Transfer-Audit: Offene Gespräche mit kritischen Freunden an der MLU

Halle. MLU/CampusHalensis. Als erste Hochschule in Sachsen-Anhalt stellt sich die Universität Halle einem Transfer-Audit mit dem Stifterverband. Am Mittwoch und Donnerstag führten das universitäre Projekt-Team und das Audit-Team intensive Gespräche gemeinsam mit vielen internen und externen Gästen. Der Prozess soll dazu dienen, die Transferstrategie der Universität weiterzuentwickeln.

27 Universitäten bundesweit haben sich dem Audit-Verfahren des Stifterverbands bereits gestellt, das am Ende zu keiner Leistungsbewertung oder Zertifizierung wie andere Audits führt. Stattdessen setzt es direkt bei der für den Transferbereich formulierten Zielsetzung der Hochschulen an und will bei dem damit einhergehenden Entwicklungsprozess unterstützen und beraten. „Wir kommen als kritische Freunde“, so formulierte es Andrea Frank vom Stifterverband, die die Gesprächsrunden, die im Deutschen Saal in den Franckeschen Stiftungen stattfanden, moderierte.

Rektor Prof. Dr. Christian Tietje verknüpfte in seinem Grußwort mit dem Transfer-Audit die Erwartung, wertvolles Feedback zu den Aktivitäten der Universität im Wissens- und Technologie-Transfer sowie zur künftigen Schwerpunktsetzung in der Strategieentwicklung zu erhalten.
Behandelt wurden an den beiden Tagen zahlreiche Themen: von der Sicht der Region auf die Universität über eine mögliche Profilbildung im Wissens- und Technologietransfer bis hin zur Sichtbarmachung von Transferaktivitäten der Universität. Als Gäste nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter aus der Magdeburger Staatskanzlei und dem Wissenschaftsministerium Sachsen-Anhalt, der Stadt Halle und dem Technologie- und Gründerzentrum Halle, der IHK Halle-Dessau und der mittelständischen Wirtschaft Sachsen-Anhalts teil.

Der zweitägige Audit-Besuch ist nach der Erstellung eines umfassenden Selbstberichts des Projekt-Teams der zweite Meilenstein im Auditprozess. Final wird dann, auf Basis der Erkenntnisse aus Selbstbericht und dem Besuch, ein Audit-Bericht für die Universität erstellt, der schon im Dezember vorliegen soll.

Das Projekt-Team der Universität leitet der Prorektor für Forschung Prof. Dr. Wolfgang Paul, koordiniert wird der Prozess vom Transfer- und Gründerservice der Universität.

Autorin: Manuela Bank-Zillmann


Das Transfer-Audit ist ein Entwicklungsinstrument für Hochschulen,
die ihre Kooperationsstrategie mit externen Partnern (aus Wirtschaft, Politik, Kultur und öffentlichem Sektor) weiterentwickeln und Transfer in ihrer Hochschulentwicklung insgesamt stärken möchten.

Das Verfahren dient nicht der Leistungsbewertung oder der Zertifizierung, sondern setzt an der von der Hochschule für ihren Transferbereich formulierten Zielsetzung an. Beim Audit-Verfahren geht es darum, die Hochschule in der Erreichung ihrer Ziele und dem damit einhergehenden Entwicklungsprozess bestmöglich zu unterstützen und zu beraten.
(Quelle: https://www.stifterverband.org/transfer-audit)