Erste Impfungen mit Moderna-Vakzin an der Universitätsmedizin Halle (Saale)

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Halle. UKH. An der Universitätsmedizin Halle (Saale) sind am Dienstag die ersten Beschäftigten mit dem Corona-Impfstoff Moderna geimpft worden. Die 600 Impfdosen, die das Universitätsklinikum (Saale) über das Gesundheitsministerium Sachsen-Anhalt erhalten hat, waren zuvor aus der Artlandkaserne im niedersächsischen Quakenbrück, geliefert worden. „Wir wollen unsere Beschäftigten und unsere Patientinnen und Patienten rasch vor dem SARS-CoV-2-Virus schützen“, erklärt der Ärztliche Direktor und Vorsitzende des Klinikumsvorstands, Prof. Dr. Thomas Moesta. „Als Maximalversorger nehmen wir unsere Verantwortung und unsere Vorbildfunktion als Arbeitgeber, Ausbildungsstätte und als größtes Krankenhaus der Stadt Halle sehr ernst. Wir wollen die medizinische Versorgung aller unserer Patienten im südlichen Sachsen-Anhalt trotz des Virus sicherstellen.“

Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Halle (Saale), Prof. Dr. Thomas Moesta, verimpft das Moderna-Vakzin. Foto: Universitätsmedizin Halle (Saale).
Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Halle (Saale), Prof. Dr. Thomas Moesta, verimpft das Moderna-Vakzin. Foto: Universitätsmedizin Halle (Saale).

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Impfstoff erhalten haben, arbeiten als pflegerische Fachkräfte auf einer der Intensivstationen oder als Ärztin/Arzt in der Zentralen Notaufnahme. Auch Kardiotechniker gehören dazu, die auf den Intensivstationen die ECMO (Extrakorporale Membranoxygenisierung) installieren, wenn die Lungen von COVID-19-Patientinnen und -patienten schwer geschädigt sind und nur noch die Beatmung mit dieser künstlichen Lunge möglich ist.

Grundsätzlich orientiert sich der Klinikumsvorstand der Universitätsmedizin Halle (Saale) bei der Priorisierung der zuerst zu impfenden Bereiche an den Vorgaben der Coronavirus-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Demzufolge erhält in den Krankenhäusern das Personal der COVID-19-versorgenden Bereiche und Intensivstationen sowie aus Bereichen mit hoch vulnerablen Patientengruppen zuallererst die Schutzimpfung. Sie zählen laut Klassifizierung des Bundesgesundheitsministeriums in die Kategorie „höchstes Risiko“.

„Wir sind froh, dass das Gesundheitsministerium Sachsen-Anhalt uns mit der Lieferung des zweiten Impfstoffs von Moderna unterstützt, damit wir die Beschäftigten in den besonders gefährdeten Bereichen wie unserer COVID-19-Intensivstation, der COVID-19-Normalspflegestationen und der Zentralen Notaufnahme gegen das SARS-CoV-2-Virus impfen können“, betont Prof. Thomas Moesta. An der Universitätsmedizin Halle (Saale) sind von den etwa 5.400 Beschäftigten entsprechend der bisherigen Zuteilung von Impfdosen bislang 221 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft worden. Anfang der kommenden Woche wird bei diesen mit der Verabreichung der erforderlichen zweiten Dosis begonnen.

Der Moderna-Impfstoff entspräche im Wirkprinzip und in seiner Wirksamkeit sowie auch in seinem Nebenwirkungsprofil dem schon eingeführten Biontech-Impfstoff, stellt der Ärztliche Direktor, der die ersten Impfdosen des Moderna-Serums selbst verabreicht hat, fest. „Aus meiner Sicht besteht zwischen den beiden in Deutschland bisher verfügbaren Impfstoffen kein relevanter Unterschied. Ich lasse mich selbstverständlich selber impfen, sobald ich an der Reihe bin.“