Corona-Einbruch prägte Industriekonjunktur im II. Quartal 2020

Erholungsanzeichen zum Quartalsende

Halle. Statistisches Landesamt/LSA. Die im März in Deutschland einsetzende Corona-Pandemie schlug sich vor allem zu Beginn des II. Quartals in der Industrieaktivität des Landes nieder. Der Bergbau und das Verarbeitende Gewerbe mussten hohe Umsatzeinbrüche verkraften. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, gingen die Umsätze im II. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresquartal um 15,6 % zurück. Die Bilanz für das 1. Halbjahr wird durch die Zuwächse des I. Quartals etwas gemildert (-8,5 %).

Die Beschäftigtenzahl wurde dagegen relativ stabil gehalten (-1,3 % zum Vorjahresquartal) und der notwendige Abbau des Arbeitseinsatzes vollzog sich vor allem über die geleisteten Arbeitsstunden (-9,0 %). Die Exportquote zeigte sich von den Verschiebungen insgesamt wenig beeinflusst und belegt die Gleichläufigkeit des Abschwunges im In- und Ausland. Die Auftragseingänge gaben im II. Quartal noch stärker nach als die Umsätze (-21,3 %).

Im Juni zum Quartalsausklang war ein kräftiger Umschwung bei Umsätzen und Auftragseingängen zu beobachten (+16,4 % bzw. +19,6 % gegenüber Mai, nicht saisonbereinigt), der das konjunkturelle Gesamtbild des II. Quartals nicht ausgleichen konnte. Ob darin schon eine Erholung von der Corona-Krise zum Ausdruck kommt, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beurteilt werden.

Diese Aussagen traf das Statistische Landesamt anhand aktuell vorliegender vorläufiger Daten.

Bei den befragten Betrieben handelt es sich um Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen im Verarbeitenden Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden.