) – Höchstwert
Die Inzidenz in der Stadt ist deutlich gestiegen, weil vorige Woche Dienstag 39 Fälle registriert wurden.
Der landesweite Wert betrug gestern: 162,11 (+9,20)
Der Wert in Sachsen: 379 (+30)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 103 (+20) – Höchstwert
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 87 (+21) – Höchstwert
davon Intensivbehandlungen: 27 (+1) – Höchstwert

5. Zahl der Toten: zu beklagen 42 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 28 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 14 (+/-0)

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 1.202 (+957)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.292 (+65)
Anzahl der Geheilten: 1.680 (+24)
Anrufe an den Hotlines: 3.643 (Corona: 1.151; Bürgertelefon: 2.492)

Die Altersaufteilung der 36 Frauen und 29 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 5
19-29 Jahre:18
30-49 Jahre: 21
50-69 Jahre: 14
Über 70 Jahre: 7

Recherche-Ergebnisse zu den ermittelten Orten der Infektion:
Privates Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte): 32 Neuinfektionen;
Hier lagen Kontakte zu Positiven innerhalb der Familie oder des Freundes- und Bekanntenkreises vor.

Berufliches Umfeld: 12 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter eines Unternehmens aus der Kunststoff verarbeitenden Industrie.
    • Ein Fall betrifft die Bau-Branche.
    • Ein Fall betrifft die Lebensmittel-Branche.
    • Drei Fälle sind der Logistik-Branche zuzuordnen.
    • Vier Fälle betreffen die Dienstleistungs-Branche (Reinigungsfirma, Software, Steuerberatung, Zeitarbeit).
    • Ein Fall betrifft die Automobil-Industrie.
    • Ein Fall betrifft eine Mitarbeiterin eines Sozial-Dienstes.

Alten- und Pflegebereich: 2 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft eine Bewohnerin aus der Einrichtung St. Cyriaci.
    • Ein Fall betrifft eine Mitarbeiterin in der ambulanten Pflege.

Medizinischer Bereich: 2 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft medizinisches Personal einer Klinik in einem anderen Landkreis.
    • In einem Fall ist ein Patient betroffen, der stationär behandelt wird und aufgrund seines Zustandes keine Auskunft zu möglichen Infektionswegen geben kann.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 17 Neuinfektionen aus folgenden Einrichtungen:

    • Ein Fall betrifft die Grundschule Kastanienallee.
    • Ein Fall betrifft die Freie Grundschule Friedemann Bach.
    • Drei Fälle betreffen die Sekundarschule Süd.
    • Zwei Fälle betreffen die BbS IV Friedrich List.
    • Ein Fall betrifft eine Kindertagespflege.
    • Drei Fälle betreffen private Bildungsinstitute.
    • Ein Fall betrifft eine Berufsbildende Schule in einem anderen Landkreis.
    • Fünf Fälle betreffen Studierende und Mitarbeiter der MLU.

Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zu den Gemeinschaftseinrichtungen:
Der Fachbereich Gesundheit hat gestern in zwölf Gemeinschaftseinrichtungen Schnelltests zur Aufhebung der bestehenden Quarantänen durchgeführt. Es waren insgesamt 326 Schnelltests. 16 davon fielen positiv aus.
Diese positiven Schnelltests verteilten sich auf:

    • einen in der Kita Am Stadtpark
    • zwei in der Sekundarschule Am Fliederweg
    • zwei in der Sekundarschule Halle-Süd
    • einen in der BbS IV Friedrich List
    • zehn in der Gemeinschaftsschule August Hermann Francke

Die betroffenen Personen bleiben damit in Quarantäne und haben einen PCR-Test zur Überprüfung erhalten. Alle anderen Personen können die Quarantäne beenden.

Wir werden die Schnelltests in den Schulen bis einschließlich kommenden Freitag anbieten. Mit Beginn der Ferien entfallen diese Tests. Ab dann gilt für alle positiv Getesteten und deren Kontaktpersonen die vollständige 10-tägige Quarantäne. In den Kitas planen wir die Schnelltests bis einschließlich 23. Dezember 2020.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden zwei Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 12 Kontrollen, in…

    • drei Sport- und Freizeiteinrichtungen,
    • einem Kosmetikstudio,
    • sowie sechs Quarantäne-Kontrollen
    • und zwei Kontrollen von Personengruppen.

Dabei gab es keine weiteren Verstöße.

Bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Passendorf wurden Schnelltests durchgeführt, diese fielen alle negativ aus. Ab heute 24 Uhr ist die Wehr wieder einsatzbereit.

Zudem hat die JVA Halle gestern 335 Schnelltests durchgeführt, sowohl bei den Bediensteten als auch bei den Insassen. Alle Tests fielen negativ aus.

Zur den Dienstleistungen der Stadtwerke:
Die Stadtwerke werden aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens ihre Dienstleistungen ab morgen einschränken:

    • Die Service-Center der HAVAG in Halle-Neustadt und in der Großen Ulrichstraße sind ab morgen geschlossen. Alle Tickets werden über Automaten, Online-Angebote und Apps verkauft.
    • Die Kundencenter von EVH und HWS in der Bornknechtstraße sind ab morgen ebenfalls geschlossen. Die telefonische Erreichbarkeit für alle Kunden ist gewährleistet.
    • Die Wertstoffmärkte bleiben geöffnet und regulieren ab morgen den Zugang. Das bedeutet, dass nur eine geringere Anzahl an Personen gleichzeitig Zugang erhält.

Zur neuen Eindämmungsverordnung des Landes:
Das Landeskabinett hat gestern bekannt gegeben, wie die Beschlüsse der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Minsterpräsidenten vom vergangenen Sonntag in Sachsen-Anhalt umgesetzt werden. Geregelt wird dies über eine neue 9. Eindämmungsverordnung. Die Eckpunkte der Regelungen möchte ich gern noch einmal nennen:

Ab dem 16. Dezember 2020 hebt Sachsen-Anhalt die Präsenzpflicht für die Schuljahrgänge 1 bis 6 aller Schulformen und darüber hinaus dem 7. Schuljahrgang an Förderschulen auf. Es wird empfohlen, wo immer möglichst, die Kinder zuhause zu betreuen, die Teilnahme am Präsenzunterricht ist nicht verpflichtend. Die Jahrgangsstufen 7 bis 13 der übrigen allgemeinbildenden Schulen sowie die Berufsschulen wechseln ab dem 16. Dezember 2020 in den Distanzunterricht. Ausgenommen werden die für den Schulabschluss unaufschiebbaren Klausuren und Klassenarbeiten, die unter Einhaltung der Hygienebestimmungen stattfinden dürfen.

Kitas bieten Notbetreuung an. Für die Tage von Mittwoch, 16. Dezember 2020, bis zum Ende dieser Woche gilt eine Übergangsphase. Hier können alle Eltern für ihre Kinder die Betreuung in Anspruch nehmen, wenn es sich familiär nicht anders regeln lässt. Besondere Nachweise sind für diese Tage nicht erforderlich. Ab Montag, 21. Dezember 2020, gelten die Regeln wie zuletzt ab Ende Mai: Notbetreuung kann in Anspruch genommen werden, wenn Eltern in einem systemrelevanten Bereich beschäftigt sind. Eine Arbeitgeber-Bescheinigung ist dafür notwendig.

Der Einzelhandel mit Ausnahme des Einzelhandels für Lebensmittel, der Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarktern von Lebensmitteln, der Abhol- und Lieferdienste, der Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, der Apotheken, der Sanitätshäuser, der Drogerien, der Optiker, der Hörgeräteakustiker, der Tankstellen, der Kfz-Werkstätten, der Fahrradgeschäfte mit Werkstätten, der Banken und Sparkassen, der Poststellen, der Reinigungen, der Waschsalons, des Zeitungsverkaufs, der Buchhandlungen, der Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, des Weihnachtsbaumverkaufs und des Großhandels wird ab dem 16. Dezember 2020 bis zum 10. Januar 2021 geschlossen.

Silvester und Neujahr gilt ein Versammlungsverbot, auch hier folgt Sachsen-Anhalt der Bundeslinie. Öffentliche Feuerwerke sind untersagt.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie (medizinische Fußpflege), bleiben weiter möglich.

Für Alten- und Pflegeheime sowie die Beschäftigten von mobilen Pflegediensten hatte Sachsen-Anhalt bereits am Freitag eine Testpflicht für Beschäftigte und Besucher beschlossen.

Wir erwarten, dass die neuen Regelungen viele Detailfragen mit sich bringen. Ich möchte deshalb noch einmal auf die zentralen Ansprechpartner des Pandemiestabes verweisen, die in den Bereichen Schule, Wirtschaft, Sport und Kirchen für Ihre Fragen zur Verfügung stehen.

Nadine Kadyck (Schule): nadine.kadyck@halle.de
Kirsten Schneider (Sport): kirsten.schneider@halle.de
Eric Brecht (Wirtschaft und Kirchen): eric.brecht@halle.de

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
bei allen Verordnungen und Regelungen bleibt eines unerlässlich: Es geht um unseren eigenen Zugang zu den Gefahren des Corona-Virus. Es geht um unsere Eigenverantwortung. Deshalb abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie diese Eigenverantwortung bitte wahr.

    • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
    • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
    • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
    • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.

Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

14. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 47

2. Infizierte in der Stadt: 529 (-26)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 133,06 (+7,07)
Die Inzidenz in der Stadt ist gestiegen, weil vorige Woche Montag 30 Fälle registriert wurden. Neuer Höchstwert.
Der landesweite Wert betrug gestern: 152,91 (+2,24)
Der Wert in Sachsen: 349 (+36)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 83 (-2)
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 66 (+4)
davon Intensivbehandlungen: 26 (+/-0)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 42 (+2)
– mit dem Virus gestorben: 28 (+1)
– an dem Virus gestorben: 14 (+1)

Leider müssen wir heute erneut von zwei Todesfällen berichten. Im Elisabeth-Krankenhaus sind am Wochenende eine 80-jährige Frau und ein 70-jähriger Mann gestorben.* Die Frau starb an, der Mann mit einer Corona-Infektion.

* In einer vorherigen Fassung war von zwei verstorbenen Männern die Rede, dies wurde korrigiert.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 245 (+57)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.227 (+47) 
Anzahl der Geheilten: 1.656 (+71)

Die Altersaufteilung der 33 Frauen und 14 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 9
19-29 Jahre: 4
30-49 Jahre: 11
50-69 Jahre: 8
Über 70 Jahre: 15

Recherche-Ergebnisse zu den ermittelten Orten der Infektion:
Privates Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte): 14 Neuinfektionen;
Hier lagen Kontakte zu Positiven innerhalb der Familie oder des Freundes- und Bekanntenkreises vor.

Berufliches Umfeld: 2 Neuinfektionen;

    • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter aus der Logistik-Branche.
    • Ein Fall betrifft einen Beamten der Berufsfeuerwehr – dazu im Anschluss mehr.

Alten- und Pflegebereich: 14 Neuinfektionen;

    • Zehn Fälle stammen aus Senioren-WGs. Betroffen sind zwei verschiedene WGs.
    • Zwei Fälle betreffen Bewohnerinnen aus der Einrichtung St. Cyriaci.
    • Zwei Fälle stammen aus dem Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße. Betroffen sind eine Mitarbeiterin und eine Bewohnerin.

Medizinischer Bereich: 7 Neuinfektionen;

    • Fünf Fälle stammen aus dem Klinikum Bergmannstrost, betroffen sind drei medizinische Mitarbeiter und zwei Patienten.
    • Ein Fall betrifft Personal im arbeitsmedizinischen Bereich.
    • Ein Fall lässt sich auf einen stationären Kur-Aufenthalt zurückführen.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 10 Neuinfektionen aus folgenden Einrichtungen:

    • Zwei Fälle in der Kita „Villa der fröhlichen Kinder“;
    • Ein Fall in der Grundschule St. Franziskus;
    • Ein Fall in der Auen-Grundschule;
    • Zwei Fälle in der Grundschule Wolfgang Borchert;
    • Ein Fall in der Gemeinschaftsschule Heinrich Heine;
    • Ein Fall in der KGS Hutten;
    • Zwei Fälle in der BbS IV Friedrich List.

Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Es gab gestern keine Verstöße gegen die Maskenpflicht. Darüber hinaus erfolgten Kontrollen

    • in drei Park-Anlagen,
    • in einer Prostitutionsstätte,
    • von einer Personengruppe,
    • bei acht Gottesdiensten.

Auch dabei gab es keine Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung.

Durch die Polizei wurden am Wochenende zwei Personen-Ansammlungen aufgelöst. In einem Fall handelte es sich um eine Zusammenkunft von elf Personen Am Treff. Gegen alle Beteiligten wurden Ordnungswidrigkeits-Anzeigen gestellt.

Zudem musste durch einen Notarzt eine Kinder-Geburtstagsfeier aufgelöst werden, weil die gastgebende Mutter hohes Fieber hatte (39 Grad Celsius).

Zur Situation in den halleschen Feuerwehren:
Am Wochenende sind zwei weitere Beamte der Berufsfeuerwehr positiv getestet worden. Ein Beamter war bereits längere Zeit im Krankenstand, sodass hier kein Kontakt zu Kollegen bestand und keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind.

Aufgrund des zweiten positiven Befundes befinden sich nun weitere 14 Beamte der Berufsfeuerwehr als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Bei allen Beamten wurden Schnelltests angeordnet. Insgesamt gilt aktuell Quarantäne für 67 Beamte.

Zudem wurde eine Quarantäne für 10 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Passendorf ausgesprochen, da im Rahmen eines Lehrgangs Kontakt zu dem infizierten Beamten der Berufsfeuerwehr bestanden hatte. Zudem wurden Schnelltests angeordnet.

Die Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehr ist nach wie vor gewährleistet. Die Freiwillige Feuerwehr ist nicht mehr einsatzbereit. Für diesen Einsatzbereich zuständig: die Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Nietleben und Neustadt.
 
Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
der Beschluss der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten, den ich gestern bereits an dieser Stelle in den Grundaussagen dargestellt habe, wird in die neue Eindämmungsverordnung des Landes einfließen, die am Mittwoch in Kraft tritt. Sie wird tiefgreifende Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten enthalten.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal auf die zentralen Ansprechpartner des Pandemiestabes verweisen, die in den Bereichen Schule, Wirtschaft, Sport und Kirchen für Ihre Fragen zur Verfügung stehen:

Nadine Kadyck (Schule): nadine.kadyck@halle.de
Kirsten Schneider (Sport): kirsten.schneider@halle.de
Eric Brecht (Wirtschaft und Kirchen): eric.brecht@halle.de

Doch bei allen Verordnungen und Regelungen bleibt eines unerlässlich: Es geht um unseren eigenen Zugang zu den Gefahren des Corona-Virus. Es geht um unsere Eigenverantwortung. Deshalb abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie diese Eigenverantwortung bitte wahr.

    • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
    • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
    • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
    • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig. Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

13. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am heutigen Sonntag in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“I. Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 47

2. Infizierte in der Stadt: 555 (+47)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 125,99 (+4,99) Die Inzidenz in der Stadt ist gestiegen, weil vorige Woche Sonntag 35 Fälle vorgelegen hatten. Ampel auf ROT, bei 200 auf dunkelrot. Neuer Höchstwert. Der landesweite Wert betrug gestern: 149,67 (-0,64). Der Wert in Sachsen: 313 (+/-0)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 85 (+11) Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 62 (+6) davon Intensivbehandlungen: 26 (+5)

Alle drei Krankenhaus-Werte sind neue Höchstwerte. Dies zeigt, dass sich die Situation hier weiter verschärft.

5. Zahl der Toten: 40 (+/-0)
mit dem Virus gestorben: 27 (+/-0); an dem Virus gestorben: 13 (+/-0)

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 188 (-881)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.180 (+47)
Anzahl der Geheilten: 1.585 (+/-0)

Die Altersaufteilung der neuinfizierten 25 Frauen und 22 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 2
19-29 Jahre: 12
30-49 Jahre: 16
50-69 Jahre: 11
Über 70 Jahre: 6

Recherche-Ergebnisse zu den ermittelten Orten der Infektion:
Privates Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte): 26 Neuinfektionen

Berufliches Umfeld: 2 Neuinfektionen;
– 1 Fall betrifft einen Mitarbeiter eines Autohauses.
– 1 Fall betrifft Personal der JVA Halle.

Alten- und Pflegebereich: 2 Neuinfektionen;
– 1 Fall betrifft eine Bewohnerin aus dem Cura-Senoirencentrum.
– 1 Fall betrifft eine Bewohnerin aus dem St. Cyriaci.

Medizinischer Bereich: 13 Neuinfektionen;
– 6 Fälle betreffen Personal des Elisabeth Krankenhauses.
– 6 Fälle betreffen Personal von niedergelassenen Praxen.
– In einem Fall ist ein Patient betroffen, der stationär behandelt wird und aufgrund seines Zustandes keine Auskunft geben kann zu möglichen Infektionsketten.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 4 Neuinfektionen.
Neben den zwei bereits genannten und dem privaten Bereich zuzuordnenden Fällen gibt es Infektionen in folgenden Einrichtungen: 

– 1 Fall betrifft die IGS Am Steintor;
– 1 Fall das Landesstudienkolleg;
– 1 Fall das Thomas-Müntzer-Gymnasium;
– 1 Fall betrifft eine Lehrkraft einer privaten Bildungseinrichtung.

Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
1 Verstoß gegen die Maskenpflicht wurde festgestellt.

Darüber hinaus erfolgten 54 Kontrollen, in 3 Gaststätten, 20 Geschäften (davon 19 Kioske), 5 Parkanlagen, bei 2 Gottesdiensten sowie bei Kontrollen von insgesamt 24 Orten, an denen Personengruppen anzutreffen sind.

Es gab 3 Verstöße: am Peißnitzhaus und an der Magistrale; hier wurde jeweils nicht auf die Abstände zum Kiosk geachtet. Bei einer privaten Feier in der Leipziger Straße; hier wurde eine Gruppe mit 23 Personen aufgelöst und 23 Anzeigen wurden gefertigt.

Zu den Statistiken der Woche:
Folgend die Grafiken zu den Inzidenzen und den Patienten in den Krankenhäusern sowie die Zahlen zu den Gemeinschaftseinrichtungen. Die Werte reichen jeweils immer vom vergangenen Sonntag bis heute.

 

 


Erläuterung zum aktuellen Stand in den Gemeinschaftseinrichtungen:
Schulen:
737 von 30.742 Schülern befinden sich in Quarantäne – das bedeutet im Umkehrschluss: 97,6 Prozent befinden sich im Unterricht.
23 Schulen sind betroffen.
33 Lehrer befinden sich in Quarantäne.
29 Schüler sind positiv getestet worden.
5 Lehrer sind positiv getestet worden.

Kitas:
242 Kinder in Kitas befinden sich in Quarantäne von insgesamt 10.100; 97,6 Prozent gehen also in die Kitas.
30 Erzieher befinden sich in Quarantäne.
3 Kita-Kinder sind positiv getestet.
5 Erzieherinnen sind positiv getestet

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
Bund und Länder haben heute in ihrer Konferenz weitergehende Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung beschlossen: Der Einzelhandel wird vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen. Ausnahmen gelten für Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken. Dazu zählen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Großhandel.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege müssen schließen. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich.

Für Weihnachten gilt: fünf Personen, mehr Haushalte.

Daneben sollen private Treffen weiterhin auf zwei Haushalte und maximal fünf Personen beschränkt werden – Kinder unter 14 Jahren nicht eingerechnet. Auch zu Weihnachten soll eine Obergrenze von fünf Personen gelten, allerdings soll die Zahl der Haushalte höher sein dürfen.

Das Trinken alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum wird vom 16. Dezember bis 10. Januar untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt. Am Silvester- sowie am Neujahrstag soll laut den Plänen bundesweit ein “An- und Versammlungsverbot” umgesetzt werden. Darüber hinaus soll ein Feuerwerksverbot auf publikumsträchtigen Plätzen gelten, die von den Kommunen bestimmt werden. Der Feuerwerksverkauf soll in diesem Jahr generell verboten werden. Das Bundesinnenministerium soll eine entsprechende Verordnung erlassen.

Möglichst keine Schul- und Kita Besuche: Schüler und Kita-Kinder sollen spätestens ab Mittwoch deutschlandweit wann immer möglich für zunächst dreieinhalb Wochen zu Hause bleiben. Ausnahmen und eine Notbetreuung sind möglich und in einigen Bundesländern gelten solche Regeln bereits ab Montag.

Ab sofort Pflichttests in Alten- und Pflegeheimen: In den besonders vom Coronavirus betroffenen Alten- und Pflegeheimen werden nun Pflichttests eingeführt. “Mehrmals pro Woche” sollten die Tests stattfinden. Der Bund will mit medizinischen Schutzmasken und durch die Übernahme der Kosten für Antigen-Schnelltests unterstützen.

Die Entscheidung über die genauen Vorgaben liegt bei den Ländern. Entsprechende Verordnungen werden vorbereitet.

Aus der Sicht der Stadt möchte ich hinzufügen: In Halle ist der Inzidenzwert vergleichsweise zwar gering, dennoch ist er zu hoch. Das hängt mit den stets frühzeitig ergriffenen Maßnahmen zusammen, die der Pandemiestab der Stadt getroffen hat. Ich hatte gestern bereits auf ein präventives Handeln hingewiesen und auf die negative Zukunftsprognose, die die Leitungen der Krankenhäuser gestellt haben. Ich begrüße deshalb die heute beschlossenen Maßnahmen, ohne wenn und aber. Sie sind zwingend erforderlich. Ein Zuwarten hätte unser Gesundheitsversorgung auch in Halle an den Rand der sächlichen und vor allem personellen Möglichkeiten gebracht.

Grundsätzlich werden die Einschänkungen bis zum 10. Januar gelten. Das große Ziel bleibt es, die Infektionszahlen deutlich zu senken und die angespannte Situation in den Krankenhäusern zu entlasten. Eine Überlastung des Gesundheitssystems muss unbedingt verhindert werden.

Abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr. Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum; verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten; veranstalten Sie keine privaten Feiern; vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig. Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

12. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt:   55

2. Infizierte in der Stadt: 508 (+19)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 121,00 (+3,74)
Die Inzidenz in der Stadt ist gestiegen, weil vorige Woche Samstag 46 Fälle vorgelegen hatten. Ampel auf ROT, bei 200 auf dunkelrot. Der landesweite Wert gestern: 150,31 (+2,87). Der Wert in Sachsen: 313 (+3)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 74 (+2)
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 56 (+2)
davon Intensivbehandlungen: 21 (+/-0)
Ampel auf gelb. Kapazitäten für Covid-19-Patienten vorhanden. Im Übrigen gilt der Notbetrieb: D. h. Notfalleingriffe können mit vollem Leistungsstandard durchgeführt werden. Planbare Operationen werden verschoben, wenn für den Patienten dadurch kein Schaden zu erwarten ist.

5. Zahl der Toten: zu beklagen 40 (+2)
– mit dem Virus gestorben: 27 (+2)
– an dem Virus gestorben: 13 (+/-0)

Leider müssen wir heute von zwei weiteren Todesfällen berichten – zwei Männer, 81 und 82 Jahre alt, sind im Diakonie-Krankenhaus und im Elisabeth-Krankenhaus mit einer Corona-Infektion gestorben.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 1.069 (+510)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.133 (+55)  
Anzahl der Geheilten: 1.585 (+34)
Anrufe an den Hotlines: 1.504 (Corona: 675; Bürgertelefon: 829)

Die Altersaufteilung der 32 Frauen und 23 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre    18
19-29 Jahre    7
30-49 Jahre    14
50-69 Jahre    7
Über 70 Jahre    9

Zu den Recherche-Ergebnissen zum Ort der Infektion:
Privates Umfeld: 15 Neuinfektionen;
Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Berufliches Umfeld: 7 Neuinfektionen;
– 1 Fall aus der Finanzbranche;
– 1 Fall aus der Medien-Branche;
– 1 Fall aus dem Einzelhandel (Supermarkt);
– 2 Fälle aus der Dienstleistungs-Branche (Friseur-Handwerk, Kosmetikstudio);
– 1 Fall betrifft das Landgericht;
– 1 Fall stammt aus einer Berufsschule in einer anderen Stadt.

Alten- und Pflegebereich: 9 Neuinfektionen;
– 4 Fälle betreffen das Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße, betroffen sind zwei Mitarbeiterinnen sowie zwei Angehörige, die in der Einrichtung zu Besuch waren.
– 2 Fälle betreffen Bewohner aus dem Cura-Senoirencentrum
– 2 Fälle betreffen Bewohnerinnen aus der Einrichtung Pro Curand
– 1 Fall betrifft eine Bewohnerin aus der Einrichtung in der Werrastraße.

Medizinischer Bereich: 5 Neuinfektionen;
– 1 Fall betrifft medizinisches Personal des Elisabeth Krankenhauses.
– 1 Fall betrifft eine Servicekraft aus dem Krankenhaus Martha Maria.
– 1 Fall betrifft eine niedergelassene Praxis in einem anderen Landkreis.
– In 2 Fällen sind Patienten betroffen, die stationär behandelt werden und aufgrund ihres Zustandes keine Auskunft geben können zu möglichen Infektionsketten.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 19 Neuinfektionen
in folgenden Einrichtungen:
– 8 Fälle betreffen die Grundschule Südstadt.
– 1 Fall die Grundschule Kastanienallee;
– 1 Fall die Sportschule;
– 2 Fälle das Südstadt-Gymnasium;
– 1 Fall die Kita „Villa der fröhlichen Kinder“;
– 1 Fall das Feininger-Gymnasium;
– 1 Fall das Elisabeth-Gymnasium;
– 1 Fall die BbS IV Friedrich List;
– 1 Fall die Kita „Am Stadtpark“
– 1 Fall die Sekundarschule Am Fliederweg
– 1 Fall betrifft eine Lehrkraft einer Schule in einem anderen Landkreis.
Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zur Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen:
In 6 Gemeinschaftseinrichtungen wurden gestern Schnelltests im Hinblick auf die Aufhebung der bestehenden Quarantänen durchgeführt. Es gab drei positive Ergebnisse: eines im Thomas-Müntzer-Gymnasium, zwei in der Grundschule Westliche Neustadt. Die betroffenen Schüler bleiben damit in Quarantäne und erhalten einen PCR-Test zur Überprüfung. Alle anderen Schüler können die Schule wieder besuchen.

Von den bereits unter der Woche festgestellten 16 positiven Schnelltests in Schulen und Kitas liegen nun 15 Ergebnisse vor: 12 PCR-Tests haben den positiven Befund bestätigt. Dies betrifft die Kita „Villa der fröhlichen Kinder“, das Südstadt-Gymnasium, die Sportschule, 8 Tests in der Grundschule Südstadt sowie einen Test im Landesstudienkolleg.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 7 Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten Kontrollen, in…
– 1 Gaststätte,
– 11 Geschäften,
– 5 Sport- und Freizeiteinrichtungen,
– 1 Prostitutionsstätte,
– 14 Kontrollen von Personengruppen.
Dabei gab es 1 Verstoß in einem Außen-Imbiss (Verstoß gegen die Maskenpflicht).
Die Polizei hat zudem ein Treffen von 10 Personen in der Rainstraße aufgelöst. Hieraus resultierten 7 Anzeigen.
Nach dem positiven Befund bei einem Beamten der Berufsfeuerwehr sind gestern Schnelltests bei den 51 direkten Kontaktpersonen erfolgt. Alle sind negativ ausgefallen. Die Beamten bleiben in Quarantäne. Am Ende der Woche folgen hier PCR-Tests. Fallen diese negativ aus, kann die Wachabteilung am nächsten Sonntag wieder regulär in den Dienst zurückkehren.
Die Schnelltests in der JVA Halle haben keine positiven Befunde ergeben.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
derzeit ist bundesweit ein Knallhart-Lockdown schon vor Weihnachten im Gespräch. Das werden wir morgen nach dem Abstimmungsgespräch der BK’in mit den MP‘en erfahren.

Die Situation in Halle wird bewertet nach nach der Inzidenzzahl und der Situation in den halleschen Krankenhäusern.

Die Inzidenzzahl ist in Halle weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt, gleichwohl auf ROT.

Die halleschen Krankenhäuser rechnen mit weiteren Patienten-Aufnahmen in den nächsten Tagen, auch aus West-Sachsen. Dort können die Krankenhäuser keine weiteren COVID-19 Patienten aufnehmen, die sächlichen und personellen Kapazitäten seien erschöpft. Da auch hier stetig weitere Covid-19-Patienten in die Krankenhäuser kommen, haben die Ärztlichen Direktoren eine negative Zukunftsprognose erstellt. Wörtlich heißt es im aktuellen Statement von heute Mittag:

„Die Kliniken in der Stadt Halle sind gegenwärtig durch pandemiebedingte Personalausfälle und durch eine deutliche Zunahme an Covid-19 Patienten stark belastet und können bereits jetzt nicht jedem Patienten eine dringliche Behandlung zeitnah und im gebotenen Umfang anbieten.
Bei einem weiteren Anstieg der Covid-19 Fallzahlen droht kurzfristig die Überlastung der Versorgungsstrukturen.
Dieser weitere Anstieg ist hochwahrscheinlich, wenn nicht sofort weitere, drastische Kontakteinschränkungen erfolgen.
Daher empfehlen die Leitungen aller Krankenhäuser in Halle die sofortige Umsetzung effektiver Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und schließen sich damit den aktuellen Empfehlungen der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner) und der Leopoldina an.“


Das heißt: Ab dem 14. 12.2020 sollte die Schulpflicht aufgehoben und nachdrücklich zur Arbeit im Homeoffice aufgefordert werden. Ab dem 24. Dezember 2020 sollten zusätzlich alle Geschäfte schließen, die nicht der Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen lebensnotwendigen Waren dienen. Soziale Kontakte sollten auf einen sehr eng begrenzten Kreis reduziert werden.

„Jeder weitere Tag ohne durchgreifende und nachhaltige Lockdown-Maßnahmen koste Menschenleben, sagt der Präsident der DIVI, Prof. Uwe Janssens. „Ein Zögern und Warten auf Weihnachten ist schier unverantwortlich.“

Dieser Empfehlung schließt sich der Pandemiestab an.

Abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.
– Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
– Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
– Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
– Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig. Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund. “

11. Dezember 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1. Neuinfektionen in der Stadt: 45.

2. Infizierte in der Stadt: 489 (-5)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 117,26  (-4,57)
Die Inzidenz in der Stadt ist gesunken, weil vorige Woche Freitag der Höchstwert von 56 Fällen vorgelegen hatte.
Der landesweite Wert gestern: 147,44 (+7,15). Der Wert in Sachsen: 310 (-5)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 72 (+1)
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 54 (-4)
davon Intensivbehandlungen: 21 (+4)

5. Zahl der Toten: zu beklagen 38 (+4)
– mit dem Virus gestorben: 25 (+2)
– an dem Virus gestorben: 13 (+2)

Leider müssen wir heute von vier weiteren Todesfällen berichten – zwei Frauen, 84 und 85 Jahre alt, sowie zwei Männer, 82 und 84 Jahre alt. Zwei Patienten sind mit einer Corona-Infektion gestorben, zwei Patienten an einer Corona-Infektion.

Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 559 (-69)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.078 (+45) 
Anzahl der Geheilten: 1.551 (+46)

Die Altersaufteilung der 29 Frauen und 16 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 4
19-29 Jahre: 9
30-49 Jahre: 13
50-69 Jahre: 8
Über 70 Jahre: 11

Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:
Privates Umfeld: 14 Neuinfektionen;

    • Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Berufliches Umfeld: 5 Neuinfektionen;

    • Ein Fall aus der Stadtverwaltung;
    • Ein Fall aus der Finanzbranche;
    • Ein Fall aus der Automobil-Branche
    • Ein Fall aus der Dienstleistungs-Branche (Friseur-Handwerk);
    • Ein Fall aus der Bau-Branche.

Alten- und Pflegebereich: 9 Neuinfektionen;

    • Alle neun Fälle betreffen Bewohnerinnen und Bewohner des Altenpflegeheims in der Joachimstaler Straße.

Medizinischer Bereich:  5 Neuinfektionen;

    • Zwei Fälle stammen aus dem Bergmannstrost, betroffen ist sowohl medizinisches Personal als auch ein Patient.
    • Ein Fall betrifft eine niedergelassene Ärztin.
    • Ein Fall stammt aus der AWO-Psychatrie.
    • In einem Fall ist eine Patientin betroffen, die stationär behandelt wird und aufgrund ihres Zustandes keine Auskunft geben kann zu möglichen Infektionsketten.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 12 Neuinfektionen in folgenden Einrichtungen:

    • Sechs Fälle betreffen Studierende aus dem Studienkolleg Halle.
    • Zwei Fälle die BbS IV Friedrich List
    • Ein Fall die KGS Humboldt
    • Ein Fall die Montessori Schule
    • Ein Fall die Grundschule Westliche Neustadt
    • Ein Fall betrifft eine Lehrkraft einer Schule in einem anderen Landkreis.

Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

Zur Situation in den Krankenhäusern:
Für alle Krankenhäuser steht die Ampel auf Gelb: Es sind Kapazitäten für Covid-19-Patienten vorhanden, aber in den Kliniken gilt inzwischen der Notbetrieb. Das bedeutet, Notfall-Eingriffe können mit vollem Leistungsstandard durchgeführt werden. Aber: Planbare Operationen werden verschoben, wenn für den Patienten dadurch kein Schaden zu erwarten ist.

Zur Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen:
Die Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen der Stadt bleibt angespannt. Wir haben heute elf Infektionsfälle in der Joachimstaler Straße registriert. Zusätzlich zu den neun genannten Fällen sind auch zwei Mitarbeiterinnen betroffen, die nicht in Halle wohnen.

Die Zahlen belegen, wie wichtig es ist, in diesem Bereich erhöhte Sicherheitsmaßnahmen einzuziehen. Es ist unabdingbar, hier präventiv gegen das Virus vorzugehen. Noch einmal zusammenfassend:

In Einrichtungen, in denen ein aktiver positiver Fall registriert ist, müssen alle Personen, die die Einrichtung betreten – egal ob Besucher oder Mitarbeiter –  einen negativen Schnelltest vorweisen.

In Alten- und Pflegeheimen, in denen aktuell keine Infektion aufgetreten ist, gilt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein Alten- und Pflegeheim betreten, müssen nunmehr zweimal wöchentlich beim Betreten am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen. Hier hat das Land die in Halle geltenden Maßnahmen noch einmal verschärft. Alle übrigen Personen müssen jedes Mal am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen.

Die Verantwortung für die Durchführung liegt bei den Heimen.

Zur Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen:
In neun Gemeinschaftseinrichtungen wurden gestern Schnelltests durchgeführt. Zwei ergaben positive Ergebnisse:

    • einer in der Kita „Villa der fröhlichen Kinder“,
    • einer im Studienkolleg.

Hier erfolgen nun PCR-Tests zur Überprüfung.

Von den 14 positiven Schnelltests am Mittwoch liegen noch keine PCR-Ergebnisse vor.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden sieben Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten Kontrollen, in…

    • einer Gaststätte,
    • vier Geschäften,
    • drei Sport- und Freizeiteinrichtungen,
    • einer Prostitutionsstätte,
    • sowie 52 Quarantäne-Kontrollen
    • und drei Kontrollen von Personengruppen.

Dabei gab es einen Verstoß in einem Außen-Imbiss.

Leider mussten wir zudem einen positiven Fall in der Berufsfeuerwehr verzeichnen. Der Beamte wohnt nicht in Halle und fällt deshalb nicht in die oben genannte Statistik. Der Fall hat aber Auswirkungen auf die Berufsfeuerwehr in der Stadt: Aktuell befinden sich 51 Beamte als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Hier erfolgen nun Schnelltests und PCR-Tests. Zudem müssen ab sofort alle Beamten bei Dienstantritt einen Schnelltest durchführen. Im Dienst ist eine FFP2-Maske zu tragen.

Die Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehr ist nicht beeinträchtigt. Insgesamt hat die Stadt Halle (Saale) 308 Einsatzkräfte.

In der JVA Halle sind zwei Mitarbeiter positiv getestet worden. Beide wohnen nicht in Halle und sind deshalb ebenfalls nicht in der Statistik erfasst. Direkte Kontaktpersonen beider Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. In der JVA werden zudem nunmehr bei allen Mitarbeitern bei Dienstantritt Schnelltests durchgeführt; im Dienst ist eine FFP2-Maske zu tragen.

In Deutschland überschreiten inzwischen 391 Regionen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Damit gelten rund 95 Prozent der deutschen Regionen als Corona-Hotspots. Ausgangsbeschränkungen gibt es in Baden Württemberg schon ab Samstag. Am Sonntag ist erneut eine Videokonferenz zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten vorgesehen.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,

abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.

    • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
    • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
    • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
    • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig. Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.”

 


Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Herausgabe der Zahlen und Statistiken erfolgt durch die Stadt Halle (Saale).