Gesprächsabend im ROTEN OCHSEN

Halle. StGSt/RO. Am 10. Dezember 2019 findet um 18:00 Uhr in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) ein Gesprächsabend zum Thema „30 Jahre nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten im sowjetischen Machtbereich: Was ist aus den Anliegen der tschechischen Dissidenten geworden?“ statt.

Die Friedliche Revolution vor 30 Jahren in der DDR vollzog sich nicht voraussetzungslos oder jenseits des europäischen Kontextes und sowjetischen Machtbereiches. Der politische, wirtschaftliche und ideologische Zusammenbruch der so genannten Ostblock-Staaten in Europa führten zu einer neuen Architektur der Nachkriegszeit, in der das wiedervereinigte Deutschland eine nicht unbedeutende Rolle einnehmen sollte. Der Prozess des europäischen Zusammenwachsens verlief nicht widerspruchsfrei. Ein friedliches Miteinander wurde und wird durchbrochen von überregional ausstrahlenden Konflikten bis hin zu neuen Kriegen. Doch war das der Preis von Revolution und Erneuerung, von Reformbestrebungen für eine neue Politik in den Ländern Europas? Welcher Wandel vollzog sich über die Jahre seit 1989 in den Nationen und konkret bei den Menschen selbst? Was waren die Anliegen der tschechischen Dissidenten und was ist daraus geworden?

Wolfram Tschiche spricht in der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) über politisch-soziale und geistesgeschichtliche Themenstellungen, über Utopien und Reformabsichten und über den Faktor Mensch mit der tschechischen Schriftstellerin und Journalistin Radka Denemarkova.

Der Gesprächsabend findet in Kooperation der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt/Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale) mit der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt, der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Zeitgeschichte(n) e.V. Halle statt. Die Veranstaltung wird mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.