Landesliteraturtage „Begegnungen“ in Halle (Saale) und Umgebung

News

Halberstadt. Gleimhaus-Museum. Die diesjährigen Landesliteraturtage finden vom 10.10. bis 18.10.2020 unter dem Titel „Begegnungen“ statt. 30 Jahre deutsche Einheit/30 Jahre Sachsen-Anhalt – das ist der historische Hintergrund für die Titelwahl. Die 30 öffentlichen Veranstaltungen finden landesweit statt, einige Veranstaltungen in ehemaligen Grenzregionen, im Harz und entlang des Grünen Bandes. Zu erleben sind Autorinnen und Autoren aus Sachsen-Anhalt und aus anderen Bundesländern.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei. Das Gesamtprogramm und weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen findet man auf www.literaturtage-begegnungen.de.

Veranstaltet werden die Landesliteraturtage 2020 vom Gleimhaus Halberstadt in Verbindung mit dem Klopstock e.V. (Quedlinburg) und dem Kulturwerk deutscher Schriftsteller Sachsen-Anhalt e.V. Das Land Sachsen-Anhalt fördert dieses Literaturereignis.

Montag, 12. Oktober 2020
16.00 Uhr      
Juliane Blech und Danilo Pockrandt: „Gehäuft auf der Zunge die Worte – Gestern. Heute. Jetzt“

Juliane Blech und Danilo Pockrandt stellen in einem gemeinsamen Dialog teils veröffentlichte, teils noch unveröffentlichte Gedichte und Prosaminiaturen vor. Pockrandt liest u.a. aus seinen Ostsee-Gedichten und Texten, die auf seine Zeit im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf verweisen.

Ort: Mehrgenerationenhaus Bitterfeld-Wolfen, Straße der Jugend 16, 06766 Bitterfeld-Wolfen

Dienstag, 13. Oktober 2020
19.30 Uhr      
Christoph Kuhn und Theres Pötzsch: Nicht alles schlecht – nicht alles gut. Literarische Impulse aus Ost und West

Theres Pötzsch (geboren 1993) thematisiert Verhältnisse in einer westdeutschen Stadt in den 60er Jahren. Christoph Kuhn (geboren 1951) reflektiert die Geschichte Ostdeutschlands.

Ort: Franckesche Stiftungen zu Halle, Franckeplatz 1, Haus 26 (Englischer Saal), 06110 Halle (Saale)

Dienstag, 13. Oktober 2020
19.30 Uhr      
Hans-Joachim Kertscher, Hans-Henning Schmidt und Trio Take drive: „Selbst im Verfall noch hatte er schöne Visionen“. Friedrich Hölderlin in der Lyrik der DDR.

In diesem literarisch-musikalischen Projekt treffen, anlässlich des 250. Dichter-Geburtstages, Hölderlins Gedichte auf die Realität des DDR-Alltags. Dabei werden unterschiedliche Facetten der Hölderlin-Rezeption in der Lyrik der DDR vorgestellt. Zu Wort kommen Lyriker verschiedener Generationen mit unterschiedlichen Positionsbestimmungen, darunter Autoren der Nachkriegszeit bis hin zu den jungen Lyrikern der achtziger Jahre.

Konzept und Auswahl: Hans-Joachim Kertscher
Rezitation: Hans-Henning Schmidt (LITERAtainment Halle)
Musikalische Begleitung: Trio Take drive

Veranstaltung in Kooperation mit der Siegfried-Berger-Stiftung und dem Kulturhistorischen Museum Schloss Merseburg

Ort: Hofstube des Merseburger Schlosses, Domplatz 9, 06217 Merseburg

Donnerstag, 15. Oktober 2020
15.00 Uhr      
Rolf Krohn: „Begegnungen in einem historischen Roman“ („Der Stern von Granada“)
mit Diskussion

Rolf Krohn liest aus seinem neuesten historischen Science-Fiction-Roman „Der Stern von Granada“. Dieser befasst sich mit der konfliktreichen Zeit im Spanien des 14. Jahrhunderts, dem Streit, aber auch den Begegnungen zwischen Christen (Kastilien) und Muslimen (Andalusien). Mit anschließender Diskussion.

Ort: Mehrgenerationenhaus „Pusteblume“, Zur Saaleaue 51a, 06122 Halle (Saale)

Donnerstag, 15. Oktober 2020
19.00 Uhr      
Ronald Gruner und Siegfried von der Heide: „Gleiche Zeit – anderes Land. Zwei Kindheiten 1960 – 1973“

Der in der ehemaligen DDR geborene Ronald Gruner und der in der alten Bundesrepublik geborene Siegfried von der Heide lesen aus ihrer gemeinsamen Doppelbiografie „Gleiche Zeit – anderes Land. Zwei Kindheiten 1960 – 1973“.

Ort: Burg & Schloss Allstedt, Schloss 8, 06542 Allstedt

Donnerstag, 15. Oktober 2020
20.00 Uhr      
Gabriel Machemer, Carlo Maximilian Engeländer: „Begegnung auf Augenhöhe“. Gabriel Machemer trifft Carlo Maximilian Engeländer

Während der Autor Gabriel Machemer aktuelle Texte über seine Kindheit in der DDR präsentiert, stellt Carlo Maximilian Engeländer, Kind der Nachwendegeneration, seine Kurzprosa vor, die treffsicher Beobachtungen menschlicher Beziehungen und existentielle Probleme verhandelt. Mit Begleitprogramm in Form von Musik.

Ort: Hühnermanhattan, Bootshalle, Hordorferstraße 4, 06112 Halle (Saale)

Freitag, 16. Oktober 2020
17.00 Uhr      
Doris Mandel: „Wie ich die Revolution hassen lernte“

Die Autorin liest aus ihrem Prosaband „Entschuldige, aber ich habe deinen Hut auf“. Die Sujets der ausgewählten Erzählungen sind in der Zeit der politischen Wende in Deutschland um 1990 angesiedelt und beschäftigen sich mit den Schicksalen ostdeutscher Menschen, die sich in dem neuen Wirtschaftssystem zurechtfinden müssen und dabei vor existenzielle Fragen gestellt sind, deren Familien zerfallen oder die eine gewisse Schlitzohrigkeit im Umgang mit der neuen Macht beweisen.

Ort: Franckesche Stiftungen zu Halle, Franckeplatz 1 (Haus 25, Seminarraum c/d, EG), 06110 Halle