Aktueller Ausbildungsmarkt: Jetzt ausbilden für die Zukunft

Halle. AfA. Seit Oktober 2019 haben sich über 1.500 junge Menschen im Agenturbezirk Halle gemeldet, um in eine Ausbildung vermittelt zu werden. Das waren 15 weniger als im Juni 2019. Demgegenüber haben Betriebe rund 1.785 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet, das waren 164 weniger als vor einem Jahr. Die beliebtesten Ausbildungsstellen sind bei den Jugendlichen die Berufe Verkäufer/in und Kfz.- Mechatroniker.

Was machen Jugendliche, die zum Ausbildungsbeginn noch keinen Plan haben?
„Die Berufsberatung ist nicht im „Lockdown“ und macht auch keine Ferien“, so Petra Bratzke Chefin der Hallenser Agentur für Arbeit.

Wir sind immer telefonisch und online erreichbar gewesen und seit einigen Tagen bieten wir auch wieder in terminierten Beratungen für die Jugendlichen an.

Die Jugendlichen können bei den Berufsberatern erfahren, in welchen Firmen sie sich bewerben können. In der Regel läuft noch bis Ende Oktober die Vermittlung in Ausbildungsstellen für dieses Jahr. Die Jugendlichen, die noch nicht wissen wie es nach den Sommerferien weitergeht, sollten sich einen Termin in die Arbeitsagentur machen und vorab über unsere Sonderhotline informieren, welcher Beruf der Richtige ist und welche Unternehmen der Region diesen ausbilden.

Die Berufsberater kennen die Anforderungen, die Firmen an ihre künftigen Nachwuchskräfte stellen. Sie beraten die Jugendlichen und schlagen ihnen Unternehmen vor, bei denen eine Bewerbung erfolgversprechend ist. Ebenso informieren sie über berufliche Alternativen. Zusätzlich informieren die Berufsberater auch zu möglichen Unterstützungsleistungen der Agentur für Arbeit.

Das Angebot an Ausbildungsstellen passt nicht immer zu dem, was sich die jungen Menschen wünschen. In einigen Fällen stimmen die Erwartungen nicht überein. Manchmal ist die Mobilität der Bewerber wegen eines fehlenden Führerscheins oder einer ungünstigen öffentlichen Verkehrsanbindung nicht gegeben. Ein weiterer Grund ist, dass der Trend zum Erwerb eines höheren Schulabschlusses weiterhin anhält und deswegen statt der Berufsausbildung zunächst ein weiterer Schulbesuch präferiert wird.

Wichtige Botschaft:
„Dranbleiben und die Beratung suchen bzw. Hilfe und Unterstützung der Berufsberatung in Anspruch nehmen“, so Bratzke.

Bei seinem Besuch der Agentur für Arbeit Halle würdigte Bildungsminister Marco Tullner das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Berufsberatung.

„Die Idee einer Last Minute Telefonaktionswoche Ausbildung 2020 unterstütze ich ausdrücklich und appelliere insbesondere an die Eltern und Jugendlichen diese Chance zu nutzen und danke gleichzeitig den Firmen in der Region, dass sie trotz der Corona- Krise an den Ausbildungsabsichten ungebrochen festhalten“, so Tullner.  

Einfach einen telefonischen Beratungstermin vereinbaren und mehr Infos erhalten: Kostenlos unter 0800 4 5555 00 oder online https://www.arbeitsagentur.de/bildung/berufsberatung.

Die zusätzlich eingerichtete Ausbildungshotline ist montags bis freitags von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr unter 0345 5249 1510 zu erreichen und über 600 Ausbildungsstellen werden zur Aktionswoche vom 06.07-10.07.20 telefonisch angeboten.