SPD Halle (Saale) fordert Nachbesserungen bei Ausweisung von Bauland für Eigenheime

Baustelle

Halle. SPDFraktion. Die Stadtverwaltung brachte im Planungsausschuss am 08.06.2021 eine Vorlage zur Wohnbauflächenbedarfsermittlung ein. Diese gibt Auskunft über Möglichkeiten zur Entwicklung von Bauflächen und damit über die Schaffung von Wohnraum in Halle (Saale).

Eric Eigendorf, Mitglied im Planungsausschuss und Vorsitzender der SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale) hierzu: „Es ist gut, dass die Verwaltung diese Bedarfsermittlung vorlegt. Der Entwicklungsplan enthält viele richtige Weichenstellungen. Er weist weiterhin Gebiete aus, die in Zukunft für den Bau von rund 1430 Eigenheimen bereitgehalten werden sollen. Wir finden allerdings, dass die Stadtverwaltung in einigen Punkten die falschen Prioritäten setzt. Wir sollten zuerst bestehende Potentiale innerhalb der Stadt nutzen, bevor wir weitere Flächen am Stadtrand verdichten. Somit könnten wir sicherstellen, dass wir das Ziel von einem Nebeneinander von Wohnen, Einkaufen und Arbeiten in einer Stadt der kurzen Wege auch erreichen.“

„Wir werden auch auf einzelne Bestandteile des Konzepts nochmal genauer schauen. So beschäftigt uns die Frage, ob die Ausweisung so großer Eigenheimflächen, die sich bisher noch auf der „grünen Wiese“ befinden wirklich dem Bedarf entspricht bzw. ob diese nicht reduziert werden sollten. Auch die einseitige Konzentration auf Eigenheime erachten wir nicht für sinnvoll. Neue EinwohnerInnen lassen sich auch mit anderen Angeboten in unsere Stadt locken. Wir sehen insbesondere qualitativ hochwertige Eigentumswohnungen und Baugemeinschaften als attraktive Alternativen zu Einfamilienhäusern. Diese Alternativen können auch die Umsetzung des klimapolitischen Leitbildes der Stadt Halle (Saale) forcieren. Wir sollten diese Angebote unterbreiten, um den tatsächlichen Bedarf an Eigenheimen noch besser auszuloten und nicht über das Maß vorzeitig Flächen zur Versiegelung bereit zu stellen, die wir so möglicherweise nicht benötigen., so Kay Senius, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtentwicklung und Digitalisierung.

„Die Bedarfsermittlung ist ein guter Start für eine Diskussion, bei der es nicht nur um die konkreten Eigenheimflächen, sondern darum geht, wie wir in Zukunft in Halle wohnen und unsere Stadt gestalten wollen. Wir werden uns mit Änderungsvorschlägen in die Diskussion einbringen und die Beschlussvorlage konstruktiv begleiten.“ so Eigendorf abschließend.