Familiennachmittag im Stadtmuseum

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halle.de/ps. Das Stadtmuseum Halle lädt im Rahmen der Sonderausstellung „Geschichten, die fehlen – Von Menschen mit Beeinträchtigungen“ zum Familiennachmittag „Zusammenspiel – Sehen, wenig sehen, nicht sehen“ am Sonntag, dem 12. Januar 2020, von 14 bis 17 Uhr in die Große Märkerstraße 10 ein.

Wie spielen blinde Menschen mit Freunden oder Familienmitgliedern Mensch-Ärgere-Dich-Nicht und wie geht das mit Ballspielen? Für Dolores Rehbein ist ihre Blindheit kein Hindernis, das Familienleben aktiv zu gestalten. Wünscht sich ihr Enkel ein Spiel, dann wird dieses als Spezialanfertigung für Blinde gekauft. Kinderbücher, wie das von ihr für die aktuelle Sonderausstellung „Geschichten, die fehlen – Von Menschen mit Beeinträchtigungen“ zur Verfügung gestellte Kinderbuch „Der Maulwurf und die Zahlen“, werden in Brailleschrift gekauft.

Zum Familiennachmittag kann man ausprobieren, wie es ist, seinen Sehsinn nicht benutzen zu können: Wir begeben uns auf eine Entdeckungsreise der Sinne und tasten, riechen und schmecken uns durch einen Parcours scheinbar alltäglicher Dinge und Tätigkeiten. Beliebte Spiele lernen wir neu kennen und die Blindenführhündin Kalinka gibt uns einen kleinen Einblick in ihre Arbeit.

Für Kinder ab 6 Jahren mit und ohne Sehbeeinträchtigung. Der Familiennachmittag wird gestaltet in Kooperation mit der Selbsthilfegruppe „SeH-Blick“. Die Selbshilfegruppe steht nicht nur sehbeeinträchtigten und blinden Menschen mit Rat und Tat zur Seite, sondern möchte auch Berührungsängste zu sehenden Menschen abbauen. Wie geht das schöner als durch gemeinsames Spielen?

Die Teilnahmegebühr (bis 14 Jahre) an den Aktionen des Familiennachmittages kostet zwei Euro. Der Eintritt ins Museum kostet 5 Euro / 3 Euro ermäßigt, für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt ins Stadtmuseum Halle frei. Der Eingang zum Stadtmuseum Halle befindet sich hofseitig. Ein Aufzug führt direkt in die Sonderausstellung „Geschichten, die fehlen – Von Menschen mit Beeinträchtigungen“.