Würdevolle Präsentation des Landes Sachsen-Anhalt im Bundesrat

Jetzt als Vertreterin Sachsen-Anhalts in Berlin: Marc Fromms "Die Laborantin", 2020, Lindenholz, Öl, 345 x 135 x 85 cm. Foto: KSt/LSA.

Halle. KStM. Die Holzskulptur “Die Laborantin” von Marc Fromm wird bis zum Ende der Ratspräsidentschaft Sachsen-Anhalts Ende 2021 im Lichthof des Bundesrates in Berlin zu sehen sein.

Dass “Die Laborantin”, die monumentale Skulptur des Bildhauers und Landeskunstpreisträgers Marc Fromm, für Aufsehen sorgt und auf viel Begeisterung stößt, hat sich in den Wochen ihrer Präsentation im Sitz der Kunststiftung gezeigt. Tausende Besucher haben sie gesehen, das Medienecho war überwältigend. Nun wird dem Kunstwerk eine besondere Ehre zuteil: Im Lichthof des Bundesratsgebäudes in Berlin wird sie Sachsen-Anhalt präsentieren. Das Land hat seit November 2020 für ein Jahr die Ratspräsidentschaft inne. Die Entscheidung für die würdevolle Präsentation fiel auf Vermittlung der Kunststiftung.

Für die Direktorin Manon Bursian sind damit mehrere Zwecke erfüllt: “Zunächst freuen wir uns natürlich, dieses wunderbare Kunstwerk im Bundesrat zeigen zu können. Die Vielfalt und Wirkmächtigkeit der Kunstszene in Sachsen-Anhalt wird mit der Skulptur aufs eindrucksvollste gezeigt. Vor allem aber richtet ,Die Laborantin’ den Blick noch einmal auf all jene, die in den vergangenen Wochen und Monaten der Pandemie so herausragende Arbeit geleistet haben.

Als Marc Fromm „Die Laborantin“ Anfang vergangenen Jahres plante, war die Pandemie noch eine weit entfernte Gefahr. Der Bildhauer schuf die imposante Figur ursprünglich für eine Ausstellung in einem Labor. Sogar eine Maske sollte sie tragen! Dann aber rollte die erste Viruswelle auch durch Deutschland, zerschlagen hatten sich damit die Ausstellung und die Umsetzung der Maske. „Ich wollte das dann nicht mehr. Es hätte wie ein banaler Kunstgriff ausgesehen“, sagt Marc Fromm, „ohne Corona wäre die ,Laborantin‘ mit Maske spannend gewesen. Später nicht mehr.“

Geblieben ist die Figur der „Laborantin“: fast dreieinhalb Meter hoch, aus Lindenholz, bemalt mit Ölfarbe. Geblieben ist, trotz fehlenden Schutzes vor dem Gesicht, die Anmutung der Zerbrechlichkeit des menschlichen Körpers, ihre Verletzlichkeit, ja ihre Dünnhäutigkeit.